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Filter zurücksetzenDu stehst in der Küche, der Duft von frischem Braten liegt in der Luft, aber in deinem Kopf rattert es: Ist das Fleisch innen noch roh oder schon eine Schuhsohle? Das Problem kennt jeder, der sich auf sein Bauchgefühl oder vage Zeitangaben in Rezepten verlässt. Ein Rezept sagt '45 Minuten bei 180 Grad', aber dein Ofen heizt vielleicht anders, das Fleischstück ist dicker als gedacht oder die Ausgangstemperatur war niedriger. Ohne ein präzises Kochthermometer spielst du russisches Roulette mit deinem Abendessen. Ein kleiner Moment der Unachtsamkeit und das teure Filet vom Metzger ist ruiniert. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern pure Verschwendung von hochwertigen Lebensmitteln und deiner kostbaren Zeit.
Ein Kochthermometer aus der Kategorie Küchenhelfer & utensilien ist kein Spielzeug für Technik-Nerds, sondern dein wichtigstes Werkzeug für reproduzierbare Perfektion. Während Profiköche die Druckmethode beherrschen, nutzen selbst sie im Hintergrund oft digitale Helfer, um sicherzugehen. Die Kerntemperatur – also die Hitze im physikalischen Zentrum deines Garguts – ist der einzige Wert, der wirklich zählt. Sie entscheidet darüber, ob die Proteine im Fleisch perfekt geronnen sind oder ob die Zellstruktur bereits zusammengebrochen ist und der Saft unwiederbringlich ausläuft. Wenn du einmal den Unterschied zwischen einem 'geschätzten' und einem exakt auf 54 Grad gezogenen Roastbeef geschmeckt hast, wirst du nie wieder ohne Thermometer kochen wollen.
Die technische Überlegenheit moderner Sensoren gegenüber dem klassischen 'Einstechen und Hoffen' ist massiv. Ein hochwertiges Kochthermometer misst innerhalb von Sekundenbruchteilen und auf das Zehntelgrad genau. Das verhindert, dass du durch ständiges Anschneiden den Fleischsaft verlierst. Jedes Mal, wenn du mit dem Messer prüfst, ob es schon fertig ist, öffnest du die Schleusen für das Aroma. Ein Thermometer bleibt entweder stecken oder benötigt nur einen winzigen Einstichkanal. So bleibt die Feuchtigkeit dort, wo sie hingehört: im Fleisch. Es ist der Unterschied zwischen Frust in der Küche und dem stolzen Moment, wenn deine Gäste das erste Stück probieren und vor Begeisterung verstummen.
Hinter jedem perfekten Bissen steckt Thermodynamik. Fleisch besteht zu einem großen Teil aus Wasser, Proteinen und Fett. Ab einer bestimmten Temperatur verändern sich diese Strukturen. Bei Geflügel musst du eine Mindesttemperatur erreichen, um Salmonellen sicher abzutöten, ohne die Brust trocken werden zu lassen. Bei Rindfleisch hingegen entscheiden oft nur zwei Grad Celsius zwischen 'Medium Rare' und 'Medium'. Ein Kochthermometer gibt dir die volle Kontrolle über diese chemischen Prozesse. Du agierst nicht mehr nach Hoffnung, sondern nach harten Fakten. Das nimmt den Stress aus der Zubereitung, besonders wenn du für mehrere Personen kochst und gleichzeitig Beilagen jonglieren musst.
Vielleicht hast du noch das alte Analog-Thermometer deiner Großmutter im Kopf – ein rundes Zifferblatt mit einer Nadel, die sich mühsam bewegt. Diese Geräte haben zwar Charme, aber in der modernen Performance-Küche haben sie ausgedient. Analoge Thermometer arbeiten oft mit Bimetall-Federn, die sehr träge reagieren. Bis die Nadel den Endwert anzeigt, ist dein Steak oft schon zwei Grad weiter gegart. In einer Welt, in der Präzision über den Geschmack entscheidet, ist diese Verzögerung dein größter Feind. Zudem sind sie schwer abzulesen, wenn der Ofen beschlägt oder der Dampf aufsteigt. Wer will schon mit der Taschenlampe vor der Backofenscheibe hängen?
Digitale Kochthermometer hingegen nutzen Thermistoren oder Thermoelemente. Diese Sensoren reagieren fast instantan. Sobald die Spitze das Fleisch berührt, hast du das Ergebnis auf dem Display. Das ist besonders wichtig beim Kurzbraten oder beim Frittieren, wo die Temperatur des Öls innerhalb von Sekunden schwanken kann, wenn du neues Gargut hinzufügst. Ein digitaler Helfer warnt dich sofort, wenn die Hitze abfällt, damit dein Essen nicht fettig und labberig wird, sondern knusprig bleibt. Die Digitaltechnik erlaubt zudem Zusatzfunktionen wie Alarmtöne, die dich rufen, wenn die Zieltemperatur erreicht ist. Du kannst dich also entspannt um deine Gäste kümmern, während dein Thermometer die Wache übernimmt.
Ein weiterer entscheidender Vorteil der digitalen Varianten ist die Kalibrierungsfähigkeit. Viele hochwertige Modelle lassen sich in Eiswasser oder kochendem Wasser testen und nachjustieren. So stellst du sicher, dass 60 Grad auch wirklich 60 Grad sind. Analoge Modelle verstellen sich mit der Zeit oft durch Erschütterungen oder Hitzeeinwirkung dauerhaft und werden zum Schätzeisen. Wenn du Wert auf Konsistenz legst, führt kein Weg an der digitalen Präzision vorbei. Es ist eine Investition in Sicherheit und Geschmack, die sich schon beim ersten gelungenen Weihnachtsbraten bezahlt macht.
| Merkmal | Analoges Thermometer | Digitales Thermometer |
|---|---|---|
| Reaktionszeit | Langsam (bis zu 30 Sek.) | Sehr schnell (1-3 Sek.) |
| Genauigkeit | +/- 2-5 Grad | +/- 0,1-1 Grad |
| Lesbarkeit | Oft schwierig (Skala) | Sehr gut (LCD/LED) |
| Zusatzfunktionen | Keine | Alarm, Timer, App-Anbindung |
| Haltbarkeit | Robust, aber ungenau | Elektronisch, benötigt Batterien |
Beim Kauf eines Kochthermometers solltest du nicht einfach zum günstigsten Modell greifen. Das wichtigste Kriterium ist die Messgeschwindigkeit. Ein 'Instant-Read'-Thermometer sollte seinen Namen verdienen. Wenn du die Ofentür öffnest, entweicht jedes Mal massiv Hitze. Wenn dein Thermometer dann 10 Sekunden braucht, um sich einzupendeln, kühlt dein Garraum unnötig aus. Achte auf Modelle, die in unter 3 Sekunden einen stabilen Wert liefern. Das schont nicht nur deine Nerven, sondern auch die Energiebilanz deines Ofens und die Qualität deines Essens. Ein schneller Sensor ist das Herzstück jedes guten Thermometers.
Ein weiterer Punkt ist die Bauform. Es gibt Einstechthermometer für die schnelle Messung zwischendurch und Funk- oder kabelgebundene Thermometer, die während des gesamten Garvorgangs im Fleisch bleiben. Wenn du oft große Braten, Pulled Pork oder ganze Hähnchen zubereitest, ist ein Modell mit externem Fühler und hitzebeständigem Kabel ein Muss. Du steckst die Sonde am Anfang rein, schließt die Ofentür und überwachst die Temperatur auf einer Basisstation oder sogar auf deinem Smartphone. So musst du den Garprozess nie unterbrechen. Für Steaks in der Pfanne hingegen ist ein klappbares Einstechthermometer praktischer, da es handlicher ist und sofort einsatzbereit in der Schublade liegt.
Unterschätze niemals die Bedeutung der Sonden-Dicke. Eine dicke Sonde hinterlässt ein großes Loch, aus dem wertvoller Fleischsaft austritt. Profi-Modelle haben oft eine verjüngte Spitze (Nadelspitze), die kaum Spuren hinterlässt. Zudem sollte das Display beleuchtet sein. Klingt banal, aber wenn du abends am Grill stehst, wirst du für dieses Feature dankbar sein. Auch die Wasserfestigkeit ist ein Thema. In der Küche spritzt es, es dampft und manchmal fällt das Gerät ins Spülbecken. Ein IP-zertifiziertes Gehäuse schützt die empfindliche Elektronik vor dem vorzeitigen Tod durch Feuchtigkeit. Spar nicht an diesen Details, denn ein Thermometer, das nach drei Monaten den Geist aufgibt, ist teurer als ein einmaliger Kauf eines Qualitätsprodukts.
In der Welt der Küchenhelfer & utensilien gibt es mittlerweile komplett kabellose Sonden, die via Bluetooth mit deinem Handy kommunizieren. Das ist der Gipfel des Komforts, besonders bei Rotisserien (Drehspießen), wo Kabel sich nur verheddern würden. Allerdings haben diese Sonden oft einen dickeren Durchmesser, da die gesamte Technik und der Akku im Stiel sitzen müssen. Kabelgebundene Sonden sind meist dünner und oft hitzebeständiger für extrem hohe Temperaturen. Überlege dir genau, was du häufiger machst: Den Braten im Ofen überwachen oder das Steak auf dem Grill wenden. Im Idealfall hast du für beide Szenarien das passende Werkzeug parat.
Der größte Fehler passiert schon beim Einstechen: Du triffst den Knochen oder landest in einer Fettkapsel. Knochen leiten Hitze anders als Fleischgewebe, was zu völlig falschen Werten führt. Fett schmilzt und wird heißer als das Muskelfleisch. Um ein ehrliches Ergebnis zu bekommen, musst du die Spitze des Thermometers genau in die Mitte der dicksten Stelle des Fleisches platzieren, ohne dabei Knochen zu berühren. Schiebe die Sonde ruhig ein Stück weiter durch und ziehe sie langsam zurück – der niedrigste Wert, den du auf dem Display siehst, ist deine tatsächliche Kerntemperatur. Das ist der Punkt, an dem das Fleisch am wenigsten gegart ist.
Ein weiterer fataler Fehler ist das Ignorieren der Ruhephase. Fleisch gart nach! Wenn du dein Steak bei exakt 54 Grad aus der Pfanne nimmst und sofort anschneidest, verlierst du nicht nur den Saft, sondern die Temperatur steigt durch die Resthitze außen oft noch um 2 bis 4 Grad an. Das Ergebnis: Dein 'Medium Rare' wird plötzlich 'Medium'. Ein kluger Koch plant das ein. Nimm das Fleisch kurz vor dem Zielwert raus und lass es ruhen. Mit dem Kochthermometer kannst du diesen Anstieg während der Ruhephase perfekt beobachten. Erst wenn die Temperatur stagniert oder leicht sinkt, ist der ideale Zeitpunkt zum Servieren gekommen.
Fehler Nummer drei: Die falsche Reinigung. Viele denken, ein kurzes Abwischen mit dem Küchentuch reicht. Aber Vorsicht! Wenn du die Sonde in rohes Fleisch steckst und später wieder in das fast gare Fleisch, um zu prüfen, überträgst du Bakterien. Reinige die Sonde nach jeder Messung mit heißem Wasser und etwas Spülmittel oder einem Hygienetuch. Besonders bei Geflügel ist das lebenswichtig. Achte dabei darauf, dass bei kabelgebundenen Modellen kein Wasser in den Übergang zwischen Kabel und Sonde läuft, da dies die Elektronik kurzschließen kann. Ein sauberer Umgang mit deinem Werkzeug garantiert nicht nur Hygiene, sondern auch eine lange Lebensdauer des Geräts.
Wer ständig nervös alle zwei Minuten ins Fleisch sticht, macht aus seinem Filet ein Sieb. Jedes Loch ist eine Austrittsstelle für Saft. Nutze dein Kochthermometer strategisch. Wenn du weißt, dass ein Braten etwa eine Stunde braucht, miss das erste Mal nach 45 Minuten. So minimierst du die Verletzungen des Gewebes. Ein Thermometer ist ein Präzisionsinstrument, kein Dartpfeil. Mit ein wenig Erfahrung entwickelst du ein Gefühl dafür, wann der richtige Zeitpunkt für die Messung ist, und nutzt das Gerät nur noch zur finalen Bestätigung deiner Kochkunst.
Glaubst du, ein Kochthermometer ist nur für Sonntagsbraten da? Weit gefehlt. In einer gut ausgestatteten Küche ist es ein echter Allrounder. Denke an Hefe-Teig: Hefe ist eine Mimose. Ist das Wasser zu kalt, passiert nichts; ist es über 40 Grad warm, stirbst du die Hefekulturen ab und dein Teig geht nicht auf. Mit einem schnellen Check des Wassers oder der Milch stellst du sicher, dass deine Pizza oder dein Brot perfekt aufgeht. Auch beim Temperieren von Schokolade für glänzende Pralinen ist das Thermometer dein bester Freund. Schokolade muss auf das Grad genau erwärmt und wieder abgekühlt werden, damit sie diesen herrlichen Knack und Glanz bekommt.
Auch für Eltern ist ein Kochthermometer ein unverzichtbarer Küchenhelfer. Die Babyflasche oder der Brei müssen die perfekte Temperatur haben, damit sich das Kind nicht verbrennt, aber die Nahrung auch nicht zu kalt ist. Statt der ungenauen Handgelenk-Probe liefert das Thermometer in Sekunden Sicherheit. Sogar beim Teekochen für hochwertige grüne Tees, die bei genau 70 oder 80 Grad ziehen müssen, leistet es treue Dienste. Wenn du erst einmal eines besitzt, wirst du dich wundern, wie oft du es am Tag in die Hand nimmst. Es bringt eine wissenschaftliche Komponente in dein Kochen, die Fehlerquellen eliminiert und die Qualität deiner Ergebnisse massiv steigert.
Profi-Tipp für die Grillsaison: Nutze das Thermometer, um die Temperatur deines Grills indirekt zu prüfen, falls dein Deckelthermometer (die oft sehr ungenau sind) lügt. Lege die Sonde einfach auf den Rost (mit einer Halterung, damit sie nicht direkt aufliegt). Du wirst überrascht sein, wie groß der Unterschied zwischen der Anzeige oben im Deckel und der tatsächlichen Hitze direkt am Fleisch ist. Diese Erkenntnis allein wird deine Grill-Skills auf ein neues Level heben. Ein Kochthermometer ist das Upgrade für dein kulinarisches Selbstvertrauen.
Wer gerne Marmelade einkocht oder Karamell selbst herstellt, weiß, wie kritisch die Temperatur ist. Der 'Gelierpunkt' oder die verschiedenen Stadien von Zucker (weicher Ballen, harter Bruch) lassen sich optisch nur schwer unterscheiden. Ein digitales Kochthermometer nimmt hier das Raten aus der Gleichung. Du verhinderst, dass dein Karamell bitter wird oder deine Marmelade flüssig bleibt. Es ist das Werkzeug, das den Unterschied zwischen einem Hobbykoch und einem ambitionierten Patissier macht. Die Vielseitigkeit dieses kleinen Helfers ist schlichtweg beeindruckend.
Hand aufs Herz: Wenn du nur Tütensuppen aufwärmst oder Tiefkühlpizza isst, brauchst du kein Kochthermometer. Aber sobald du auch nur ein Minimum an Anspruch an dein Essen hast, ist es absolut unverzichtbar. Es ist die günstigste Methode, um deine Kochergebnisse sofort und spürbar zu verbessern. Du kannst das teuerste Fleisch der Welt kaufen – wenn du den Garpunkt verpasst, schmeckt es wie Pappe. Ein Kochthermometer schützt deine Investition in gute Lebensmittel und sorgt dafür, dass jeder Euro, den du beim Metzger ausgibst, auf dem Teller auch wirklich zur Geltung kommt.
Wenn du jemand bist, der gerne Gäste bewirtet, nimmt dir dieses Tool den enormen Druck. Du musst nicht mehr alle fünf Minuten nervös in die Küche rennen und den Braten anschneiden. Du stellst den Alarm ein, unterhältst dich entspannt mit deinen Freunden und weißt: Wenn es piept, ist das Essen perfekt. Diese Gelassenheit ist unbezahlbar. Für Grill-Fans, Hobby-Bäcker und Fleisch-Liebhaber ist es ohnehin ein Pflichtkauf. Es gibt kaum einen anderen Küchenhelfer, der für so wenig Geld einen so großen Hebel auf den Geschmack hat.
Zögere nicht länger und beende das Zeitalter des Ratens in deiner Küche. Ein hochwertiges Kochthermometer ist der Schlüssel zu saftigen Braten, perfekten Steaks und fluffigen Kuchen. Es ist ein Werkzeug für Macher, die Ergebnisse wollen und keine Ausreden. Wähle ein Modell, das zu deinen Gewohnheiten passt – ob schnell und handlich für die Pfanne oder smart und fernüberwacht für den Ofen. Dein Gaumen (und deine Gäste) werden es dir danken. Hol dir jetzt die Kontrolle über deine Küche zurück und erlebe, wie einfach Perfektion sein kann!
Weitere wichtige Informationen zum Thema
Die Reaktionszeit und die Messgenauigkeit sind die entscheidenden Qualitätsmerkmale, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Ein hochwertiges 'Instant-Read'-Thermometer sollte die Temperatur innerhalb von 2 bis 4 Sekunden final anzeigen. Dauert es länger, verändert sich die Temperatur des Garguts bereits wieder oder du verlierst unnötig Hitze im Ofen durch die geöffnete Tür. Achte auf eine Abweichung von maximal ±0,5 Grad Celsius.
Neben der Geschwindigkeit ist die Verarbeitung der Messsonde essenziell. Sie sollte dünn zulaufen, um das Fleisch so wenig wie möglich zu verletzen und den Saftaustritt zu minimieren. Für den Einsatz in der professionellen Küche oder am Grill empfiehlt sich zudem ein Gerät mit IP-Zertifizierung (wasserdicht), damit es auch Dampf und Spritzwasser übersteht. Ein beleuchtetes Display ist ein oft unterschätztes Feature, das dir bei abendlichen Grillpartys oder dunklen Backofen-Ecken enorm hilft. Wenn du 'Low & Slow'-Gerichte wie Pulled Pork zubereitest, greife lieber zu einem Modell mit hitzebeständigem Kabel und Alarmfunktion, statt zu einem reinen Einstichthermometer.
Der Messfühler muss exakt im geometrischen Zentrum, also der dicksten Stelle des Fleischstücks, platziert werden, ohne dabei Knochen oder große Fettaugen zu berühren. Knochen leiten Hitze besser als Fleisch und würden dir eine zu hohe Temperatur vorgaukeln, während Fett isolierend wirken kann. Bei dünnen Stücken wie Steaks oder Schnitzeln empfiehlt es sich daher, die Sonde seitlich in das Fleisch einzuführen, um sicherzustellen, dass der Sensor vollständig vom Gargut umschlossen ist.
Ein wichtiger physikalischer Aspekt ist das sogenannte 'Nachgaren' (Carry-over cooking). Nimm das Fleisch stets 2 bis 3 Grad vor Erreichen der Zieltemperatur von der Hitzequelle. Die Restwärme an der Oberfläche wandert während der Ruhephase noch ins Innere und lässt die Kerntemperatur weiter ansteigen. Ein gutes Kochthermometer hilft dir, diesen Punkt abzupassen. Kalibriere dein Gerät zudem regelmäßig – viele digitale Modelle bieten dafür eine Funktion, die du einfach mit Eiswasser (0 °C) überprüfen kannst, um dauerhafte Präzision zu gewährleisten.
Digitale Thermometer bieten eine deutlich höhere Präzision und Geschwindigkeit, während analoge Modelle oft robuster sind und ohne Batterien auskommen. Ein digitales Thermometer nutzt meist Thermoelemente oder NTC-Sensoren, die Temperaturschwankungen in Sekundenbruchteilen erfassen. Das ist unerlässlich für kurzgebratenes Fleisch wie Rinderfilet, wo wenige Grad den Unterschied zwischen 'Medium' und 'Well Done' ausmachen. Sie bieten zudem oft Zusatzfunktionen wie Hintergrundbeleuchtung oder Hold-Tasten.
Analoge Thermometer, oft Bimetall-Thermometer, reagieren träger und benötigen meist 15 bis 30 Sekunden für einen stabilen Wert. Ihr großer Vorteil liegt jedoch darin, dass viele Modelle hitzebeständig sind und während des gesamten Garprozesses im Braten verbleiben können (sogenannte 'Leave-in'-Thermometer). Sie eignen sich hervorragend für große Bratenstücke im Ofen, bei denen es nicht auf das Zehntelgrad ankommt. Für den modernen Küchenalltag und maximale Kontrolle ist die digitale Variante jedoch meist die überlegene Wahl, da sie das 'Einstechen und Hoffen' durch exakte Daten ersetzt.
Die Messsonde sollte sofort nach jeder Nutzung mit heißem Wasser und etwas Spülmittel oder einem Desinfektionstuch gereinigt werden, um Kreuzkontaminationen (z. B. Salmonellen bei Geflügel) zu verhindern. Das Gehäuse selbst, in dem die Elektronik sitzt, darf nur feucht abgewischt und niemals unter fließendes Wasser gehalten oder gar in die Spülmaschine gegeben werden – es sei denn, das Modell ist explizit als wasserdicht (z. B. IP67) gekennzeichnet. Die aggressive Chemie und die Hitze in der Spülmaschine zerstören Dichtungen und Sensoren binnen kürzester Zeit.
Bei Thermometern mit Kabelsonde für den Ofen ist besondere Vorsicht geboten: Das Kabel darf nicht geknickt oder in der Ofentür eingeklemmt werden, da dies zu Kabelbruch führt. Achte auch darauf, dass das Kabel (nicht die Sonde) keiner direkten Flamme beim Grillen ausgesetzt ist, da die Isolierung meist nur bis ca. 300 °C hitzebeständig ist. Lagere das Thermometer am besten in einer Schutzhülle oder an einem Magnetstreifen, um die empfindliche Spitze vor mechanischen Beschädigungen in der Schublade zu schützen.
Für Langzeit-Garmethoden und Technik-Begeisterte sind smarte Thermometer eine lohnende Investition, da sie eine lückenlose Überwachung ohne ständiges Öffnen des Ofens oder Grills ermöglichen. Diese Geräte senden die Temperaturdaten via Bluetooth oder WLAN direkt auf dein Smartphone. Der größte Vorteil ist die grafische Darstellung des Temperaturverlaufs und die Berechnung der voraussichtlichen Endzeit. Du siehst genau, wann das 'Plateau' (Stall-Phase) bei Pulled Pork überwunden ist, ohne vom Sofa aufzustehen.
Es gibt dabei zwei Hauptvarianten: Modelle mit Sendestation und Kabel sowie komplett kabellose Sonden (wie der 'Meater'), die ideal für Drehspieße (Rotisserie) sind, da sich kein Kabel verwickeln kann. Beachte jedoch beim Kauf, dass die Reichweite von Bluetooth durch dicke Ofenwände oder Grilldeckel eingeschränkt sein kann; WLAN-Modelle oder solche mit einem Repeater bieten hier mehr Stabilität. Für das schnelle Steak am Abend reicht ein einfaches Einstechthermometer, aber für den Sonntagsbraten oder Long-Jobs im Smoker ist die App-Anbindung ein massiver Komfortgewinn.

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Gründer von eat-vegan.de & Experte für pflanzliche Kulinarik. Mario verbindet 4 Jahre Erfahrung in der veganen Küche mit der Leidenschaft für nachhaltigen Genuss. Als Rezeptentwickler und Food-Autor zeigt er, dass vegane Ernährung nicht Verzicht, sondern Vielfalt bedeutet. Sein Fokus liegt auf alltagstauglichen Rezepten, die auch ohne Ersatzprodukte überzeugen. Man muss aber auch sagen dass er auch gerne Rezepte über Fleisch und ähnliches erstellt. Siehe dafür seinen Blog www.pastaweb.de