Erlebe den beliebten Aperitif Hugo in einer rein pflanzlichen Variante. Dieses Rezept zeigt dir, wie du den erfrischenden Cocktail mit veganem Prosecco, Holunderblütensirup und frischer Minze ganz einfach selbst mixt.

Der Hugo ist der Inbegriff eines leichten, spritzigen Sommer-Aperitifs. Seine Kombination aus floralem Holunderblütensirup, belebender Minze und prickelndem Prosecco macht ihn zum perfekten Begleiter für laue Abende, Gartenpartys oder als erfrischender Start in ein festliches Menü. Lange Zeit war für Veganer unklar, ob sie diesen Klassiker genießen können, da viele Weine und Schaumweine mit tierischen Produkten geklärt werden.
Dieses Rezept löst das Problem und zeigt, wie einfach ein 100% veganer Hugo gelingt. Der Schlüssel liegt in der Auswahl eines explizit als vegan gekennzeichneten Proseccos oder Sekts. Geschmacklich steht die pflanzliche Variante dem Original in nichts nach – sie ist genauso erfrischend, aromatisch und elegant.
Wir bauen den Drink direkt im Glas, was die Zubereitung besonders unkompliziert macht. In nur wenigen Minuten zauberst du vier perfekte Gläser dieses köstlichen Cocktails, ideal, um mit Freunden anzustoßen. Folge einfach unserer Anleitung für den perfekten veganen Hugo-Genuss.
Stell dir einen lauen Sommerabend vor. Die Sonne taucht den Himmel in warme Farben, eine sanfte Brise weht durch den Garten und das Zirpen der Grillen untermalt die entspannte Atmosphäre. Was könnte diesen perfekten Moment besser abrunden als ein eiskaltes, prickelndes Getränk in der Hand? Für mich gibt es da nur eine Antwort: ein perfekt zubereiteter Hugo. Dieser Cocktail ist für mich die Essenz des Sommers – leicht, unbeschwert und unglaublich erfrischend. Ich erinnere mich noch genau an meinen ersten Hugo in einem kleinen Café in Südtirol. Die Kombination aus floralem Holunder, spritziger Limette und belebender Minze war eine Offenbarung. Als ich einige Jahre später meine Ernährung auf rein pflanzlich umstellte, kam die große Frage auf: Ist mein geliebter Sommerdrink überhaupt vegan? Die Antwort war leider nicht so einfach, denn viele Weine und Schaumweine werden mit tierischen Produkten geklärt. Doch aufgeben kam nicht in Frage! Nach einiger Recherche und dem Ausprobieren verschiedener Produkte habe ich das perfekte Rezept für einen veganer Hugo Cocktail entwickelt, das dem Original in nichts nachsteht. Es ist der Beweis, dass Genuss und eine bewusste, pflanzliche Lebensweise Hand in Hand gehen können. Dieses Rezept ist nicht nur für überzeugte Veganer gedacht. Es ist für alle, die einen unkomplizierten, aber eleganten Aperitif für Gäste zaubern möchten, für Paare, die einen besonderen Moment auf dem Balkon feiern, oder einfach für dich, wenn du dir nach einem langen Tag eine spritzige Belohnung gönnen möchtest. Es ist ein Getränk, das Menschen zusammenbringt und sofort gute Laune verbreitet.
Obwohl der Hugo sich anfühlt, als wäre er schon immer ein fester Bestandteil der europäischen Sommerkultur gewesen, ist seine Geschichte erstaunlich jung. Seine Wurzeln hat der beliebte Aperitif nicht etwa in einer mondänen Metropole, sondern in der malerischen Alpenregion Südtirols. Erfunden wurde er im Jahr 2005 von dem Barkeeper Roland Gruber in Naturns. Seine Vision war es, eine leichtere, blumigere Alternative zum damals allgegenwärtigen Aperol Spritz zu schaffen. Interessanterweise enthielt das Originalrezept von Gruber gar keinen Holunderblütensirup, sondern den Sirup von Zitronenmelisse, einem Kraut, das in den Gärten der Region weit verbreitet ist. Dazu kamen Prosecco, ein Spritzer Sodawasser und frische Minze. Da Zitronenmelissensirup jedoch industriell kaum verfügbar war, setzte sich schnell der geschmacklich ähnliche, aber deutlich bekanntere und leichter erhältliche Holunderblütensirup durch. Diese kleine Abwandlung war der Schlüssel zum internationalen Erfolg. Der Name „Hugo“ selbst ist übrigens ein kleines Mysterium; Gruber wählte ihn wohl eher zufällig, weil er ihm gefiel. Von Südtirol aus trat der Hugo seinen Siegeszug an und eroberte die Bars und Terrassen in Österreich, Deutschland und der Schweiz im Sturm. Heute ist er ein Symbol für alpinen Lifestyle und die italienische „Dolce Vita“ – ein moderner Klassiker, der aus den Getränkekarten nicht mehr wegzudenken ist.
Ein herausragender Cocktail steht und fällt mit der Qualität seiner Zutaten. Beim veganen Hugo ist das nicht anders. Jede Komponente spielt eine entscheidende Rolle für das harmonische Gesamtbild. Lassen Sie uns die Hauptdarsteller genauer unter die Lupe nehmen.
Der wichtigste Bestandteil und die größte Hürde für einen rein pflanzlichen Genuss ist der Prosecco. Viele wissen nicht, dass bei der Weinherstellung oft tierische Klärmittel wie Gelatine (aus Knochen), Hausenblase (von Fischen), Kasein (Milcheiweiß) oder Eiklar verwendet werden, um Trübstoffe zu binden. Diese Stoffe werden zwar wieder entfernt, doch der Wein kommt mit ihnen in Kontakt und ist somit nicht mehr vegan. Glücklicherweise gibt es immer mehr Winzer, die auf alternative, pflanzliche Klärmittel (z.B. aus Erbsenprotein) oder die natürliche Sedimentation setzen. Achten Sie beim Kauf explizit auf ein Vegan-Label oder eine entsprechende Kennzeichnung auf dem Etikett. Qualitativ sollten Sie zu einem Prosecco Spumante (höherer Kohlensäuredruck) greifen, da er dem Drink eine langanhaltende, feine Perlage verleiht. Ein Prosecco Frizzante ist weniger spritzig und lässt den Cocktail schneller schal wirken.
Der Sirup verleiht dem Hugo sein charakteristisches, süßlich-florales Aroma, das an blühende Wiesen im Frühsommer erinnert. Hier gibt es enorme Qualitätsunterschiede. Günstige Produkte sind oft überzuckert und schmecken künstlich. Investieren Sie in einen hochwertigen Sirup mit hohem Blütenanteil oder stellen Sie ihn im Frühling einfach selbst her. Ein guter Sirup hat eine ausgewogene Süße und ein intensives, natürliches Holunderblütenaroma, das nicht von künstlichen Noten überdeckt wird.
Die Minze sorgt für den Frischekick und ein wunderbares Aroma. Am besten eignet sich die Marokkanische Minze (Nana-Minze) oder eine spezielle Mojito-Minze, da diese besonders aromatisch und weniger scharf als Pfefferminze sind. Achten Sie auf frische, saftig grüne Blätter ohne braune Stellen. Der Duft sollte beim leichten Reiben der Blätter sofort intensiv in die Nase steigen.
Ohne die Säure der Limette wäre der Hugo zu süß und eindimensional. Sie schneidet durch die Süße des Sirups und hebt die anderen Aromen hervor. Verwenden Sie unbedingt Bio-Limetten, da wir oft auch Scheiben mit Schale als Garnitur ins Glas geben. Konventionell angebaute Zitrusfrüchte sind häufig mit Pestiziden und Wachsen behandelt, die wir nicht im Getränk haben möchten. Eine frische Limette erkennen Sie an ihrer prallen, glänzenden Schale und daran, dass sie bei leichtem Druck etwas nachgibt.
Min.Einfach

Einen Hugo zu mixen, scheint auf den ersten Blick kinderleicht. Und das ist es auch! Doch mit ein paar professionellen Kniffen heben Sie Ihren selbstgemachten Drink von „gut“ auf „absolut fantastisch“. Es sind die kleinen Details, die den großen Unterschied machen und dafür sorgen, dass Ihr veganer Hugo Cocktail genauso gut schmeckt wie in einer erstklassigen Bar.
Ein Hugo wird nicht geschüttelt oder gerührt, sondern „gebaut“, also direkt im Glas zubereitet. Die Reihenfolge der Zutaten ist dabei entscheidend, um die Aromen optimal zu entfalten und die Kohlensäure zu schonen. Beginnen Sie immer mit der Minze und den Limettenspalten im Glas. Geben Sie dann den Holunderblütensirup darüber. So können sich die Aromen bereits leicht verbinden. Füllen Sie das Glas großzügig mit Eiswürfeln auf. Gießen Sie nun langsam den gut gekühlten veganen Prosecco an. Zum Schluss toppen Sie das Ganze mit einem Schuss Mineralwasser. Durch diese Reihenfolge vermischen sich die Zutaten sanft von selbst, ohne dass die wertvolle Kohlensäure durch starkes Rühren verloren geht.
Dies ist vielleicht der wichtigste Tipp von allen und ein häufiger Fehler bei der Zubereitung. Viele neigen dazu, die Minze mit einem Stößel zu zerdrücken (muddling), um das Aroma freizusetzen. Beim Hugo ist das kontraproduktiv! Durch das Zerdrücken werden die Blätter verletzt und setzen bitteres Chlorophyll frei, das den Drink unangenehm grasig schmecken lässt. Die elegante Methode: Nehmen Sie die Minzblätter in eine Hand und klatschen Sie mit der anderen einmal kräftig darauf. Durch diesen leichten „Schock“ platzen die Zellen auf der Blattoberfläche und geben ihre wunderbaren ätherischen Öle frei, ohne die bitteren Stoffe freizusetzen. Das Ergebnis ist ein reines, frisches Minzaroma.
Ein Hugo muss eiskalt sein, um seine volle erfrischende Wirkung zu entfalten. Das bedeutet, dass nicht nur die Eiswürfel für Kälte sorgen sollten. Lagern Sie den Prosecco, das Mineralwasser und sogar den Holunderblütensirup vor der Zubereitung im Kühlschrank. Ein weiterer Profi-Tipp ist, auch die Gläser vorzukühlen. Füllen Sie sie einfach für ein paar Minuten mit Eiswasser oder legen Sie sie kurz ins Gefrierfach. Ein durchgehend gekühltes Getränk sorgt dafür, dass die Eiswürfel langsamer schmelzen und der Cocktail nicht verwässert, sondern bis zum letzten Schluck spritzig und aromatisch bleibt.
Servieren Sie den Hugo in einem großen Weinglas, idealerweise einem bauchigen Burgunderglas. Dieses bietet genügend Platz für Eis, Flüssigkeit und Garnitur und, was noch wichtiger ist, es lässt die Aromen von Minze und Holunder zirkulieren und zur Nase aufsteigen. Verzichten Sie auf kleine Gläser, in denen der Drink gequetscht wirkt. Auch die Qualität des Eises spielt eine Rolle. Verwenden Sie möglichst große, klare Eiswürfel. Sie schmelzen langsamer als kleines Crushed Ice und kühlen effektiver, ohne den Drink schnell wässrig zu machen.
Das klassische Rezept für den veganen Hugo Cocktail ist bereits ein Gedicht, aber es lädt auch wunderbar zum Experimentieren ein. Mit wenigen Handgriffen können Sie den Drink an Ihre Vorlieben, die Saison oder einen besonderen Anlass anpassen.
Die wohl wichtigste Variante ist die alkoholfreie Version, perfekt für Fahrer, Schwangere oder einfach für den Genuss am Nachmittag. Ersetzen Sie den veganen Prosecco einfach durch einen guten, ebenfalls veganen, alkoholfreien Sekt. Alternativ funktioniert auch eine Mischung aus stark sprudelndem Mineralwasser und einem Schuss Tonic Water, das eine leicht herbe Note mitbringt. Alle anderen Zutaten bleiben gleich. So entsteht ein köstlicher Mocktail, der dem Original in Sachen Erfrischung in nichts nachsteht.
Verleihen Sie Ihrem Hugo eine fruchtige Note, indem Sie frische Beeren hinzufügen. Ein paar Himbeeren oder halbierte Erdbeeren sehen nicht nur wunderschön im Glas aus, sondern geben auch ein feines Aroma ab. Ein kleiner Schuss Rhabarbersaft oder Grapefruitsaft kann ebenfalls für eine spannende, leicht säuerliche Komponente sorgen. Für eine exotischere Variante können Sie einige Passionsfruchtkerne ins Glas geben.
Wer es gerne etwas herber und komplexer mag, kann mit anderen Kräutern experimentieren. Tauschen Sie die Minze gegen Zitronenmelisse aus, um sich dem Originalrezept von Roland Gruber anzunähern. Auch ein Zweig Rosmarin oder einige Blätter Basilikum harmonieren erstaunlich gut mit dem Holunderblütensirup und verleihen dem Drink eine mediterrane, würzige Tiefe.
Wenn der Hugo für Sie mehr als nur ein leichter Aperitif sein soll, können Sie ihn mit einem Schuss Gin aufwerten. Geben Sie etwa 2 cl eines floralen Gins (wie Hendrick's oder The Duke) zusammen mit dem Sirup ins Glas. Der Gin unterstreicht die blumigen Noten und verleiht dem Cocktail mehr Komplexität und natürlich auch mehr Alkoholgehalt.
Ein Cocktail ist in erster Linie ein Genussmittel und kein Gesundheitsgetränk. Dennoch ist es interessant, den veganen Hugo im Kontext zu betrachten. Im Vergleich zu schweren, sahnigen Cocktails wie einer Piña Colada oder einem White Russian ist der Hugo eine deutlich leichtere und kalorienärmere Wahl. Die Hauptkalorienquellen sind der Alkohol im Prosecco und der Zucker im Holunderblütensirup. Ein Glas hat im Durchschnitt etwa 150 bis 180 Kalorien. Wer Kalorien sparen möchte, kann einen trockeneren Prosecco (Brut) verwenden und die Sirupmenge etwas reduzieren. Die frischen Zutaten bringen sogar kleine gesundheitliche Vorteile mit: Die Minze ist bekannt für ihre verdauungsfördernde Wirkung und die Limette liefert eine Dosis Vitamin C. Da dieses Rezept rein pflanzlich ist, eignet es sich für eine vegane Ernährung. Es ist zudem von Natur aus laktosefrei und, sofern der verwendete Prosecco entsprechend deklariert ist, auch glutenfrei. Genießen Sie ihn bewusst als das, was er ist: eine erfrischende, köstliche Belohnung.
Ein frischer, spritziger Cocktail wie der Hugo lebt von seiner unmittelbaren Zubereitung. Er kann nicht im Voraus gemischt und aufbewahrt werden, da die Kohlensäure innerhalb kürzester Zeit entweichen würde und die frische Minze an Aroma verlöre. Das Ergebnis wäre ein schales, enttäuschendes Getränk. Einfrieren ist ebenfalls keine Option. Was Sie jedoch tun können, ist eine Art „Mise en Place“ vorzubereiten, besonders wenn Sie Gäste erwarten. Dies macht die Zubereitung vor Ort blitzschnell und stressfrei. Waschen und trocknen Sie die Minze und zupfen Sie die Blätter ab. Schneiden Sie die Limetten in Spalten oder Scheiben. Stellen Sie sicher, dass Prosecco, Mineralwasser und Sirup gut gekühlt sind. Füllen Sie Ihre Eiswürfelbehälter auf. Wenn Ihre Gäste eintreffen, haben Sie alle Komponenten griffbereit und können in wenigen Sekunden pro Glas einen perfekten, frisch zubereiteten veganen Hugo servieren.
Als klassischer Aperitif ist der Hugo dazu gedacht, den Appetit anzuregen und auf ein Essen einzustimmen. Seine leichte, nicht zu süße Art macht ihn zum perfekten Begleiter für eine Vielzahl von leichten Speisen und Snacks. Er harmoniert wunderbar mit salzigen und mediterranen Kleinigkeiten. Denken Sie an eine Schale mit gemischten Oliven, knusprige Grissini, Bruschetta mit frischen Tomaten und Basilikum oder einen leichten Sommersalat. Auch zu veganen Käsealternativen, besonders zu solchen, die an Feta oder Ziegenkäse erinnern, passt seine blumige Frische hervorragend. Im Rahmen eines Menüs ist der veganer Hugo Cocktail der ideale Start für ein italienisches Abendessen oder ein sommerliches Barbecue. Er überdeckt nicht den Gaumen, sondern reinigt ihn und macht Lust auf mehr. Natürlich ist er auch ohne Speisen ein wunderbarer Solist für gesellige Runden auf der Terrasse oder als feierlicher Drink zum Anstoßen bei besonderen Anlässen.
Der vegane Hugo Cocktail ist mehr als nur ein Trendgetränk. Er ist ein Ausdruck von sommerlicher Lebensfreude, Eleganz und unkompliziertem Genuss. Dieses Rezept beweist eindrucksvoll, dass eine pflanzliche Ernährung keinerlei Verzicht bedeutet, schon gar nicht bei klassischen Cocktails. Mit der richtigen Auswahl an Zutaten, insbesondere einem als vegan gekennzeichneten Prosecco, zaubern Sie im Handumdrehen einen Drink, der frisch, aromatisch und wunderbar ausgewogen ist. Er ist der perfekte Aperitif für Gäste, der Star jeder Gartenparty und die wohlverdiente Erfrischung nach einem langen Tag. Ich kann Sie nur ermutigen: Probieren Sie dieses einfache Rezept aus und holen Sie sich ein Stück Südtiroler Dolce Vita nach Hause. Sie werden begeistert sein! Was ist Ihr liebster Sommer-Cocktail? Teilen Sie Ihre Favoriten und Ihre Erfahrungen mit diesem Rezept in den Kommentaren!