Ah, die Kichererbse! Für mich ist sie der unbesungene Held in der Vorratskammer. Kaum eine Zutat ist so vielseitig, nahrhaft und dabei so herrlich unkompliziert. Ob als cremiger Hummus, knuspriger Sna...

Wenn du mich nach einer Zutat fragst, die in keiner veganen Küche fehlen darf, dann ist meine Antwort klar: die Kichererbse. Dieses kleine, unscheinbare Kraftpaket ist ein wahrer Verwandlungskünstler. Aber was genau ist sie eigentlich? Die Kichererbse, botanisch Cicer arietinum, ist eine Hülsenfrucht und eine der ältesten kultivierten Pflanzen der Welt. Ihre Spuren lassen sich über 7.000 Jahre bis in den Nahen Osten zurückverfolgen, wo sie schon damals ein Grundnahrungsmittel war. Kein Wunder, dass sie heute in so vielen Küchen rund um den Globus zu Hause ist – von Indien über den Mittelmeerraum bis nach Lateinamerika.
Es gibt hauptsächlich zwei Sorten, die du kennen solltest. Die bei uns am weitesten verbreitete ist die „Kabuli“-Kichererbse. Sie ist größer, hat eine hellbeige Farbe und eine dünne Schale. Das ist die Sorte, die du meistens in Dosen oder getrocknet im Supermarkt findest. Die zweite Sorte, „Desi“, ist kleiner, dunkler und hat eine rauere Schale. Sie wird oft zu Kichererbsenmehl (auch bekannt als Besan oder Gram-Mehl) verarbeitet, eine fantastische glutenfreie Alternative zum Backen und Binden.
Und wie schmecken sie? Ich würde ihr Geschmacksprofil als nussig, leicht buttrig und mit einer dezent erdigen Note beschreiben. Gekocht haben sie eine wunderbar cremige, fast schon mehlige Textur, die sich perfekt für Pürees und Dips eignet. Gleichzeitig behalten sie aber genug Biss, um in Salaten oder Eintöpfen eine tolle Figur zu machen. Diese Vielseitigkeit im Geschmack und in der Textur ist es, was die Kichererbse für mich so genial macht.
Kichererbsen sind nicht nur lecker, sie sind auch ein echtes Nährstoffwunder. Gerade in der pflanzlichen Ernährung spielen sie eine wichtige Rolle als Lieferant für wertvolle Inhaltsstoffe. Sie machen lange satt, liefern stabile Energie und unterstützen den Körper auf vielfältige Weise. Schauen wir uns das mal genauer an.
| Nährwert | pro 100g (gekocht) |
|---|---|
| Kalorien | ca. 164 kcal |
| Protein | ca. 8.9 g |
| Kohlenhydrate | ca. 27.4 g |
| davon Ballaststoffe | ca. 7.6 g |
| Fett | ca. 2.6 g |
| Eisen | ca. 2.9 mg |
| Magnesium | ca. 48 mg |
Was bedeuten diese Zahlen für dich und deine Gesundheit? Hier sind einige der wichtigsten Vorteile:
Jetzt kommen wir zu meinem Lieblingsteil: dem Kochen! Wo fängt man bei der Vielseitigkeit der Kichererbse überhaupt an? Sie ist der Star in so vielen ikonischen Gerichten. Denk nur an cremigen, selbstgemachten Hummus oder knusprig frittierte Falafel-Bällchen. Das sind die Klassiker, die jeder liebt und die ohne Kichererbsen undenkbar wären.
Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Ich liebe es, ganze Kichererbsen in Currys zu verwenden, wie zum Beispiel in einem würzigen Chana Masala. Sie nehmen die Aromen der Gewürze wunderbar auf und geben dem Gericht eine sättigende Substanz. Auch in Eintöpfen und Suppen sind sie eine fantastische Einlage. Ein einfacher Gemüseeintopf wird durch eine Handvoll Kichererbsen sofort aufgewertet und proteinreicher.
Eine meiner liebsten Entdeckungen der letzten Jahre? Geröstete Kichererbsen! Einfach die gekochten Kichererbsen mit etwas Öl und deinen Lieblingsgewürzen (ich nehme gern Paprika, Kreuzkümmel und eine Prise Chili) mischen und im Ofen backen, bis sie goldbraun und knusprig sind. Ein perfekter, gesunder Snack für den Filmabend oder als knuspriges Topping für Salate und Bowls. Apropos Salate: Ein einfacher grüner Salat wird mit Kichererbsen, Gurke, Tomate und einem leichten Zitronen-Dressing zu einer vollwertigen Mahlzeit.
Und dann gibt es da noch dieses kleine Wunder namens Aquafaba. Das ist die Flüssigkeit aus der Kichererbsendose, die die meisten Leute einfach wegschütten. Tu das nicht! Dieses unscheinbare Wasser lässt sich mit einem Handmixer aufschlagen wie Eischnee. Du kannst damit vegane Mousse au Chocolat, Baiser, Macarons oder sogar Mayonnaise herstellen. Es ist eine absolute Revolution in der veganen Patisserie und Küche.
Im Supermarkt stehst du meist vor der Wahl: getrocknete Kichererbsen oder die vorgekochte Variante in der Dose oder im Glas. Was ist besser? Das kommt ganz darauf an. Dosenkichererbsen sind unglaublich praktisch. Du musst sie nur abspülen und kannst sie sofort verwenden. Perfekt für