Rezepte mit Lasagneplatten

Ah, Lasagne! Wer liebt sie nicht, diese wunderbar geschichtete Köstlichkeit aus dem Ofen? Für mich sind Lasagneplatten mehr als nur Nudeln – sie sind das Fundament für eines der ultimativen Wohlfühlge...

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Lasagneplatten

Was sind Lasagneplatten?

Lasagneplatten sind im Grunde genommen einfach sehr große, flache Nudelblätter. Traditionell werden sie aus Hartweizengrieß, Wasser und manchmal auch Eiern hergestellt. Als Veganer greifen wir natürlich zur Variante ohne Ei, die glücklicherweise in den meisten Supermärkten der Standard bei den getrockneten Platten ist. Der Name „Lasagne“ leitet sich übrigens vom griechischen „Laganon“ ab, was eine der ersten bekannten Nudelformen beschreibt – ein flacher Teigfladen, der in Streifen geschnitten wurde. Die Römer haben diese Idee dann übernommen und weiterentwickelt.

Das Tolle an Lasagneplatten ist ihr neutraler Geschmack. Sie sind wie eine leere Leinwand für den Koch. Sie nehmen bereitwillig die Aromen der Soßen und Füllungen auf, mit denen sie geschichtet werden. Ihre Hauptaufgabe ist es, Struktur zu geben und die verschiedenen Komponenten – sei es eine reichhaltige Bolognese, eine cremige Béchamel oder geschichtetes Gemüse – zu einem harmonischen Ganzen zu verbinden. Ob mit glattem oder gewelltem Rand, sie sind das Herzstück eines jeden Auflaufs, der diesen Namen trägt.

Nährwerte und gesundheitliche Vorteile

Lasagneplatten, insbesondere die aus Hartweizengrieß, sind eine solide Kohlenhydratquelle, die uns langanhaltende Energie liefert. Werfen wir mal einen Blick auf die durchschnittlichen Nährwerte von getrockneten, eifreien Platten.

Nährwert pro 100g (ungekocht)
Energie ca. 350 kcal
Kohlenhydrate ca. 72 g
davon Zucker ca. 3 g
Eiweiß ca. 12 g
Fett ca. 1.5 g
Ballaststoffe ca. 3 g

Abgesehen von den reinen Zahlen bieten Lasagneplatten auch einige Vorteile, besonders in der pflanzlichen Ernährung:

  • Sättigende Grundlage: Die komplexen Kohlenhydrate sorgen für eine langanhaltende Sättigung und verhindern Heißhungerattacken.
  • Energielieferant: Sie sind perfekt, um die Energiespeicher wieder aufzufüllen, sei es nach dem Sport oder einem langen Arbeitstag.
  • Vollkorn-Option: Wenn du zu Vollkorn-Lasagneplatten greifst, erhöhst du den Ballaststoffgehalt deiner Mahlzeit erheblich. Das freut die Verdauung und sättigt noch besser.
  • Träger für Nährstoffe: Eine vegane Lasagne ist die perfekte Gelegenheit, Unmengen an Gemüse, Linsen, Bohnen und Kräutern zu verstecken. Die Nudelplatten machen aus einer einfachen Gemüsepfanne ein Festmahl.

Lasagneplatten in der veganen Küche

Die offensichtlichste Antwort ist natürlich: für Lasagne! Aber was für eine? Die Möglichkeiten sind schier endlos und gehen weit über die klassische Linsenbolognese hinaus. Ich liebe es, mit den Jahreszeiten zu kochen. Im Herbst gibt es eine Kürbis-Lasagne mit Salbei und einer Béchamel aus Cashewkernen. Im Frühling schichte ich grünen Spargel, Erbsen und eine helle Soße mit veganem Feta. Deiner Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Denk an Kombinationen wie:

  • Gemüselasagne: Mit Zucchini, Aubergine, Paprika und einer reichhaltigen Tomatensoße. Ein Tipp von mir: Das Gemüse vorher anbraten oder grillen, damit es Aroma entwickelt und nicht zu viel Wasser in der Lasagne abgibt.
  • Spinat-Ricotta-Lasagne: Mit einer Füllung aus Spinat und selbstgemachtem veganen Ricotta aus Tofu oder Mandeln. Ein Hauch Muskatnuss darf hier nicht fehlen!
  • Pilz-Lasagne: Eine erdige Variante mit verschiedenen Pilzsorten, Thymian und einer cremigen, weißen Soße.
  • Deconstructed Lasagna: Wenn es mal schnell gehen muss, breche ich die Platten einfach in grobe Stücke und koche sie wie normale Nudeln. Dann mische ich sie mit einer schnellen Soße und etwas veganem Parmesan – fertig ist die „zerlegte“ Lasagne.

Lasagneplatten sind auch fantastisch für die Zubereitung von Cannelloni-ähnlichen Rollen. Einfach die Platten kurz blanchieren, damit sie biegsam werden, mit einer Füllung bestreichen, aufrollen, in eine Auflaufform legen und mit Soße und veganem Käse überbacken. Funktioniert wunderbar!

Einkauf und Lagerung

Beim Einkauf von Lasagneplatten für die vegane Küche gibt es eigentlich nur einen wichtigen Punkt: der Blick auf die Zutatenliste. Die meisten getrockneten Platten im Pappkarton bestehen nur aus Hartweizengrieß und Wasser und sind somit vegan. Vorsicht ist bei frischen Nudelplatten aus dem Kühlregal geboten, da diese fast immer Ei enthalten. Es gibt aber auch hier immer mehr explizit vegane Frischteig-Alternativen.

Achte auch auf den Hinweis „ohne Vorkochen“ oder „no pre-cooking“. Diese Platten sind etwas dünner und so konzipiert, dass sie die Flüssigkeit aus der Soße aufnehmen und direkt im Ofen garen. Das spart einen Arbeitsschritt, erfordert aber auch eine etwas flüssigere Soße.

Die Lagerung ist denkbar einfach. Bewahre die Packung an einem kühlen, trockenen und dunklen Ort auf, zum Beispiel im Vorratsschrank. Einmal geöffnet, solltest du die restlichen Platten am besten in einem luftdichten Behälter aufbewahren. So sind sie vor Feuchtigkeit und Fremdgerüchen geschützt und halten sich praktisch ewig – oder zumindest bis zum nächsten Lasagne-Heißhunger.

Tipps für die Zubereitung

Über die Jahre habe ich unzählige Lasagnen geschichtet und dabei ein paar Tricks gelernt, die ich gerne mit dir teile, damit deine nächste vegane Lasagne garantiert gelingt.

  • Die Soßenkonsistenz ist alles: Das ist vielleicht der wichtigste Punkt. Ist deine Soße zu dick, werden die Nudelplatten nicht richtig gar. Ist sie zu wässrig, schwimmt am Ende alles und die Lasagne hat keinen Halt. Die perfekte Konsistenz ist wie die einer leicht flüssigen Suppe. Die Nudeln saugen beim Garen einen Teil der Flüssigkeit auf.
  • Vorkochen – ja oder nein? Auch wenn auf der Packung „ohne Vorkochen“ steht, hat sich für mich ein kurzer Trick bewährt: Ich lege die Platten für ein bis zwei Minuten in heißes (nicht kochendes!) Wasser. Dadurch werden sie etwas flexibler und der Garprozess im Ofen wird zuverlässiger. Das verhindert harte Kanten.
  • Die erste Schicht: Beginne immer mit einer dünnen Schicht Soße auf dem Boden der Auflaufform. Niemals mit den Nudelplatten! Das verhindert, dass die unterste Schicht am Boden anklebt und trocken wird.
  • Die Kunst des Schichtens: Wechsle die Richtung der Platten bei jeder Schicht (einmal längs, einmal quer). Das gibt der Lasagne mehr Stabilität und sie lässt sich später besser schneiden.
  • Geduld nach dem Backen: Ich weiß, es ist schwer. Der Duft ist betörend und der Hunger groß. Aber gib der Lasagne nach dem Backen mindestens 15-20 Minuten Zeit, sich zu setzen. Wenn du sie sofort anschneidest, zerfällt sie. Diese Ruhezeit ist das Geheimnis für perfekte Stücke.
  • Gegen trockene Ränder: Achte darauf, dass die oberste Nudelschicht komplett mit