Wer kennt es nicht? Der erste Kaffee am Morgen, das cremige Porridge oder der Smoothie nach dem Sport. Pflanzenmilch ist aus meiner Küche nicht mehr wegzudenken. Sie ist so unglaublich vielseitig und ...

Pflanzenmilch, oder wie sie im Handel aus rechtlichen Gründen meist genannt wird, „Pflanzendrink“, ist eine wunderbare, rein pflanzliche Alternative zu Kuhmilch. Im Grunde ist es ein wässriger Auszug aus verschiedenen pflanzlichen Rohstoffen. Die Herstellung ist im Prinzip immer ähnlich: Getreide, Hülsenfrüchte oder Nüsse werden eingeweicht, mit Wasser fein püriert und anschließend gefiltert, um die festen Bestandteile von der Flüssigkeit zu trennen. Das Ergebnis ist eine milchähnliche Flüssigkeit, die je nach Basis ganz unterschiedlich schmeckt und sich auch anders verhält.
Die Idee ist übrigens alles andere als neu. Mandelmilch zum Beispiel war schon im Mittelalter eine beliebte Zutat, da sie im Gegensatz zu Kuhmilch nicht gekühlt werden musste und auch während der Fastenzeit erlaubt war. Heute ist die Vielfalt schier grenzenlos. Zu den bekanntesten Sorten gehören:
Die Nährwerte von Pflanzenmilch können stark variieren, je nach Sorte, Hersteller und ob Zucker oder Vitamine zugesetzt wurden. Als Beispiel dient hier ein durchschnittlicher, ungesüßter Haferdrink, da er zu den beliebtesten Alternativen zählt.
| Nährwert | pro 100 ml |
|---|---|
| Energie | ca. 45 kcal |
| Fett | ca. 1,5 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | ca. 0,2 g |
| Kohlenhydrate | ca. 6,5 g |
| davon Zucker | ca. 4,0 g (natürlicher Zucker aus dem Hafer) |
| Ballaststoffe | ca. 0,8 g |
| Eiweiß | ca. 0,5 g |
Über die reinen Zahlen hinaus bieten Pflanzendrinks einige tolle Vorteile, besonders in der veganen Ernährung:
Hier schlägt das Herz eines jeden Kochs höher! Pflanzenmilch ist so viel mehr als nur ein Schuss im Kaffee. Ich nutze sie täglich und entdecke immer wieder neue Möglichkeiten. Im Grunde kannst du sie fast überall einsetzen, wo du sonst Kuhmilch verwenden würdest, musst aber ihre jeweiligen Eigenschaften kennen.
Für den perfekten Milchschaum im Cappuccino schwöre ich auf Hafer- oder Sojadrinks in der „Barista-Edition“. Sie haben einen etwas höheren Fett- und Proteingehalt, der für einen stabilen, cremigen Schaum sorgt. Ein kleiner Trick von mir: Den Drink eiskalt verwenden und in einem ebenfalls kalten Gefäß aufschäumen.
Beim Backen ist Pflanzenmilch ein unkomplizierter Ersatz. Ich nehme gerne Hafer- oder Mandeldrink für Kuchen und Muffins. Sojadrink kann durch seinen Proteingehalt für eine bessere Bindung sorgen, ähnlich wie ein Ei. Denk nur daran, dass gesüßte Varianten den Zuckergehalt im Rezept beeinflussen!
In herzhaften Gerichten ist sie ein Game-Changer. Eine cremige Béchamelsauce für Lasagne? Kein Problem mit einem ungesüßten Soja- oder Haferdrink. Kartoffelpüree wird mit einem Schuss warmer Pflanzenmilch und etwas veganer Butter wunderbar sämig. Wichtig ist hier wirklich, immer eine ungesüßte Variante zu wählen