Ah, Pflanzenöl – der stille Held in fast jeder Küche! Ob zum Anbraten, für Dressings oder im Kuchenteig, es ist einfach unverzichtbar. Ich habe immer eine Flasche gutes Rapsöl parat, denn seine Vielse...

Wenn wir von „Pflanzenöl“ sprechen, meinen wir oft einen treuen Begleiter, der in fast jeder Vorratskammer zu finden ist. Es ist ein Überbegriff für Fette, die aus den Samen, Früchten oder Keimen von Pflanzen gewonnen werden. Heute möchte ich mich aber auf einen meiner persönlichen Favoriten konzentrieren: das Rapsöl. Es ist sozusagen der unbesungene Star unter den Speiseölen – unglaublich vielseitig, regional verfügbar und mit einem tollen Nährwertprofil.
Raps, die Pflanze mit den leuchtend gelben Blütenfeldern, die im Frühling ganze Landschaften prägen, ist der Ursprung dieses Öls. Ursprünglich war Rapsöl wegen seines hohen Gehalts an Erucasäure für den menschlichen Verzehr nicht ideal. Doch durch Züchtungen in den 1970er Jahren entstand der heute bekannte „00-Raps“, der kaum noch Erucasäure enthält und dadurch zu einem der beliebtesten Speiseöle in Europa wurde. Was ich an Rapsöl besonders schätze, ist sein Geschmacksprofil. Je nach Herstellungsart kann es von nussig-saatig (kaltgepresst) bis hin zu absolut neutral (raffiniert) reichen. Diese Neutralität ist kein Nachteil, ganz im Gegenteil! Sie macht Rapsöl zum perfekten Teamplayer, der den Geschmack der anderen Zutaten strahlen lässt, anstatt sie zu überdecken.
Als Koch achte ich nicht nur auf Geschmack, sondern auch darauf, was in meinen Zutaten steckt. Und da hat Rapsöl einiges zu bieten. Es ist nicht nur eine reine Energiequelle, sondern liefert auch wertvolle Fettsäuren und Vitamine. Aber wie bei allem gilt natürlich: Die Dosis macht das Gift. Öl ist und bleibt ein reines Fett, also genieße es in Maßen.
| Nährwert | pro 100g (Rapsöl, raffiniert) |
|---|---|
| Energie | 884 kcal / 3700 kJ |
| Fett | 100 g |
| - davon gesättigte Fettsäuren | ca. 7 g |
| - davon einfach ungesättigte Fettsäuren | ca. 63 g |
| - davon mehrfach ungesättigte Fettsäuren | ca. 28 g |
| Vitamin E | ca. 19 mg |
Die gesundheitlichen Vorteile von Rapsöl sind eng mit seiner Fettsäurezusammensetzung verknüpft:
Jetzt kommen wir zum spannendsten Teil: Wie setzen wir dieses flüssige Gold in der Küche ein? Die Antwort ist einfach: fast überall! Raffiniertes Rapsöl ist mein Go-to-Öl für alles, was hohe Temperaturen erfordert. Sein hoher Rauchpunkt von über 200 °C macht es ideal zum scharfen Anbraten von Tofuwürfeln, Seitan-Steaks oder Gemüsebratlingen. Es spritzt wenig und entwickelt keine unangenehmen Gerüche.
Aber auch in der kalten Küche hat es seinen Platz. Du willst ein Dressing, bei dem der feine Geschmack deines Balsamicos oder deiner frischen Kräuter im Vordergrund steht? Dann ist raffiniertes Rapsöl die perfekte, neutrale Basis. Für einen kräftigeren, nussigen Geschmack im Salat, zum Beispiel zu Feldsalat mit Walnüssen, greife ich gerne zu einem guten kaltgepressten Rapsöl. Es ist ein Gedicht!
Und beim Backen? Eine Offenbarung! Rapsöl ist ein fantastischer veganer Butterersatz. Es macht Rührkuchen, Muffins oder Waffeln unglaublich saftig und locker. Als Faustregel kannst du 100 g Butter durch etwa 80 g Öl ersetzen. Da es flüssig ist, lässt es sich super einfach unter den Teig mischen. Kein Warten mehr, bis die Butter weich ist! Auch wenn hier noch keine konkreten Rezepte verlinkt sind, sei versichert: Sie kommen bald! Dieses Multitalent wird in unserer Küche oft und gerne eingesetzt.
Beim Kauf von Rapsöl stehst du vor der Wahl: kaltgepresst oder raffiniert? Meine Empfehlung: hab am besten beides zu Hause. Worauf solltest du achten?
Die richtige Lagerung ist das A und O, damit du