Ah, dieser herrliche Duft von frisch geschmolzener Margarine! Für mich ist das der Inbegriff von Gemütlichkeit und die Basis für so viele Leckereien. Dieses flüssige Gold ist in der veganen Küche ein ...

Ganz einfach gesagt: Pflanzliche Margarine, geschmolzen, ist genau das, was der Name verspricht – feste, rein pflanzliche Margarine, die durch sanfte Hitze in einen flüssigen Zustand versetzt wurde. Doch hinter dieser simplen Beschreibung verbirgt sich eine Zutat, die in der veganen Back- und Kochwelt eine absolute Schlüsselrolle spielt. Sie ist die direkte Alternative zu geschmolzener Butter und eröffnet uns eine Welt voller saftiger Kuchen, zarter Kekse und cremiger Saucen, ganz ohne tierische Produkte.
Die Geschichte der Margarine selbst ist ziemlich spannend. Sie wurde bereits im 19. Jahrhundert in Frankreich als kostengünstigere Alternative zu Butter entwickelt. Anfangs war sie oft noch mit tierischen Fetten versetzt, doch heute gibt es zum Glück eine riesige Auswahl an rein pflanzlichen Varianten. Diese bestehen meist aus einer Mischung verschiedener pflanzlicher Öle und Fette wie Raps-, Sonnenblumen-, oder Kokosöl, Wasser und Emulgatoren, die alles zusammenhalten. Geschmolzen entfaltet sie ein mildes, oft leicht nussiges oder sahniges Aroma, das dem von Butter erstaunlich nahekommt, aber eine ganz eigene, feine Note mitbringt. Für mich ist sie aus meiner Küche nicht mehr wegzudenken.
Pflanzliche Margarine wird oft kritisch beäugt, aber moderne, hochwertige Produkte haben mit den alten Transfett-Bomben von früher nichts mehr zu tun. Die genauen Nährwerte hängen natürlich stark von der Sorte und den verwendeten Ölen ab. Hier ist eine beispielhafte Übersicht, die dir eine grobe Orientierung gibt:
| Nährwert | pro 100g |
|---|---|
| Kalorien | ca. 720 kcal |
| Fett | ca. 80 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | ca. 25 g |
| davon einfach ungesättigte Fettsäuren | ca. 35 g |
| davon mehrfach ungesättigte Fettsäuren | ca. 20 g |
| Kohlenhydrate | < 1 g |
| Eiweiß | < 1 g |
| Salz | ca. 0,5 g |
Abseits der reinen Zahlen bietet pflanzliche Margarine einige interessante Vorteile, besonders in einer veganen Ernährung:
Jetzt kommen wir zum besten Teil: dem Kochen! Geschmolzene Margarine ist ein wahrer Tausendsassa. Ihre vielleicht wichtigste Rolle spielt sie beim Backen. Stell dir einen saftigen Rührkuchen, fluffige Muffins oder zarte Cookies vor. In all diesen Rezepten sorgt geschmolzene Margarine für die nötige Feuchtigkeit, einen satten Geschmack und eine wunderbare Textur. Anders als bei der Verwendung von Öl bringt sie dieses typisch "buttrige" Aroma mit, das viele bei veganem Gebäck vermissen.
Aber auch in der herzhaften Küche ist sie ein Star. Ich liebe es, eine Mehlschwitze (Roux) als Basis für cremige Saucen wie eine vegane Béchamel anzusetzen – dafür ist geschmolzene Margarine unerlässlich. Du kannst sie auch mit Kräutern und Knoblauch aromatisieren und über gedämpftes Gemüse wie Spargel oder Brokkoli träufeln. Ein absoluter Klassiker ist natürlich auch, sie über frisches Popcorn zu geben. Wer kann dazu schon Nein sagen? Oder wie wäre es mit einem Schuss über veganen Pfannkuchen oder Waffeln am Sonntagmorgen? Du siehst, die Möglichkeiten sind endlos.
Sie harmoniert wunderbar mit süßen Zutaten wie Zucker, Vanille und Kakao, aber genauso gut mit herzhaften Partnern wie Knoblauch, Zwiebeln, frischen Kräutern, Hefeflocken für einen käsigen Geschmack oder einem Spritzer Zitronensaft, um die Aromen aufzuhellen. Sie ist die perfekte Leinwand für deine kulinarischen Ideen.
Beim Kauf von pflanzlicher Margarine gibt es ein paar Dinge, auf die du achten solltest. Der wichtigste Punkt: Wirf einen genauen Blick auf die Zutatenliste. Nicht jede Margarine ist automatisch vegan! Manchmal verstecken sich Molke oder andere Milchbestandteile darin. Achte auf die Kennzeichnung "100% pflanzlich" oder das offizielle V-Label, um auf Nummer sicher zu gehen.
Es gibt Backmargarinen mit einem hohen Fettgehalt (um die 80%), die sich perfekt zum Schmelzen und Backen eignen. Halbfettmargarinen oder leichte Streichfette enthalten deutlich mehr Wasser. Diese sind zum Schmelzen für Saucen oder Gebäck oft ungeeignet, da das Ergebnis wässrig werden kann und die Textur leidet. Für das beste Ergebnis greife ich immer zu einer Vollfett-Margarine. Ob du eine mit oder ohne Palmöl wählst, ist eine persönliche Entscheidung – das Angebot an palmölfreien Alternativen wächst stetig.
Die feste Margarine gehört gut verschlossen in den Kühlschrank, wo sie sich bis zum Mindesthaltbarkeitsdatum hält. Hast du einmal Margarine geschmolzen, solltest du sie am besten sofort verbrauchen. Reste kannst du in einem luftdichten Gefäß im Kühlschrank aufbewahren. Sie wird dort wieder fest, kann aber bei Bedarf erneut geschmolzen werden. Ich schmelze aber meistens nur so viel, wie ich wirklich brauche.
Das Schmelzen von Margarine ist keine Raketenwissenschaft, aber mit ein paar Kniffen aus meiner Küchenpraxis gelingt es noch besser und du vermeidest typische Fehler.
Kann ich geschmolzene pflanzliche Margarine 1:1 als Ersatz für geschmolzene Butter verwenden?
Ja, absolut! In fast allen Rezepten, die nach geschmolzener Butter verlangen, kannst du die gleiche Menge geschmolzene pflanzliche Margarine verwenden. Sie ist der perfekte vegane Austauschpartner und liefert ein sehr ähnliches Ergebnis in Geschmack und Textur.
Warum ist meine geschmolzene Margarine wässrig oder hat sich getrennt?
Das passiert meist aus zwei Gründen. Entweder hast du eine Halbfettmargarine oder ein Streichfett mit hohem Wasseranteil verwendet. Diese sind nicht zum Kochen und Backen gedacht. Oder du hast die Margarine zu schnell bei zu hoher Temperatur erhitzt, was die Emulsion brechen lässt. Langsam und sanft ist hier der Schlüssel zum Erfolg.
Kann ich jede pflanzliche Margarine zum Schmelzen verwenden?
Grundsätzlich ja, aber für die besten Ergebnisse, besonders beim Backen, solltest du eine Vollfett-Margarine (ca. 80% Fett) wählen. Diese sogenannten "Backmargarinen" verhalten sich am ähnlichsten