Ah, rote Thai-Currypaste! Für mich ist sie der Inbegriff von schnellem, aromatischem Soulfood. Dieses kleine Würz-Wunder verwandelt selbst das einfachste Gemüsegericht in eine exotische Geschmacksexpl...

Stell dir vor, du könntest die Essenz der thailändischen Garküchen in einem kleinen Glas einfangen. Genau das ist rote Thai-Currypaste für mich. Es ist eine dicke, hocharomatische Würzpaste, die das Herzstück unzähliger thailändischer Gerichte bildet. Der Name "rot" kommt von der Hauptzutat: getrocknete rote Chilischoten. Aber keine Sorge, es ist weit mehr als nur scharf. In dieser Paste tanzen unzählige Aromen Tango.
Die Magie entsteht durch das Zusammenspiel von Zutaten, die in einem Mörser traditionell so lange zerstoßen werden, bis eine homogene Paste entsteht. Dazu gehören neben den Chilis typischerweise Zitronengras, Galgant (eine Ingwer-ähnliche Wurzel mit zitrusartig-pfeffrigem Geschmack), Kaffir-Limettenblätter, Korianderwurzeln, Knoblauch, Schalotten und eine Auswahl an Gewürzen wie Kreuzkümmel und weiße Pfefferkörner. Das Ergebnis ist ein unglaublich komplexes Geschmacksprofil: feurig, aber auch erdig, zitrisch, würzig und leicht salzig. Ein wahres Umami-Erlebnis auf pflanzlicher Basis.
Der entscheidende Punkt für uns ist jedoch, was eine vegane rote Thai-Currypaste ausmacht. Traditionelle Rezepte enthalten fast immer "Gapi" oder "Kapi", eine fermentierte Garnelenpaste, die für eine tief-salzige, fischige Note sorgt. In der veganen Variante wird diese Zutat selbstverständlich weggelassen und oft durch fermentierte Sojabohnenpaste oder einfach nur Salz ersetzt. Das tut dem Geschmackserlebnis aber keinen Abbruch! Eine gute vegane Paste ist genauso intensiv und vielschichtig, nur eben ohne tierische Bestandteile. Und genau das macht sie zu einem unverzichtbaren Alleskönner in meiner Küche.
Natürlich isst man Currypaste nicht löffelweise, sondern nutzt sie als Würzmittel. Dennoch ist es spannend zu sehen, was in diesem Kraftpaket steckt. Die Nährwerte können je nach Hersteller leicht variieren, aber hier ist ein grober Überblick, was dich erwartet:
| Nährwert | pro 100g (ca. Angaben) |
|---|---|
| Kalorien | 115 kcal |
| Fett | 6 g |
| davon gesättigte Fettsäuren | 1 g |
| Kohlenhydrate | 12 g |
| davon Zucker | 6 g |
| Eiweiß | 3 g |
| Salz | 12.5 g |
Der hohe Salzgehalt fällt sofort auf. Das ist typisch für Würzpasten, da Salz zur Konservierung und natürlich für den Geschmack dient. Deshalb ist es auch so wichtig, Gerichte, die du mit Currypaste zubereitest, erst am Ende abzuschmecken und eventuell nachzusalzen.
Abgesehen von den reinen Zahlen, bringen die Zutaten der Paste auch einige gesundheitliche Pluspunkte mit sich:
Jetzt kommen wir zum besten Teil: dem Kochen! Vegane rote Thai-Currypaste ist so vielseitig, dass ich sie für weit mehr als nur das klassische Curry verwende. Aber fangen wir mal damit an, denn das ist und bleibt einfach ein unschlagbares Gericht.
Der Klassiker ist natürlich ein rotes Thai-Curry mit Kokosmilch. Die Zubereitung ist denkbar einfach: Du schwitzt die Paste in etwas Öl an, bis sie herrlich duftet, löschst sie mit cremiger Kokosmilch ab und gibst dann dein Lieblingsgemüse und eine Proteinquelle hinzu. Fantastisch passen zum Beispiel Brokkoli, Paprika, Bambussprossen, Zucchini und Zuckerschoten.