Die Frage klingt simpel, die Antwort ist es leider nicht immer. Auf den ersten Blick ist eine Jeans ein Paradebeispiel für vegane Kleidung: Sie besteht aus Denim, einem robusten Baumwollstoff. Baumwolle ist eine Pflanze, also alles gut, oder? Ja, aber das ist nur die halbe Miete. Eine Jeans ist mehr als nur der Stoff. Denk an die Nieten, den Knopf, das Garn und vor allem an das kleine, markante Etikett am hinteren Hosenbund. Genau hier, im Detail, trennt sich die Spreu vom Weizen und die vegane Jeans von der konventionellen. Oftmals ist dieses Etikett, der sogenannte Patch, aus echtem Leder gefertigt. Und das ist nur die Spitze des Eisbergs.
Warum ist das überhaupt wichtig? Für dich, die du bewusst und ethisch konsumieren möchtest, ist es entscheidend. Du achtest bei deiner Ernährung auf tierfreie Produkte, warum sollte bei deiner Kleidung Schluss sein? Eine vegane Lebensweise ist eine ganzheitliche Entscheidung, die sich in allen Lebensbereichen widerspiegelt. Es geht darum, Tierleid konsequent zu vermeiden. Eine Jeans mit einem Lederpatch, mag er auch noch so klein sein, unterstützt die Lederindustrie und somit das System der Tiernutzung. Die bewusste Entscheidung für eine komplett vegane Jeans ist also kein übertriebener Perfektionismus, sondern ein starkes Statement für deine Werte. Es ist der Beweis, dass Stil und Ethik Hand in Hand gehen können, ohne Kompromisse.
Die gute Nachricht ist: Du musst nicht zur Mode-Detektivin werden, um eine tierfreie Hose zu finden. Immer mehr Marken erkennen die wachsende Nachfrage und bieten stylische, hochwertige und zu 100 % vegane Jeans an. Du musst nur wissen, worauf du achten musst. Dieser Guide ist dein Kompass. Wir zeigen dir die versteckten tierischen Bestandteile, stellen dir die genialen pflanzlichen Alternativen vor und geben dir eine Checkliste an die Hand, mit der du bei deinem nächsten Jeanskauf absolut sicher sein kannst. Mach dich bereit, die Welt der veganen Jeans zu entdecken – sie ist vielfältiger und aufregender, als du vielleicht denkst.
Eine Jeans zu prüfen ist einfacher als du denkst. Mit ein paar gezielten Blicken kannst du die meisten Übeltäter schnell entlarven. Es geht darum, ein geschultes Auge für die kritischen Punkte zu entwickeln. Vergiss die Vorstellung, jedes Molekül analysieren zu müssen. Konzentriere dich auf die drei Hauptverdächtigen: den Patch, die Farbstoffe und die kleinen, unsichtbaren Helfer wie Klebstoff. Wenn du diese drei Bereiche im Kopf hast, bist du schon 90 % des Weges gegangen. Es ist wie beim Lesen von Lebensmittelzutatenlisten – am Anfang wirkt es kompliziert, aber schon nach kurzer Zeit entwickelst du eine Routine und erkennst sofort, was Sache ist. Diese Sektion ist dein Spickzettel für den nächsten Einkauf.
Der Klassiker und der häufigste Grund, warum eine Jeans nicht vegan ist: der Patch am hinteren Bund. Traditionell wurde er aus Rindsleder gefertigt, um die Marke zu präsentieren und die Robustheit der Hose zu unterstreichen. Ein Blick auf dieses kleine Viereck ist daher dein erster und wichtigster Schritt. Steht dort „Enthält nichttextile Teile tierischen Ursprungs“? Dann kannst du sicher sein, dass hier Leder oder ein anderes tierisches Material verarbeitet wurde. Oftmals lässt sich das Material auch durch Fühlen und genaues Hinsehen identifizieren. Echtes Leder hat eine unregelmäßige, natürliche Maserung. Aber Vorsicht: Hochwertige Imitate können täuschend echt aussehen. Verlasse dich also nicht nur auf dein Auge, sondern suche aktiv nach Hinweisen auf dem Etikett oder in der Produktbeschreibung online. Glücklicherweise gibt es fantastische Alternativen, die wir dir gleich noch vorstellen.
Jetzt wird es etwas kniffliger, denn wir tauchen in die Welt der unsichtbaren Bestandteile ein. Einige Hersteller verwenden Klebstoffe, um Nähte zu verstärken oder Etiketten zu befestigen, bevor sie festgenäht werden. Traditionelle Klebstoffe können Kasein (aus Milchprotein) oder sogar Knochenleim enthalten. Das ist für dich als Konsumentin quasi unmöglich zu erkennen. Ähnlich verhält es sich mit den Farbstoffen. Während der klassische blaue Indigo-Farbstoff in der Regel vegan ist, können bei anderen Färbungen oder speziellen Waschungen tierische Substanzen zum Einsatz kommen. Ein Beispiel ist Cochenille, ein roter Farbstoff, der aus Schildläusen gewonnen wird. Auch hier gilt: Ohne eine klare Deklaration der Marke tappst du im Dunkeln. Genau aus diesem Grund sind vertrauenswürdige Marken und offizielle Vegan-Siegel so unglaublich wertvoll. Sie nehmen dir diese Detektivarbeit ab und geben dir die Sicherheit, eine durch und durch vegane Wahl zu treffen.
Um dir einen schnellen Überblick zu verschaffen, haben wir die häufigsten Problemzonen einer Jeans und ihre fantastischen veganen Lösungen in einer Tabelle zusammengefasst. So siehst du auf einen Blick, worauf es ankommt und welche innovativen Materialien heute zum Einsatz kommen.
| Bestandteil | Mögliche tierische Quelle | Geniale vegane Alternative |
|---|---|---|
| Patch am Bund | Rindsleder, Ziegenleder | Jacron (Papier-Basis), Kork, Kunstleder (PU), Bio-Baumwolle, Ananasleder |
| Farbstoffe | Cochenille (Läuse), tierische Bindemittel | Synthetische Farbstoffe, pflanzliche Farbstoffe (z.B. aus Indigofera) |
| Klebstoffe | Knochenleim, Kasein (Milch) | Synthetische Klebstoffe auf Polymerbasis, pflanzliche Stärke |
| Knöpfe/Nieten | Horn, Knochen (sehr selten bei Jeans) | Metall, recycelter Kunststoff, Kokosnuss |
Wer sagt, dass vegan ein Verzicht sein muss? Bei Jeans-Patches ist das Gegenteil der Fall! Die Alternativen zu Leder sind nicht nur ethisch einwandfrei, sondern oft auch kreativer, nachhaltiger und stilistisch mindestens genauso interessant. Vergiss den langweiligen Standard-Lederfleck. Die neuen Materialien bringen Textur, eine einzigartige Optik und eine gute Geschichte mit sich. Sie zeigen, dass deine Entscheidung für eine vegane Lebensweise deinen Stil nicht einschränkt, sondern bereichert. Es ist an der Zeit, diese innovativen Helden kennenzulernen, die deine Jeans zu etwas Besonderem machen und gleichzeitig die Welt ein kleines bisschen besser.
Der häufigste und beliebteste Leder-Ersatz ist Jacron. Lass dich vom Namen nicht täuschen, es hat nichts mit Plastik zu tun. Jacron ist ein widerstandsfähiges Material aus Zellulose, also im Grunde eine Art festes Papier. Es hat eine lederähnliche Haptik und Optik, entwickelt mit der Zeit eine schöne Patina und ist dabei extrem robust. Du kannst eine Jeans mit Jacron-Patch problemlos waschen und sogar in den Trockner geben, ohne dass er Schaden nimmt. Viele nachhaltige Marken lieben dieses Material, weil es nicht nur vegan, sondern auch ressourcenschonend ist. Ein Jacron-Patch ist ein klares Zeichen dafür, dass sich die Marke Gedanken gemacht hat – ein gutes Gefühl, das du bei jedem Tragen spürst.
Wenn du ein Statement für Natürlichkeit setzen willst, ist ein Patch aus Kork die perfekte Wahl. Jeder Kork-Patch hat eine einzigartige Maserung, genau wie der Baum, von dem er stammt. Kork ist wasserabweisend, langlebig und unglaublich leicht. Es ist ein nachwachsender Rohstoff, für dessen Ernte kein einziger Baum gefällt werden muss – die Rinde der Korkeiche wird lediglich geschält und wächst wieder nach. Neben Kork gibt es auch Patches aus robuster Bio-Baumwolle, Leinen oder sogar aus innovativen Materialien wie Ananas- oder Apfelleder. Diese Vielfalt beweist: Eine vegane Jeans ist keine Notlösung, sondern eine bewusste Entscheidung für Design, Innovation und Nachhaltigkeit. Sie erzählt eine Geschichte, die weit über den reinen Modetrend hinausgeht.
Du möchtest nicht bei jeder Jeans die Materialliste studieren und nach versteckten Hinweisen suchen? Musst du auch nicht! Genau dafür gibt es offizielle Siegel und Zertifikate. Sie sind wie ein verlässlicher Freund, der dir die Arbeit abnimmt und dir auf einen Blick zeigt: „Hier bist du sicher.“ Diese Logos werden von unabhängigen Organisationen vergeben, die genau prüfen, ob ein Produkt – und zwar das gesamte Produkt, von der Baumwolle bis zum Klebstoff – frei von tierischen Bestandteilen ist. Ein solches Siegel ist die einfachste und sicherste Methode, um eine 100 % vegane Kaufentscheidung zu treffen. Es schafft Vertrauen und gibt dir die Gewissheit, dass deine Wahl mit deinen Werten im Einklang steht.
Das bekannteste und am weitesten verbreitete Siegel ist das „PETA-Approved Vegan“-Logo. Wenn du dieses kleine Logo mit dem Hasen auf einem Etikett oder in der Produktbeschreibung siehst, kannst du aufatmen. PETA prüft, dass keine tierischen Materialien wie Leder, Wolle, Seide oder Pelz verwendet werden. Die Unternehmen müssen eine schriftliche Zusicherung abgeben und ihre Lieferketten transparent machen. Ein weiteres starkes Zeichen ist die „Veganblume“ der Vegan Society. Dieses Siegel ist eines der ältesten und strengsten weltweit und garantiert ebenfalls, dass im gesamten Herstellungsprozess keine tierischen Produkte, Nebenprodukte oder Derivate verwendet wurden. Achte auf diese Symbole – sie sind dein Shortcut zur perfekten veganen Jeans.
Was aber, wenn eine Jeans kein Siegel hat? Bedeutet das automatisch, dass sie nicht vegan ist? Nicht unbedingt. Gerade kleinere, junge Labels können sich die oft kostspieligen Zertifizierungsprozesse manchmal nicht leisten, produzieren aber trotzdem komplett vegan. In diesem Fall hilft ein Blick auf die Website der Marke. Seriöse Hersteller, die vegan produzieren, schreiben das meist prominent in ihre „Über uns“-Sektion oder in ihre Materialphilosophie. Wenn eine Marke stolz darauf ist, Jacron-Patches zu verwenden und auf Nachhaltigkeit setzt, ist das ein sehr gutes Zeichen. Im Zweifel gilt: Frag nach! Eine kurze E-Mail an den Kundenservice schafft schnell Klarheit und zeigt der Marke gleichzeitig, dass eine vegane Produktion für ihre Kundinnen wichtig ist.
Eine vegane Jeans gefunden zu haben, ist die eine Sache. Die perfekte Passform zu finden, die deinen Stil unterstreicht, die andere. Die gute Nachricht: Vegane Jeans gibt es in absolut jedem Schnitt, den du dir wünschen kannst. Deine ethische Entscheidung bedeutet keinerlei modische Kompromisse. Es geht nur darum, den Schnitt zu finden, der deine Persönlichkeit am besten zum Ausdruck bringt und in dem du dich rundum wohlfühlst. Ob lässig und bequem, figurbetont und elegant oder retro-inspiriert – für jeden Geschmack und jede Figur gibt es die ideale vegane Jeans. Lass uns die beliebtesten Fits genauer ansehen und herausfinden, welcher dein neuer Favorit wird.
Die Mom Jeans ist das ultimative Symbol für entspannten 90er-Jahre-Stil. Mit ihrer hohen Taille, dem lockeren Sitz an Hüfte und Oberschenkel und dem schmal zulaufenden Bein ist sie unglaublich bequem und schmeichelhaft zugleich. Sie streckt optisch die Beine und setzt die Taille in Szene. Kombiniere sie mit einem einfachen T-Shirt und Sneakern für einen perfekten Alltagslook oder mit einer schicken Bluse und Stiefeletten für einen eleganten Twist. Ähnlich unkompliziert ist die Straight Jeans. Wie der Name schon sagt, hat sie ein gerades Bein von der Hüfte bis zum Knöchel. Sie ist der zeitlose Klassiker, der nie aus der Mode kommt und zu absolut allem passt. Eine vegane Straight Jeans aus hochwertiger Bio-Baumwolle ist eine Investition, die dich über Jahre begleiten wird.
Die Skinny Jeans ist und bleibt ein Favorit für alle, die ihre Figur betonen möchten. Sie liegt eng an wie eine zweite Haut und zaubert eine tolle Silhouette. Dank des Stretch-Anteils ist sie trotzdem bequem und macht jede Bewegung mit. Perfekt zu Oversize-Pullovern, langen Blusen oder Tuniken, um die Proportionen auszugleichen. Eine schwarze, vegane Skinny Jeans ist ein absolutes Must-have in jeder Garderobe, da sie sowohl rockig als auch schick gestylt werden kann. Die Slim Jeans ist ihre etwas entspanntere Schwester. Sie sitzt ebenfalls figurbetont, ist aber am Knöchel nicht ganz so hauteng geschnitten. Das macht sie zu einer super Alternative für alle, denen die Skinny eine Spur zu eng ist, die aber trotzdem eine schmale Silhouette bevorzugen.
Der Vibe der 70er ist zurück! Bootcut & Flared Jeans feiern ihr großes Comeback und bringen einen Hauch von Bohème in deinen Kleiderschrank. Die Bootcut-Jeans ist bis zum Knie schmal geschnitten und wird dann leicht ausgestellt – ursprünglich, damit Stiefel (Boots) darunter passten. Sie ist ein wahrer Figurschmeichler, da sie die Proportionen ausgleicht und die Beine optisch verlängert. Noch dramatischer ist die Flared Jeans, auch Schlaghose genannt, bei der das Bein ab dem Knie stark ausgestellt ist. Kombiniert mit Plateauschuhen und einem engen Oberteil kreierst du einen unvergesslichen Look. Eine solche Jeans in einem tiefen Indigoblau und mit einem Patch aus Kork statt Leder ist nicht nur ein modisches, sondern auch ein ethisches Statement.
Ganz ehrlich: Wenn du einfach nur irgendeine Hose suchst und dir die Hintergründe egal sind, dann mag die bewusste Suche nach einer veganen Jeans wie ein unnötiger Aufwand erscheinen. Du könntest einfach ins nächste Geschäft gehen und die erstbeste kaufen. Aber du bist nicht irgendwer. Du triffst bewusste Entscheidungen. Du möchtest, dass dein Konsum deine Werte widerspiegelt. Und genau deshalb ist die Antwort ein klares und lautes: Ja, es lohnt sich zu 100 %! Die Entscheidung für eine vegane Jeans ist mehr als nur ein Kauf. Es ist ein aktiver Beitrag zu einer Modeindustrie, die Tiere und Umwelt respektiert.
Die Suche ist heute einfacher als je zuvor. Du bist mit dem Wissen aus diesem Guide bestens gerüstet. Du weißt jetzt, dass du auf den Patch achten, nach Siegeln Ausschau halten und im Zweifel auf Marken vertrauen solltest, die ihre Philosophie transparent kommunizieren. Du hast gesehen, dass die veganen Alternativen wie Jacron oder Kork nicht nur ethisch überlegen, sondern auch stilistisch aufregend sind. Du musst auf keinen Schnitt, keine Waschung und keine Farbe verzichten. Eine vegane Jeans zu tragen, bedeutet, Stil, Komfort und Gewissen in Einklang zu bringen. Es ist das gute Gefühl, in deiner Haut – und in deiner Hose – absolut authentisch zu sein.
Bist du bereit, deine neue Lieblingsjeans zu finden? Eine, die nicht nur perfekt sitzt und fantastisch aussieht, sondern die auch eine Geschichte von Mitgefühl und Nachhaltigkeit erzählt? Eine Hose, auf die du stolz sein kannst, jedes Mal, wenn du sie anziehst? Dann zögere nicht länger. Dein perfektes Paar wartet schon auf dich. Entdecke jetzt unsere sorgfältig kuratierte Auswahl an stylischen, hochwertigen und garantiert veganen Jeans für Damen und finde das Modell, das wie für dich gemacht ist.
Weitere wichtige Informationen zum Thema
Das sicherste Merkmal für eine vegane Jeans ist das Material des Marken-Etiketts am Hosenbund, der sogenannte Patch, sowie spezielle Zertifizierungen wie das 'PETA-Approved Vegan'-Siegel. Während konventionelle Jeans oft einen Patch aus echtem Rindsleder tragen, setzen nachhaltige Hersteller auf Alternativen aus Jacron (einem robusten Papier-Latex-Gemisch), Kork oder recyceltem Kunstleder. Ein kurzer Blick auf das Materialetikett im Inneren der Hose gibt zudem Aufschluss über die Faserzusammensetzung, wobei Denim aus Bio-Baumwolle ohne Elastan-Anteil oft die reinste Form darstellt.
Beim Kauf solltest du jedoch tiefer blicken als nur auf den Stoff. Achte auf Details wie die Knöpfe und Nieten: Diese sollten aus Metall oder pflanzlichen Stoffen bestehen und nicht mit tierischen Klebstoffen (z. B. auf Casein-Basis) fixiert sein. Da Klebstoffe und Farbstoffe oft nicht deklarationspflichtig sind, bieten Marken-Zertifikate die beste Orientierung. Eine hochwertige vegane Jeans zeichnet sich dadurch aus, dass sie Ethik und Langlebigkeit vereint, ohne dass du optische Abstriche beim klassischen Denim-Look machen musst.
Weniger ist mehr – wasche deine Jeans so selten wie möglich und drehe sie dabei immer auf links, um die Farbpigmente und die Oberflächenstruktur des Denims zu schonen. Da vegane Jeans oft aus reiner Baumwolle oder innovativen Fasern wie Tencel bestehen, reagieren sie empfindlich auf hohe Temperaturen und aggressive Chemikalien. Ein Schonwaschgang bei maximal 30 Grad mit einem ökologischen Feinwaschmittel verhindert, dass die Fasern spröde werden oder die Passform durch Hitzeeinwirkung verloren geht. Ein Geheimtipp für die Frische zwischendurch: Hänge die Jeans über Nacht an die frische Luft oder lege sie kurzzeitig ins Gefrierfach, um Bakterien ohne Wasserverbrauch zu eliminieren.
Verzichte unbedingt auf Weichspüler, da dieser die Fasern (insbesondere bei Varianten mit Stretch-Anteil) ausleiert und die Atmungsaktivität einschränkt. Auch der Trockner ist tabu, da die Hitze den Patch aus Jacron oder Kork beschädigen kann. Breite die Hose stattdessen flach auf einem Wäscheständer aus. Durch diese achtsame Pflege bleibt die mechanische Belastbarkeit des Stoffes über Jahre erhalten, was die Jeans zu einem nachhaltigen Begleiter in deiner Garderobe macht.
Die gängigste Basis für vegane Jeans ist klassischer Denim aus Baumwolle, doch moderne Textiltechnologien bieten heute weitaus vielfältigere Optionen wie Mischgewebe mit Lyocell (Tencel) oder Hanf. Klassischer 'Raw Denim' ist besonders robust und langlebig, benötigt aber eine gewisse Einlaufzeit, bis er perfekt sitzt. Im Gegensatz dazu bieten Mischgewebe mit Tencel einen weicheren Griff und einen leichten Glanz, was sie ideal für elegantere Damen-Outfits macht. Hanf-Denim wiederum überzeugt durch seine extreme Reißfestigkeit und eine hervorragende Ökobilanz, da die Pflanze kaum Pestizide benötigt.
Beim Kauf solltest du entscheiden, ob du eine 'Rigid Jeans' (100 % Baumwolle) für den authentischen Vintage-Look oder eine Variante mit geringem Elastan-Anteil für mehr Bewegungsfreiheit bevorzugst. Beachte dabei, dass synthetische Beimischungen die Recyclingfähigkeit erschweren können. Hochwertige vegane Modelle nutzen oft recycelte Baumwolle, um den ökologischen Fußabdruck weiter zu reduzieren. Jede Variante hat ihre spezifischen Vorteile in Bezug auf Haptik und Klimaregulierung, sodass du die Wahl passend zu deinem Lebensstil treffen kannst.
Da vegane Jeans aus reiner Baumwolle (Rigid Denim) anfangs oft steifer sind, solltest du sie so kaufen, dass sie knackig eng sitzen, da sie sich beim Tragen durch die Körperwärme noch leicht weiten. Im Gegensatz zu billigen Fast-Fashion-Produkten behalten hochwertige Öko-Jeans ihre Form nach dem ersten Dehnen besser bei. Messe vor dem Online-Kauf am besten eine gut sitzende Hose aus deinem Schrank flach liegend ab und vergleiche die Bundweite sowie die Innenbeinlänge mit der Größentabelle des Herstellers. Dies vermeidet unnötige Rücksendungen und schont die Umwelt.
Achte auch auf den Schnitt: Eine High-Waist-Passform betont die Taille und bietet hohen Tragekomfort, während ein Straight-Leg-Schnitt zeitlos ist und zu fast jedem Schuhtyp passt. Falls die Jeans einen kleinen Anteil an recyceltem Elastan enthält, kannst du deine reguläre Größe wählen. Bei Modellen aus 100 % Bio-Baumwolle empfiehlt es sich manchmal, zwischen zwei Größen die größere zu wählen, falls man einen lockereren 'Boyfriend-Look' bevorzugt. Eine gute Passform ist das wichtigste Kriterium für die Haltbarkeit, da zu enge Hosen an den Nähten übermäßig beansprucht werden.
Viele spezialisierte Fair-Fashion-Labels bieten zwar keine lebenslange Garantie im juristischen Sinne, gewähren aber oft kostenlose Reparatur-Services oder bieten 'Repair-Kits' an, um die Nutzungsdauer der Hose aktiv zu verlängern. Die Haltbarkeit einer veganen Jeans steht der einer konventionellen Jeans in nichts nach – im Gegenteil: Durch den Verzicht auf aggressive chemische Bleichmittel (wie beim Sandstrahlen) bleiben die Baumwollfasern intakt und reißfest. Ein hochwertig verarbeiteter Denim erkennt man an doppelten Kappnähten und verstärkten Belastungspunkten an den Taschen.
Investiere beim Kauf lieber in ein Modell mit einem höheren Stoffgewicht (gemessen in Unzen/oz), da schwererer Denim deutlich abriebfester ist. Sollte nach Jahren doch einmal ein Loch entstehen, ist das 'Visible Mending' (sichtbares Flicken) ein aktueller Trend, der deiner Jeans Charakter verleiht. Einige Pioniere der Branche nehmen alte Jeans sogar zurück, um sie zu recyceln, und gewähren dafür Rabatte auf den nächsten Kauf. Diese Kreislaufwirtschaft garantiert dir, dass dein Kleidungsstück auch am Ende seines Lebenszyklus keinen unnötigen Müll verursacht.

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Gründer von eat-vegan.de & Experte für pflanzliche Kulinarik. Mario verbindet 4 Jahre Erfahrung in der veganen Küche mit der Leidenschaft für nachhaltigen Genuss. Als Rezeptentwickler und Food-Autor zeigt er, dass vegane Ernährung nicht Verzicht, sondern Vielfalt bedeutet. Sein Fokus liegt auf alltagstauglichen Rezepten, die auch ohne Ersatzprodukte überzeugen. Man muss aber auch sagen dass er auch gerne Rezepte über Fleisch und ähnliches erstellt. Siehe dafür seinen Blog www.pastaweb.de