Wer liebt sie nicht, diese kleinen, süßen Vitaminbomben? Für mich sind Cherrytomaten wie die Pralinen des Gemüsegartens. Ob direkt vom Strauch genascht, im Salat oder im Ofen geröstet – ihre intensive...

Cherrytomaten, auch Kirschtomaten genannt, sind im Grunde die kleinen Geschwister der normalen Salattomate. Doch lass dich von ihrer Größe nicht täuschen! In diesen kleinen Kraftpaketen steckt oft ein viel intensiveres und süßeres Aroma als in ihren großen Verwandten. Botanisch gesehen gehören sie, wie alle Tomaten, zur Familie der Nachtschattengewächse und sind eigentlich Früchte, auch wenn wir sie in der Küche wie Gemüse verwenden.
Ihre Geschichte ist eng mit der der Tomate selbst verknüpft, die ursprünglich aus Süd- und Mittelamerika stammt. Während die großen Tomaten in Europa anfangs skeptisch beäugt und sogar als giftige Zierpflanze gehalten wurden, fanden die kleinen, süßen Varianten schneller Anklang. Moderne Cherrytomaten, wie wir sie heute kennen, sind das Ergebnis gezielter Züchtungen, bei denen der Fokus ganz klar auf einem hohen Zuckergehalt und einem geringen Säureanteil lag. Das Ergebnis? Eine perfekte Snack-Frucht, die vor Geschmack nur so strotzt.
Das Geschmacksprofil ist wirklich einzigartig. Wenn du in eine reife Cherrytomate beißt, erlebst du eine kleine Geschmacksexplosion: eine vordergründige, fast fruchtige Süße, gefolgt von einer ganz leichten, erfrischenden Säure. Die Haut ist knackig und gibt beim Hineinbeißen diesen wunderbaren „Plopp“-Effekt, während das Innere unglaublich saftig ist. Es gibt sie übrigens nicht nur in Rot! Halte mal Ausschau nach gelben, orangen oder sogar fast schwarzen Sorten – jede hat ihre eigene feine Geschmacksnuance.
Cherrytomaten sind nicht nur lecker, sondern auch ein echtes Geschenk für deine Gesundheit. Sie sind kalorienarm, aber reich an wichtigen Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen. Gerade in der veganen Ernährung sind sie ein wertvoller Baustein für eine ausgewogene Nährstoffzufuhr.
| Nährwert | pro 100g (durchschnittlich) |
|---|---|
| Kalorien | ca. 18 kcal |
| Kohlenhydrate | ca. 3.9 g |
| - davon Zucker | ca. 2.6 g |
| Ballaststoffe | ca. 1.2 g |
| Eiweiß | ca. 0.9 g |
| Fett | ca. 0.2 g |
| Vitamin C | ca. 14 mg |
| Kalium | ca. 237 mg |
Was bedeuten diese Werte für dich? Hier sind einige der wichtigsten Vorteile:
In meiner Küche sind Cherrytomaten absolute Alleskönner. Ihre Vielseitigkeit ist einfach unschlagbar und sie bringen Farbe, Süße und Saftigkeit in unzählige vegane Gerichte. Ihre kleine Größe macht sie zudem super praktisch, da sie oft im Ganzen verwendet oder nur halbiert werden müssen.
Roh sind sie natürlich der Klassiker. Ich werfe sie in jeden grünen Salat, um für eine saftige, süße Komponente zu sorgen. Besonders gut passen sie zu Rucola, veganem Feta, Pinienkernen und einem einfachen Balsamico-Dressing. Auch für einen schnellen Quinoa- oder Couscous-Salat sind sie perfekt. Einfach halbieren und mit Gurke, Paprika, frischer Minze und Petersilie mischen – fertig ist eine leichte Mahlzeit.
Aber ihre wahre Magie entfalten Cherrytomaten für mich, wenn sie Hitze bekommen. Im Ofen geröstet, karamellisiert ihr Zucker und der Geschmack wird unglaublich intensiv. Ich verteile sie einfach auf einem Backblech, beträufle sie mit Olivenöl, streue Salz, Pfeffer und vielleicht ein paar Thymianzweige darüber und backe sie bei 200°C, bis sie aufplatzen und leicht gebräunt sind. Diese Ofentomaten sind eine göttliche Beilage, passen super auf Bruschetta oder können zu einer schnellen Pastasoße weiterverarbeitet werden.
Apropos Pasta: Eine meiner liebsten schnellen Soßen entsteht, indem ich halbierte Cherrytomaten mit reichlich Knoblauch in Olivenöl anbrate, bis sie zerfallen. Mit etwas Nudelwasser ablöschen, frisches Basilikum dazu – mehr braucht es oft nicht für ein perfektes Gericht. Sie passen auch hervorragend auf vegane Pizza, in Currys oder aufgespießt auf Gemüsespieße für den Grill.
Die Qualität der Cherrytomaten steht und fällt mit dem richtigen Einkauf und der Lagerung. Es gibt kaum etwas Enttäuschenderes als eine wässrige, geschmacklose Tomate. Worauf also achten?
Beim Einkauf solltest du nach prallen, festen Früchten mit einer glatten, glänzenden Haut Ausschau halten. Die Farbe sollte satt und gleichmäßig sein. Ein untrügliches Zeichen für Frische ist, wenn sie noch an der Rispe hängen und diese grün und saftig aussieht. Rieche mal an der Ansatzstelle der Rispe – wenn es intensiv nach Tomate duftet, hast du einen guten Fang gemacht. Finger weg von Früchten mit schrumpeliger Haut, weichen Stellen oder gar Schimmel.
Und jetzt kommt der wichtigste Tipp, den ich dir geben kann: Lagere Tomaten niemals im Kühlschrank! Die Kälte zerstört die Zellstruktur und raubt ihnen jegliches Aroma. Sie werden mehlig und schmecken nach nichts. Der beste Ort für deine Cherrytomaten ist eine Schale bei Raumtemperatur, am besten nicht in der prallen Sonne. So können sie sogar noch etwas nachreifen und ihr volles Aroma entfalten.
Bei richtiger Lagerung halten sich Cherrytomaten etwa eine Woche. Wenn du merkst, dass sie langsam weicher werden, ist das der perfekte Zeitpunkt, um sie zu rösten oder eine leckere Soße daraus zu kochen. So rettest du sie vor der Tonne und zauberst noch etwas Köstliches.
Über die Jahre habe ich ein paar Tricks gesammelt, wie man das Beste aus diesen kleinen roten Juwelen herausholt. Hier sind meine persönlichen Favoriten: