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Letztes Update: 24. Mai 2026

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Rezepte mit Ingwer

Kaum eine Zutat weckt die Lebensgeister so sehr wie Ingwer! Ich liebe diese scharfe, aromatische Knolle, die jedem Gericht und Getränk einen unverwechselbaren Kick verleiht. Ob im morgendlichen Tee od...

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Was ist Ingwer?

Wenn wir von Ingwer sprechen, meinen wir meist die knorrige, beigefarbene Knolle, die du im Supermarkt findest. Botanisch korrekt ist das aber gar keine Wurzel, sondern ein Rhizom – ein unterirdisch wachsender Spross der Ingwerpflanze (Zingiber officinale). Diese tropische Pflanze stammt ursprünglich aus Südostasien und blickt auf eine jahrtausendealte Geschichte zurück. Schon in alten chinesischen und indischen Schriften wurde Ingwer nicht nur als Gewürz, sondern auch als Heilmittel geschätzt.

Aber was macht ihn so besonders? Sein Geschmack ist eine wahre Explosion: eine intensive Schärfe, die von einer leichten Süße und frischen, fast zitronigen Noten begleitet wird. Verantwortlich für diese Schärfe ist vor allem der Inhaltsstoff Gingerol. Je nach Reifegrad und Herkunft kann die Intensität variieren, aber eines ist sicher: Langweilig schmeckt Ingwer nie. Er ist ein echtes Charaktergewürz, das Gerichten Tiefe und eine belebende Wärme verleiht.

Nährwerte und gesundheitliche Vorteile

Ingwer ist nicht nur ein Geschmacksgarant, sondern auch ein kleines Kraftpaket. Er ist kalorienarm, liefert aber eine beachtliche Menge an wertvollen Inhaltsstoffen. Gerade in der pflanzlichen Ernährung ist er eine fantastische Ergänzung, um den Körper auf natürliche Weise zu unterstützen.

Nährwertpro 100g (frisch)
Kalorien80 kcal
Kohlenhydrate18 g
davon Zucker1.7 g
Ballaststoffe2 g
Eiweiß1.8 g
Kalium415 mg
Vitamin C5 mg
Magnesium43 mg

Über die reinen Nährwerte hinaus wird Ingwer seit jeher für seine wohltuenden Eigenschaften geschätzt. Hier sind einige der bekanntesten Vorteile:

  • Unterstützt die Verdauung: Ingwer kann die Produktion von Verdauungssäften anregen und so helfen, schwere oder fettige Speisen besser zu verarbeiten. In der veganen Küche, die oft reich an Ballaststoffen ist, kann er Völlegefühl und Blähungen entgegenwirken.
  • Hilft bei Übelkeit: Das ist wohl einer der bekanntesten Effekte. Ob bei Reiseübelkeit oder morgendlicher Übelkeit – ein Tee aus frischem Ingwer kann wahre Wunder wirken. Ich habe immer ein Stück Ingwer auf Reisen dabei!
  • Wirkt entzündungshemmend: Die enthaltenen Gingerole haben antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften. Sie können helfen, Entzündungsprozesse im Körper zu reduzieren, was beispielsweise bei Muskelkater oder Gelenkbeschwerden lindernd wirken kann.
  • Stärkt das Immunsystem: Eine heiße Tasse Ingwertee mit Zitrone bei den ersten Anzeichen einer Erkältung ist ein echter Klassiker. Die Schärfe regt die Durchblutung an und sorgt für ein wohliges Wärmegefühl von innen.

Ingwer in der veganen Küche

Wo fängt man da nur an? Ingwer ist ein wahrer Alleskönner und fühlt sich in fast jeder Länderküche zu Hause. Seine Vielseitigkeit macht ihn zu einem unverzichtbaren Bestandteil meiner veganen Vorratskammer.

In der asiatischen Küche ist er ein Grundpfeiler. Denk nur an aromatische Thai-Currys, indische Dals oder würzige chinesische Wok-Gerichte. Dort bildet er oft zusammen mit Knoblauch und Chili die heilige Dreifaltigkeit der Aromen. Er harmoniert wunderbar mit Kokosmilch, Sojasauce, Limettensaft und frischen Kräutern wie Koriander.

Aber auch abseits von Asien hat er seinen festen Platz. Eine Prise geriebener Ingwer verleiht einer einfachen Karotten- oder Kürbissuppe eine überraschende Tiefe. In Smoothies sorgt er für einen Frischekick und eine angenehme Schärfe, die wunderbar zu Früchten wie Mango, Ananas oder Orange passt. Und hast du schon mal einen Schuss Ingwersaft in deinem Salatdressing probiert? Ein Game-Changer!

Selbst in süßen Speisen macht er eine gute Figur. In Keksen, Kuchen oder Kompott sorgt er für eine wärmende, würzige Note, die toll mit Zimt, Nelken und Kardamom harmoniert. Und natürlich dürfen wir den klassischen Ingwertee oder selbstgemachte Ingwerlimonade nicht vergessen – erfrischend und belebend zu jeder Jahreszeit.

Einkauf und Lagerung

Die Qualität deines Ingwers macht einen riesigen Unterschied im Geschmack. Worauf solltest du also beim Einkauf achten? Greif zu Knollen, die sich fest und schwer für ihre Größe anfühlen. Die Haut sollte glatt, prall und nur leicht glänzend sein. Lass Stücke liegen, die schrumpelig, weich oder gar schimmelig sind – sie haben ihr bestes Aroma längst verloren.

Ich persönlich kaufe am liebsten Bio-Ingwer. Er hat oft eine dünnere, zartere Schale, die man problemlos mitessen kann. Das spart nicht nur Arbeit beim Schälen, sondern bewahrt auch die wertvollen Inhaltsstoffe, die direkt unter der Haut sitzen.

Und wie lagerst du deinen Schatz zu Hause richtig? Bloß nicht einfach in die Obstschale legen! Bei Raumtemperatur trocknet er schnell aus. Am besten hält sich frischer, ungeschälter Ingwer im Gemüsefach deines Kühlschranks. Wickle ihn locker in ein Stück Küchenpapier oder lege ihn in eine Papiertüte, um überschüssige Feuchtigkeit aufzunehmen. So bleibt er mehrere Wochen frisch und saftig.

Mein Profi-Tipp für die Langzeitlagerung: Friere ihn ein! Du kannst die ganze Knolle einfrieren und bei Bedarf einfach die benötigte Menge mit einer Reibe abreiben – das geht sogar noch einfacher als bei frischem Ingwer. Alternativ kannst du ihn auch schälen, reiben und in Eiswürfelformen mit etwas Wasser portionsweise einfrieren.

Tipps für die Zubereitung

Der Umgang mit Ingwer ist kinderleicht, wenn man ein paar Tricks kennt. Hier sind meine bewährtesten Tipps aus jahrelanger Küchenpraxis:

  • Schälen mit dem Löffel: Vergiss den Sparschäler! Die Kante eines Teelöffels ist das perfekte Werkzeug, um die dünne Haut von den unebenen Stellen der Knolle zu schaben. So entfernst du nur das Nötigste und verschwendest kein wertvolles Fruchtfleisch.
  • Die richtige Zerkleinerung: Wie du Ingwer schneidest, beeinflusst sein Aroma. Fein gerieben (am besten mit einer Mikroraspel) entfaltet er die meiste Schärfe und verteilt sich gut in Saucen oder Dressings. In Scheiben geschnitten gibt er sein Aroma langsamer ab, perfekt für Tees oder zum Aromatisieren von Brühen.
  • Vorsicht bei der Dosierung: Ingwer hat einen dominanten Geschmack. Ein häufiger Fehler ist, zu viel davon zu verwenden. Taste dich langsam heran, besonders wenn du noch nicht so vertraut mit ihm bist. Du kannst später immer noch nachwürzen.
  • Hitze zähmt die Schärfe: Wenn du Ingwer mitkochst oder anbrätst, wird seine Schärfe etwas milder und sein Aroma süßlicher. Für den vollen, scharfen Kick gibst du ihn am besten erst gegen Ende der Garzeit oder roh zum Gericht.
  • Ingwersaft selbst machen: Für einen intensiven Geschmacksschub in Getränken oder Marinaden kannst du Ingwer einfach reiben und die Masse durch ein feines Sieb oder ein Tuch auspressen. Der so gewonnene Saft ist hochkonzentriert und extrem aromatisch.

Häufige Fragen zu Ingwer

Muss man Ingwer immer schälen?

Nein, nicht unbedingt. Die Schale ist essbar. Bei jungem Bio-Ingwer mit seiner dünnen, zarten Haut kannst du sie einfach dranlassen – wasche die Knolle vorher nur gründlich. Bei konventionellem Ingwer oder älteren Stücken mit dicker, holziger Schale empfehle ich jedoch, sie zu entfernen, da sie zäh sein und den Geschmack beeinträchtigen kann.

Kann man Ingwer roh essen?

Absolut! Roh ist sein Geschmack am intensivsten und frischsten. Fein gerieben in Salatdressings, dünn gehobelt über Sushi-Bowls oder als Zutat in einem grünen Smoothie ist roher Ingwer köstlich. Außerdem bleiben so alle hitzeempfindlichen Inhaltsstoffe vollständig erhalten.

Was ist der Unterschied zwischen frischem Ingwer und Ingwerpulver?

Die beiden sind geschmacklich recht unterschiedlich und nicht immer 1:1 austauschbar. Frischer Ingwer ist scharf, saftig und hat eine zitronige Note. Getrocknetes Ingwerpulver ist erdiger, wärmer und konzentrierter in seiner Schärfe. Als Faustregel gilt: Ein Esslöffel frischer, geriebener Ingwer entspricht etwa einem Viertel bis halben Teelöffel Ingwerpulver. Für Tees oder frische Gerichte ist die frische Knolle unschlagbar, während Pulver in Backwaren oder Gewürzmischungen praktisch ist.

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