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Filter zurücksetzenDu liebst deinen Elektrogrill. Er ist schnell, sauber und perfekt für den Balkon. Aber mal ehrlich: Bist du mit den Ergebnissen bei deinem veganen Grillgut immer zu 100 % zufrieden? Wahrscheinlich nicht. Das Problem ist oft nicht dein Können oder das Rezept, sondern schlicht und einfach der Grillrost. Die Lücken zwischen den Stäben sind der natürliche Feind von klein geschnittenem Gemüse, marinierten Tofuwürfeln oder feinen Pilzscheiben. Ein unachtsamer Moment, und schon verabschiedet sich die Hälfte deines leckeren Essens in die Tiefen des Grills. Das ist nicht nur ärgerlich, sondern auch pure Verschwendung. Eine Bratplatte, auch Plancha genannt, schiebt diesem Problem einen Riegel vor. Sie bietet eine durchgehende, geschlossene Oberfläche. Hier fällt nichts mehr durch. Jeder einzelne Zucchini-Chip, jede Kichererbse und jedes Stückchen Paprika bleibt genau da, wo es hingehört: auf deinem Teller.
Doch es geht um mehr als nur darum, das Herunterfallen zu verhindern. Es geht um die Maillard-Reaktion. Das ist der chemische Prozess, der für die köstlichen Röstaromen und die unwiderstehliche braune Kruste verantwortlich ist. Auf einem Grillrost bekommt dein veganes Patty oder dein Seitan-Steak nur an den Kontaktpunkten mit den heißen Stäben diese Reaktion – das Ergebnis sind die typischen Grillstreifen. Ganz nett, aber das wahre Potenzial bleibt ungenutzt. Eine Bratplatte hingegen bietet vollflächigen Kontakt zur Hitzequelle. Dein Grillgut wird von unten komplett und gleichmäßig gebräunt. Das bedeutet: mehr Kruste, mehr Geschmack, mehr Genuss. Stell dir einen veganen Burger vor, dessen Patty nicht nur Streifen hat, sondern eine durchgehend knusprige, karamellisierte Oberfläche. Das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht, den du schmecken und fühlen wirst. Der Rost ist gut für den Anfang, aber für echte kulinarische Ergebnisse brauchst du eine massive, flächige Hitzeübertragung.
Ein weiterer entscheidender Punkt ist die Vielseitigkeit. Ein Grillrost limitiert dich. Du kannst im Grunde nur Dinge grillen, die groß genug sind, um nicht durchzufallen. Aber was ist mit veganem Rührei aus Tofu? Oder fluffigen Pancakes zum Sonntagsbrunch auf dem Balkon? Was ist mit gebratenem Reis oder sogar einer knusprigen veganen Pizza? All das ist auf einem normalen Grillrost undenkbar. Mit einer Bratplatte für deinen Elektrogrill eröffnest du dir eine komplett neue kulinarische Welt. Sie verwandelt deinen Grill in eine Outdoor-Küche. Du kannst braten, schmoren und sogar backen. Marinaden und Saucen bleiben auf der Platte und können das Grillgut während des gesamten Garprozesses ummanteln, anstatt einfach nur nach unten zu tropfen. Du holst also nicht nur mehr aus deinem Grill heraus, du machst ihn zu einem echten Alleskönner für deine kreative, vegane Küche.
Die Wahl des richtigen Materials für deine Bratplatte ist entscheidend. Es beeinflusst alles: die Hitzeverteilung, das Anbratverhalten, den Geschmack und nicht zuletzt die Reinigung. Fangen wir mit dem Klassiker an: Gusseisen. Eine gusseiserne Bratplatte ist der Inbegriff von brachialer Hitze und perfektem Branding. Das Material speichert Wärme wie kein zweites. Einmal richtig aufgeheizt, gibt es diese Energie extrem gleichmäßig und konstant an dein Grillgut ab. Das Ergebnis? Eine unfassbar knusprige Kruste auf deinen veganen Burger-Patties und eine tiefe, geschmacksintensive Bräunung auf deinem Seitan-Steak. Gusseisen entwickelt mit der Zeit eine natürliche Antihaft-Schicht, die sogenannte Patina. Diese Schicht schützt nicht nur vor Rost, sondern trägt auch zum charakteristischen Geschmack bei. Der Nachteil: Gusseisen ist schwer und pflegeintensiv. Du musst es vor der ersten Benutzung einbrennen und nach jedem Gebrauch sorgfältig reinigen und leicht einölen. Aber für Grill-Puristen, die den maximalen Geschmack suchen, führt kein Weg an Gusseisen vorbei.
Als nächstes haben wir Edelstahl. Bratplatten aus Edelstahl sind die robusten Arbeitstiere. Sie sind deutlich leichter als Gusseisen und absolut pflegeleicht. Du kannst sie nach dem Grillen einfach reinigen, ohne dir Sorgen um Rost oder eine empfindliche Patina machen zu müssen. Viele Modelle sind sogar spülmaschinengeeignet. Edelstahl ist zudem nicht reaktiv, das heißt, es reagiert nicht mit säurehaltigen Lebensmitteln wie Tomaten oder Zitrusfrüchten in Marinaden. Der Geschmack deines Essens bleibt also absolut unverfälscht. In Sachen Hitzespeicherung kann Edelstahl nicht ganz mit Gusseisen mithalten, heizt dafür aber schneller auf. Für schnelles, unkompliziertes Grillen von Gemüse, Tofu oder veganen Garnelen ist eine Edelstahlplatte eine exzellente Wahl. Sie ist der perfekte Kompromiss zwischen Performance und Komfort und verzeiht auch mal den einen oder anderen Pflegefehler.
Die dritte Option sind antihaft-beschichtete Bratplatten. Hier ist der Name Programm. Auf diesen Platten bleibt absolut nichts kleben. Das macht sie zur ersten Wahl für besonders empfindliches Grillgut. Denk an vegane Spiegeleier, feine Crêpes oder zerfallende Fisch-Alternativen. Du benötigst kaum Öl, was die Zubereitung noch gesünder macht. Die Reinigung ist ein Kinderspiel – oft reicht ein feuchtes Tuch. Klingt perfekt, oder? Es gibt jedoch einen Haken. Die Antihaft-Beschichtung ist empfindlich. Du darfst auf keinen Fall mit Metallbesteck darauf hantieren, da Kratzer die Beschichtung zerstören. Auch extrem hohe Temperaturen, wie sie für ein scharfes Anbraten nötig sind, können der Beschichtung auf Dauer schaden. Eine beschichtete Platte ist also ideal für sanfteres Garen bei mittlerer Hitze und für alle, die maximalen Komfort und eine kinderleichte Reinigung wünschen. Für das brutale Branding eines Steaks ist sie weniger geeignet.
Um dir die Entscheidung zu erleichtern, hier eine klare Übersicht der Vor- und Nachteile der verschiedenen Materialien für deine Elektrogrill-Bratplatte.
| Material | Vorteile | Nachteile | Ideal für |
|---|---|---|---|
| Gusseisen |
|
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Vegane Steaks (Seitan, Sellerie), Smashed Burger, alle, die maximalen Geschmack und Röstaromen wollen. |
| Edelstahl |
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Gemüse, Tofu, vegane Garnelen, Grillkäse-Alternativen. Der Allrounder für unkompliziertes Grillen. |
| Antihaft-beschichtet |
|
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Veganes Rührei/Spiegelei, Pancakes, Crêpes, empfindliche Fisch-Alternativen, für Anfänger und Komfortliebhaber. |
Du bist überzeugt und willst deinem Elektrogrill das Upgrade einer Bratplatte gönnen. Sehr gut! Aber bevor du zuschlägst, lass uns über die Details sprechen, die den Unterschied zwischen einer guten und einer herausragenden Bratplatte ausmachen. Das offensichtlichste Kriterium ist die Passform. Es klingt banal, ist aber der häufigste Fehler: Eine Platte zu kaufen, die nicht exakt auf deinen Elektrogrill passt. Universelle Platten sind oft ein schlechter Kompromiss. Sie wackeln, liegen nicht plan auf der Heizquelle und führen zu einer katastrophalen Hitzeverteilung. Miss deinen Grill genau aus oder, noch besser, suche nach einer Platte, die explizit für dein Grillmodell konzipiert wurde. Nur so stellst du sicher, dass die Hitze optimal übertragen wird und du keine Energie verschwendest. Eine perfekt sitzende Platte ist die absolute Grundlage für gute Grillergebnisse.
Das nächste Kriterium ist die Materialstärke und Verarbeitung. Spar hier auf keinen Fall am falschen Ende! Eine dünne, billige Bratplatte wird sich bei hohen Temperaturen verziehen. Sie wölbt sich, liegt nicht mehr flach auf und dein Öl sammelt sich an einer Stelle, während der Rest der Platte trocken bleibt und das Grillgut anbrennt. Achte auf eine massive, schwere Ausführung, besonders bei Gusseisen und Edelstahl. Eine Materialstärke von mindestens 4-5 Millimetern ist ein guter Richtwert. Fühle die Kanten: Sind sie sauber entgratet oder scharfkantig? Eine hochwertige Verarbeitung zeigt sich im Detail und sorgt nicht nur für bessere Ergebnisse, sondern auch für mehr Sicherheit bei der Handhabung. Denk daran: Du kaufst dieses Zubehör nicht für eine Saison, sondern idealerweise für viele Jahre. Qualität zahlt sich hier doppelt und dreifach aus.
Schau dir auch die Oberflächengestaltung und Funktionalität genau an. Viele Bratplatten sind nicht einfach nur flach. Einige Modelle bieten eine geriffelte und eine glatte Seite. Das ist genial, denn so hast du quasi zwei Platten in einer. Die glatte Seite für Pancakes und Gemüse, die geriffelte Seite für die klassischen Grillstreifen auf deinem veganen Steak. Ein weiteres wichtiges Detail ist der Rand. Eine Platte ohne oder mit einem sehr flachen Rand ist nur für sehr trockenes Grillgut geeignet. Sobald du mit Marinaden arbeitest oder saftiges Gemüse wie Pilze und Zwiebeln brätst, läuft dir die Flüssigkeit vom Grill. Ein leicht erhöhter Rand von 1-2 cm hält alles auf der Platte und sorgt dafür, dass der Geschmack da bleibt, wo er hingehört. Achte auch auf ein integriertes Fettablaufsystem. Auch beim veganen Grillen mit Öl entsteht überschüssige Flüssigkeit. Eine kleine Öffnung oder Rinne, die das Fett in die Auffangschale deines Grills leitet, ist Gold wert und verhindert eine riesige Sauerei.
Du hast sie, deine neue Bratplatte. Herzlichen Glückwunsch! Jetzt beginnt der spaßige Teil. Damit du vom ersten Tag an beeindruckende Ergebnisse erzielst, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Das A und O ist die richtige Temperaturkontrolle. Anders als ein Rost braucht eine massive Platte, besonders aus Gusseisen, Zeit zum Vorheizen. Gib ihr mindestens 10-15 Minuten bei mittlerer bis hoher Stufe, bevor das erste Grillgut sie berührt. Ein einfacher Test: Spritze ein paar Wassertropfen auf die Platte. Wenn sie sofort zischend verdampfen und über die Oberfläche tanzen, ist die Platte heiß genug. Für empfindliche Dinge wie Tofu oder Pancakes solltest du die Hitze danach etwas reduzieren. Für ein Seitan-Steak, das eine krasse Kruste bekommen soll, brauchst du die volle Power. Lerne, mit der Temperatur deines Grills zu spielen – das ist der Schlüssel zur Meisterschaft auf der Platte.
Jetzt wird's lecker: Entfessle die kulinarische Vielfalt! Deine Bratplatte schreit nach kreativen Ideen. Vergiss die langweiligen Gemüsespieße. Probiere mal vegane Smashed Burger: Forme eine lockere Kugel aus deinem liebsten veganen Hack, lege sie auf die heiße, leicht geölte Platte und drücke sie mit einem stabilen Pfannenwender platt. Die riesige Kontaktfläche sorgt für eine unglaublich knusprige Kruste. Oder wie wäre es mit einem Frühstück vom Grill? Veganes Rührei aus Seidentofu, gewürzt mit Kala Namak für den typischen Eigeschmack, gelingt auf der Platte perfekt. Daneben brätst du ein paar vegane Würstchen und Pilze. Und zum Nachtisch? Einfach ein paar Kleckse Pancake-Teig auf die Platte geben und goldbraun ausbacken. Serviert mit Ahornsirup und frischen Beeren – direkt vom Grill. Du siehst, die Möglichkeiten sind endlos und beschränken sich nicht nur auf das klassische Abend-BBQ.
Eine gute Bratplatte kann dich ein Leben lang begleiten, wenn du sie richtig behandelst. Die Pflege hängt stark vom Material ab. Eine antihaft-beschichtete Platte ist am einfachsten: Nach dem Abkühlen einfach mit einem weichen Schwamm, warmem Wasser und etwas Spülmittel reinigen. Niemals kratzige Schwämme oder Metallwerkzeuge verwenden! Eine Edelstahlplatte ist robuster. Hier kannst du auch mal hartnäckigeren Schmutz mit einem Edelstahlschwamm entfernen. Eingebranntes weichst du am besten mit etwas Wasser direkt auf der noch warmen Platte ein. Die Königsdisziplin ist die Pflege der Gusseisenplatte. Reinige sie niemals mit Spülmittel, das zerstört die wertvolle Patina. Schabe grobe Reste mit einem Holz- oder Kunststoffschaber ab, während die Platte noch warm ist. Spüle sie dann mit heißem Wasser ab und trockne sie sofort gründlich, um Rost zu vermeiden. Zum Schluss reibst du die gesamte Platte hauchdünn mit einem neutralen, hoch erhitzbaren Öl (z.B. Rapsöl) ein. Das schützt sie bis zum nächsten Einsatz und pflegt die Patina. Dieser kleine Mehraufwand wird mit einem immer besseren Grillergebnis und einer quasi unzerstörbaren Platte belohnt.
Eine Bratplatte ist ein fantastisches Werkzeug, aber kein Selbstläufer. Es gibt ein paar typische Fallstricke, die dir den Grillspaß verderben können. Wenn du sie kennst, kannst du sie aber leicht umschiffen. Der häufigste Fehler ist Ungeduld beim Vorheizen. Du hast Hunger, der Grill ist an, also rauf mit dem Essen. Falsch! Eine kalte oder nur lauwarme Platte lässt dein Grillgut festkleben und matschig werden, anstatt es zu braten. Besonders Gusseisen braucht seine Zeit. Gib der Platte die nötigen 10-15 Minuten, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Nur eine richtig heiße Platte sorgt für den Zisch-Effekt und die sofortige Krustenbildung, die das Anhaften verhindert. Deine Geduld wird mit einem perfekten Ergebnis belohnt, versprochen.
Fehler Nummer zwei: Das falsche Öl verwenden. Nicht jedes Öl ist für die hohen Temperaturen auf einer Bratplatte geeignet. Olivenöl extra vergine zum Beispiel hat einen niedrigen Rauchpunkt. Es verbrennt schnell, wird bitter und entwickelt ungesunde Stoffe. Das willst du nicht in deinem Essen haben. Greife stattdessen zu hoch erhitzbaren Ölen mit einem Rauchpunkt über 200°C. Dazu gehören Rapsöl, Sonnenblumenöl (High-Oleic), Erdnussöl oder raffiniertes Kokosöl. Diese Öle bleiben auch bei starker Hitze stabil und sorgen für ein sauberes, leckeres Bratergebnis. Ein gutes Öl ist kein Nebenschauplatz, sondern ein entscheidender Faktor für den Geschmack und deine Gesundheit.
Ein weiterer Klassiker ist das Überladen der Platte. Du willst möglichst viel auf einmal fertig bekommen und legst die gesamte Fläche dicht an dicht mit Gemüse und Tofu voll. Das Ergebnis ist enttäuschend: Anstatt zu braten, beginnt das Grillgut zu dünsten. Die Temperatur der Platte sinkt rapide ab, das austretende Wasser kann nicht verdampfen und alles wird eher gekocht als gegrillt. Die erhoffte Kruste bleibt aus. Grille lieber in kleineren Portionen und lass zwischen den einzelnen Stücken immer etwas Platz. So kann die Feuchtigkeit entweichen und die heiße Plattenoberfläche ihre Arbeit machen. Das dauert vielleicht ein paar Minuten länger, aber der geschmackliche Unterschied ist gewaltig.
Fehler Nummer vier betrifft das falsche Werkzeug. Du hast dir eine tolle, antihaft-beschichtete Platte gekauft und kratzt mit einer Metallgabel darauf herum. Ein fataler Fehler! Jeder Kratzer beschädigt die empfindliche Schicht und mindert die Antihaft-Wirkung. Irgendwann ist sie ruiniert. Verwende bei beschichteten Platten ausschließlich Werkzeug aus Holz, Silikon oder hitzebeständigem Kunststoff. Bei Gusseisen und Edelstahl bist du flexibler, hier ist ein stabiler Wender aus Metall oft die beste Wahl, um zum Beispiel Smashed Burger richtig platt zu drücken oder Angebratenes zu lösen. Passe dein Werkzeug immer dem Material deiner Platte an, um ihre Lebensdauer zu maximieren.
Der letzte und vielleicht menschlichste Fehler: ständiges Wenden und Verschieben. Du legst dein mariniertes Tofusteak auf die Platte und fängst nach 10 Sekunden an, daran zu rütteln, um zu sehen, ob es schon braun ist. Lass das! Gutes Grillen braucht einen Moment der Ruhe. Das Grillgut muss eine Verbindung mit der heißen Platte eingehen, damit die Maillard-Reaktion stattfinden kann. Wenn du es zu früh bewegst, reißt du die entstehende Kruste auf und es klebt fest. Warte, bis sich das Grillgut fast von selbst von der Platte lösen lässt. Das ist das Zeichen, dass die Kruste stabil genug ist. Hab Vertrauen in die Hitze und gib deinem Essen die Zeit, die es braucht, um köstlich zu werden.
Nach all diesen Informationen stellt sich die finale Frage: Lohnt sich die Anschaffung einer Bratplatte für dich persönlich? Die Antwort ist ein klares „Kommt darauf an“. Lass uns ehrlich sein. Wenn du deinen Elektrogrill ausschließlich dafür nutzt, um zweimal im Sommer ein paar vegane Bratwürste und vorgefertigte Gemüsespieße zu grillen, dann reicht dir der normale Grillrost wahrscheinlich aus. Du wirst damit zufrieden sein und musst das Geld nicht extra ausgeben. Die Bratplatte ist kein Muss für jeden, der einen Grill besitzt. Sie ist ein Spezialwerkzeug für alle, die mehr wollen. Für alle, die das volle Potenzial ihres Grills ausschöpfen und ihre kulinarischen Horizonte erweitern möchten.
Ein lautes und begeistertes „Ja, du brauchst sie unbedingt!“ gilt für dich, wenn du dich in einem der folgenden Punkte wiedererkennst. Du ärgerst dich regelmäßig über Gemüse, das durch den Rost fällt. Du liebst die Idee von einer durchgehend knusprigen Kruste auf deinen veganen Patties, anstatt nur ein paar Grillstreifen zu haben. Du möchtest auf deinem Balkon-Grill auch mal Dinge zubereiten, die bisher der Küche vorbehalten waren – wie Pancakes, veganes Rührei oder gebratene Nudeln. Du experimentierst gerne mit Marinaden und willst, dass diese am Grillgut haften bleiben und karamellisieren, anstatt ungenutzt zu verbrennen. Wenn du beim Lesen dieser Punkte genickt hast, dann ist eine Bratplatte keine Spielerei, sondern die logische und sinnvollste Erweiterung für deinen Elektrogrill. Sie wird die Art, wie du grillst, von Grund auf verändern.
Die Investition in eine hochwertige Bratplatte ist eine Investition in Geschmack, Vielfalt und Grillspaß. Du verwandelst deinen Elektrogrill von einem reinen „Grillgerät“ in eine multifunktionale Outdoor-Kochstation. Du wirst kreativer, probierst neue Rezepte aus und erzielst Ergebnisse, die du mit einem Rost niemals erreichen könntest. Denk an den Duft von frisch gebratenen Zwiebeln und Pilzen, an das Zischen eines perfekt geplätteten Burger-Patties, an die Freude, sonntags draußen Pancakes zu backen. Das ist es, was eine Bratplatte dir ermöglicht. Wenn du also bereit bist, dein veganes Grill-Game auf das nächste Level zu heben und deine Gäste (und dich selbst) mit fantastischen Gerichten zu beeindrucken, dann zögere nicht länger. Finde die perfekte Bratplatte für deinen Grill und entdecke eine neue Welt des veganen Genusses.
Weitere wichtige Informationen zum Thema
Massives Gusseisen bietet die beste Wärmespeicherung, während Edelstahl durch Rostfreiheit und einfache Pflege überzeugt. Wenn du maximale Röstaromen durch die Maillard-Reaktion erzielen willst, ist eine gusseiserne Plancha unschlagbar. Die Maillard-Reaktion beschreibt die chemische Bräunung von Aminosäuren und Zucker bei hoher Hitze, die für den herzhaften Geschmack sorgt. Gusseisen hält die Temperatur konstant, auch wenn du kaltes Grillgut wie marinierten Tofu auflegst.
Edelstahl hingegen ist ideal für alle, die eine hygienische und säurebeständige Oberfläche suchen. Es ist perfekt für empfindliches Gemüse oder Obst, da es keinen Eigengeschmack abgibt. Achte beim Kauf auf die Materialstärke: Eine hochwertige Platte sollte mindestens 4 bis 6 mm dick sein, um sich bei Hitze nicht zu verziehen. Beschichtete Platten sind zwar leicht zu reinigen, halten aber oft der dauerhaft hohen Hitze eines Elektrogrills nicht so lange stand wie die unbeschichteten Klassiker.
Die richtige Vorbehandlung durch das sogenannte Einbrennen (Patina-Bildung) ist bei Gusseisen der entscheidende Faktor für eine natürliche Antihaftbeschichtung. Bei diesem Prozess wird Öl bei hohen Temperaturen in die Poren des Metalls eingebrannt, wodurch eine glatte, schwarze Schutzschicht entsteht. Diese Patina wird mit jeder Nutzung besser. Bei Edelstahlplatten hilft hingegen die richtige Temperaturführung: Warte, bis die Platte heiß genug ist (Wassertropfen-Test), bevor du das Grillgut auflegst. Das Grillgut löst sich von selbst, sobald die Kruste ausreichend ausgebildet ist.
Ein wichtiger Praxistipp ist die Verwendung von Ölen mit hohem Rauchpunkt, wie etwa raffiniertem Rapsöl oder Erdnussöl. Olivenöl verbrennt bei den hohen Temperaturen einer Plancha zu schnell und hinterlässt einen bitteren Geschmack. Für die Reinigung solltest du bei Gusseisen auf Spülmittel verzichten, um die mühsam aufgebaute Patina nicht zu zerstören. Meist reicht warmes Wasser und ein Ringreiniger aus Edelstahl, um Rückstände sanft zu lösen.
Die Kompatibilität hängt primär von den Abmessungen der Grillfläche und der Leistung deines Elektrogrills ab. Es ist essenziell, dass die Platte nicht die gesamte Grillfläche luftdicht abschließt, da es sonst zu einem Hitzestau kommen kann, der die Heizelemente deines Elektrogrills beschädigt. Achte darauf, dass an den Seiten mindestens 1-2 cm Platz bleiben, damit die Luft zirkulieren kann. Viele Hersteller bieten passgenaue Planchas für spezifische Modelle an, was die sicherste Wahl darstellt.
Ein weiterer Aspekt ist das Gewicht: Massive Platten aus Gusseisen können sehr schwer sein. Prüfe vorab, ob die Halterungen deines Grills für dieses Zusatzgewicht ausgelegt sind. Falls dein Elektrogrill eher leistungsschwach ist (unter 2.000 Watt), empfiehlt sich eine etwas dünnere Platte, da diese schneller aufheizt. Hochwertige Universal-Bratplatten verfügen oft über verstellbare Füße oder Einkerbungen an der Unterseite, um einen stabilen Halt auf verschiedenen Rost-Typen zu gewährleisten.
Die geschlossene Oberfläche verhindert das Durchfallen von kleinteiligem Grillgut und ermöglicht die Zubereitung von Speisen mit flüssigen Bestandteilen. Während auf einem Rost mariniertes Gemüse, Pilzscheiben oder veganes Rührei verloren gehen würden, bleibt auf der Bratplatte alles an seinem Platz. Zudem bleiben Marinaden und Säfte direkt am Grillgut, was für eine intensivere Aromatisierung sorgt. Die Hitzeübertragung erfolgt vollflächig durch Wärmeleitung (Konduktion) statt nur punktuell durch die Stäbe des Rosts.
Dies führt zu einer gleichmäßigen Krustenbildung über die gesamte Fläche des Grillguts, was besonders bei veganen Patties oder Seitan-Steaks den geschmacklichen Unterschied macht. Ein weiterer Vorteil ist die Vielseitigkeit: Dein Elektrogrill wird zur Outdoor-Küche, auf der du sogar Pancakes, Spiegeleier oder Smash-Burger zubereiten kannst. Durch die flache Bauweise lässt sich die Platte nach dem Abkühlen zudem oft einfacher reinigen als ein verwinkelter Grillrost, da man Speisereste einfach mit einem Spachtel abschaben kann.
Eine massive Bratplatte aus Gusseisen oder Edelstahl ist bei richtiger Pflege eine Anschaffung für das ganze Leben. Während elektrische Komponenten eines Grills verschleißen können, ist eine unbeschichtete Metallplatte nahezu unzerstörbar. Edelstahl ist dabei völlig unempfindlich gegenüber Rost, während Gusseisen bei mangelnder Trocknung korrodieren kann – was sich jedoch durch erneutes Abschleifen und Einbrennen jederzeit beheben lässt. Billige, dünne Blechplatten neigen hingegen dazu, sich unter Hitzeeinwirkung dauerhaft zu verformen (Wölbung).
Beim Kauf solltest du auf die Herstellergarantie achten: Renommierte Marken gewähren oft 5 bis 10 Jahre Garantie auf Materialfehler oder Durchrostung. Achte darauf, ob die Garantie auch die Beschichtung einschließt, falls du dich für eine emaillierte Variante entscheidest. Emailliertes Gusseisen kombiniert die Vorteile von Guss mit dem Rostschutz von Glas, ist aber stoßempfindlich. Wenn die Emaillierung abplatzt, ist die Schutzwirkung dahin. Für maximale Langlebigkeit im harten Grilleinsatz ist daher unbehandeltes Gusseisen oder massiver Edelstahl die professionellere Wahl.

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Gründer von eat-vegan.de & Experte für pflanzliche Kulinarik. Mario verbindet 4 Jahre Erfahrung in der veganen Küche mit der Leidenschaft für nachhaltigen Genuss. Als Rezeptentwickler und Food-Autor zeigt er, dass vegane Ernährung nicht Verzicht, sondern Vielfalt bedeutet. Sein Fokus liegt auf alltagstauglichen Rezepten, die auch ohne Ersatzprodukte überzeugen. Man muss aber auch sagen dass er auch gerne Rezepte über Fleisch und ähnliches erstellt. Siehe dafür seinen Blog www.pastaweb.de