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Letztes Update: 25. April 2026

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Plant Based: Nur ein Trend oder die Rettung für deinen Körper?

20. März 2026•7 Min. Lesezeit
von Mario Wormuth
Plant Based: Nur ein Trend oder die Rettung für deinen Körper?

Das Wichtigste auf einen Blick

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Hand aufs Herz: Hast du dich auch schon mal gefragt, warum plötzlich überall „Plant Based“ draufsteht, obwohl es eigentlich wie vegan aussieht? Ist das nur cleveres Marketing oder steckt da wirklich ein handfester Vorteil für dich drin? Ehrlich gesagt: Viele werfen diese Begriffe in einen Topf, dabei gibt es einen gewaltigen Unterschied, der darüber entscheidet, ob du dich einfach nur tierfrei ernährst oder deinem Körper einen echten Gefallen tust. Wenn du keine Lust mehr auf hochverarbeitete Ersatzprodukte hast und wissen willst, wie du mit echter Power aus der Natur dein Energielevel auf das nächste Level hebst, dann bist du hier genau richtig.

Was ist der Unterschied zwischen Plant Based und Vegan?

Was ist der Unterschied zwischen Plant Based und Vegan?
Was ist der Unterschied zwischen Plant Based und Vegan?

Wir hören oft, dass diese Begriffe synonym verwendet werden, aber das stimmt so nicht ganz. Während Veganismus oft eine ethische Entscheidung ist, bei der 100% aller tierischen Produkte vom Speiseplan (und oft auch aus dem Kleiderschrank) verschwinden, ist Plant Based eher ein gesundheitsorientierter Lifestyle. Hier geht es primär darum, was auf deinem Teller landet und wie naturbelassen diese Lebensmittel sind.

Fokus auf Naturbelassenheit statt Ersatzprodukte

Ein Veganer kann sich theoretisch den ganzen Tag von Pommes, Oreos und veganer Salami ernähren – das ist zwar tierfrei, aber nicht unbedingt gesund. Bei der pflanzenbasierten Ernährung hingegen meiden wir industriell hergestellte Ersatzprodukte und raffinierten Zucker weitestgehend. Wir setzen auf das, was die Natur uns direkt liefert. Das Ziel ist eine hohe Nährstoffdichte, die deinen Körper wirklich nährt, statt ihn nur zu füllen.

Flexibilität statt strenger Verbote

Das Beste daran: Plant Based ist kein starres Gefängnis. Im Gegensatz zum klassischen Veganismus erlaubt dieser Trend den moderaten Verzehr von tierischen Produkten. Es geht nicht um Perfektion, sondern um die Priorisierung. Viele Anhänger orientieren sich an einem Anteil von etwa 90% pflanzlichen Komponenten, während die restlichen 10% aus hochwertigen tierischen Quellen wie Bio-Eiern oder etwas Fisch bestehen können. Es ist also eher eine qualitative Weiterentwicklung des Flexitarismus.

Merkmal Veganismus Plant Based
Motivation Meist ethisch/Tierwohl Meist gesundheitlich
Tierische Produkte Strikt 0% Geringe Mengen erlaubt (ca. 10%)
Verarbeitungsgrad Egal (auch Junkfood möglich) Fokus auf unverarbeitet (Whole Food)
Ersatzprodukte Häufiger Bestandteil Werden weitestgehend gemieden

Ist eine pflanzenbasierte Ernährung wirklich gesünder?

Die kurze Antwort: Ja, wenn du es richtig anstellst! Da der Fokus auf „Whole Foods“ liegt, also unverarbeiteten Lebensmitteln, nimmst du automatisch eine riesige Menge an Mikronährstoffen auf. Diese sind essenziell, um deine normalen Körperfunktionen aufrechtzuerhalten und dich im Alltag fit zu fühlen. Laut dem Nutrition Hub Trendreport 2022 landete die pflanzenbasierte Ernährung nicht ohne Grund auf dem 2. Platz der wichtigsten Ernährungstrends.

Ballaststoffe für eine glückliche Verdauung

Pflanzliche Lebensmittel sind wahre Ballaststoff-Bomben. Diese unverdaulichen Pflanzenfasern sind das absolute Superfood für deine Darmflora. Sie tragen zu einer normalen Funktion des Verdauungssystems bei und sorgen dafür, dass du länger satt bleibst. Wer viele Hülsenfrüchte, Vollkorngetreide und Gemüse isst, vermeidet die typischen Heißhungerattacken, die oft nach dem Verzehr von Weißmehlprodukten auftreten.

Schutz durch sekundäre Pflanzenstoffe

Hast du schon mal von oxidativem Stress gehört? Das ist quasi der Rostprozess unserer Zellen. Eine abwechslungsreiche Auswahl an buntem Obst und Gemüse liefert dir wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe. Diese kleinen Helfer tragen dazu bei, deine Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Je bunter dein Teller, desto breiter ist das Spektrum an Schutzstoffen, die du aufnimmst. Wir empfehlen dir, den Regenbogen zu essen – von tiefroten Beeren bis hin zu dunkelgrünem Grünkohl.

Wie sieht der perfekte Plant Based Teller aus?

Wie sieht der perfekte Plant Based Teller aus?
Wie sieht der perfekte Plant Based Teller aus?

Wir machen es dir einfach: Du musst keine Kalorien zählen oder komplizierte Formeln berechnen. Es gibt eine einfache Faustregel für deine Mahlzeiten, mit der du sicherstellst, dass du alle wichtigen Nährstoffe bekommst. Wenn du dich an diese Aufteilung hältst, unterstützt du deinen Energiestoffwechsel optimal und beugst Müdigkeit vor.

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Die 50-25-25 Regel für deine Mahlzeit

Stell dir deinen Teller vor: 50% deines Tellers sollten mit buntem Gemüse und Obst gefüllt sein. Das liefert Volumen und Vitamine. Weitere 25% bestehen aus komplexen Kohlenhydraten wie Kartoffeln, Quinoa oder Vollkorngetreide. Die restlichen 25% reservierst du für hochwertige Proteinquellen. Das können Linsen, Kichererbsen, Tofu oder in moderaten Mengen auch magere tierische Produkte sein.

Pflanzliche Proteine als Kraftquelle

Viele haben Angst, bei einer pflanzlichen Ernährung zu wenig Eiweiß zu bekommen. Aber keine Sorge: Tofu, Linsen, Erbsen und sogar Pilze sind hervorragende Alternativen zu Fleisch. Diese Quellen liefern dir nicht nur Protein, sondern oft auch wichtige Mineralstoffe wie Eisen und Zink. Wenn du verschiedene Quellen kombinierst – zum Beispiel Bohnen mit Reis – erhöhst du die biologische Wertigkeit und dein Körper kann das Eiweiß noch besser verwerten.

  • Gemüse & Obst: 50% (Vitamine & Ballaststoffe)
  • Vollkorn & Kartoffeln: 25% (Langsame Energie)
  • Proteine (Linsen, Tofu, etc.): 25% (Muskelerhalt & Sättigung)
  • Gesunde Fette: Ein kleiner Klecks Nüsse oder Avocado als Topping
Regenbogen-Quinoa-Bowl mit gerösteten Kichererbsen

Rezept

Einfach

Regenbogen-Quinoa-Bowl mit gerösteten Kichererbsen

Vorb.15 Min.
Kochen25 Min.
Gesamt40 Min.

Diese Bowl folgt der 50-25-25 Regel und liefert komplexe Kohlenhydrate, pflanzliches Protein und eine Vielzahl an Mikronährstoffen durch buntes Gemüse.

Portionen
2
2

Zutaten

120 g Quinoa(trocken gewogen)
240 g Kichererbsen(gekocht, aus dem Glas)
200 g Brokkoli(in kleine Röschen geteilt)
1 Stück Süßkartoffel(gewürfelt)
50 g Babyspinat(frisch)
1 Stück Rote Bete(frisch, geraspelt)
2 EL Olivenöl(kaltgepresst)
2 EL Tahini(Sesammus für das Dressing)
1 EL Zitronensaft(frisch gepresst)
0.5 TL Kurkuma(gemahlen)

Zubereitung

1

Quinoa nach Packungsanweisung in leicht gesalzenem Wasser garen.

2

Süßkartoffelwürfel und Kichererbsen mit 1 EL Olivenöl und Kurkuma mischen, auf einem Backblech bei 200°C ca. 20 Minuten rösten.

3

Den Brokkoli die letzten 8 Minuten mit auf das Backblech geben oder kurz dämpfen.

4

Für das Dressing Tahini, Zitronensaft und etwas Wasser glatt rühren.

5

Quinoa (25%), Kichererbsen (25%) und das gesamte Gemüse (50%) in einer Schüssel anrichten und mit dem Dressing beträufeln.

Nährwerte

ca. 520
kcal
ca. 19g
Protein
ca. 65g
Carbs
ca. 18g
Fett

Nährwertangaben sind Schätzwerte und können je nach Zutaten variieren.

plant-basedglutenfreiproteinreich

Gesamtzeit: 40 Minuten

Warum spielt der Verarbeitungsgrad eine so große Rolle?

Hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Bei Plant Based geht es um die Natürlichkeit. Hochverarbeitete Lebensmittel enthalten oft versteckte Fette, zu viel Salz und künstliche Zusatzstoffe, die deinen Körper eher belasten als unterstützen. Wir wollen die Lebensmittel so nah wie möglich an ihrem Ursprung verzehren.

Ganzheitliche Verwertung statt Verschwendung

Ein spannender Aspekt dieses Trends ist die „Root-to-Leaf“-Philosophie. Das bedeutet, wir nutzen das Lebensmittel ganzheitlich. Hast du schon mal Brokkolistrunke geschält und mitgekocht oder die Schalen von Bio-Möhren für eine Brühe verwendet? Das ist nicht nur nachhaltig, sondern oft stecken gerade in den äußeren Schichten oder den Strunken besonders viele Nährstoffe. Es schont zudem deinen Geldbeutel und reduziert den Müll.

Regionale Bio-Produkte bevorzugen

Um eine wirklich hohe Nährstoffdichte zu gewährleisten, setzen wir auf regionale Bio-Produkte. Warum? Weil lange Transportwege oft dazu führen, dass Vitamine verloren gehen. Ein Apfel aus der Region, der reif geerntet wurde, hat meist ein besseres Nährstoffprofil als eine exotische Frucht, die unreif um die halbe Welt geschifft wurde. Zudem vermeidest du bei Bio-Ware die Belastung durch synthetische Pestizide.

Wie gelingt der Einstieg ohne Stress?

Wie gelingt der Einstieg ohne Stress?
Wie gelingt der Einstieg ohne Stress?

Du musst nicht von heute auf morgen deine komplette Küche umkrempeln. Der Plant-based-Ansatz ist inklusiv und verzeiht Fehler. Es geht um eine langfristige Umstellung deiner Gewohnheiten, nicht um eine kurzfristige Diät. Fang klein an und steigere dich in deinem eigenen Tempo.

Schritt für Schritt reduzieren

Ehrlich gesagt: Es bringt nichts, wenn du dich kasteist. Fang damit an, Fleisch nur noch als Beilage zu sehen statt als Hauptakteur. Ersetze das Hackfleisch in der Bolognese durch rote Linsen oder probiere Hafermilch im Kaffee. Du wirst überrascht sein, wie schnell sich deine Geschmacksknospen an die natürlichen Aromen gewöhnen, wenn der ganze künstliche Kram wegfällt.

Vorbereitung ist alles (Meal Prep)

Der größte Feind der gesunden Ernährung ist der Hungerast nach der Arbeit. Wenn du dann nichts im Haus hast, landet schnell die Tiefkühlpizza im Ofen. Wir empfehlen dir, Basics wie Quinoa, Kichererbsen oder geröstetes Gemüse auf Vorrat zu kochen. So kannst du dir in 5 Minuten eine „Buddha Bowl“ zusammenstellen, die perfekt in dein Plant Based Konzept passt. Studien zeigen, dass Menschen, die ihre Mahlzeiten planen, seltener zu ungesunden Snacks greifen.

Linsensalat mit Avocado und Walnüssen

Rezept

Einfach

Linsensalat mit Avocado und Walnüssen

Vorb.10 Min.
Kochen20 Min.
Gesamt30 Min.

Ein ballaststoffreiches Gericht, das den Fokus auf unverarbeitete 'Whole Foods' legt und durch gesunde Fette lange sättigt.

Portionen
2
2

Zutaten

150 g Berglinsen(trocken)
1 Stück Avocado(reif)
150 g Kirschtomaten(halbiert)
0.5 Stück Gurke(gewürfelt)
30 g Walnusskerne(grob gehackt)
2 EL Apfelessig(naturtrüb)
1 EL Leinöl(für Omega-3-Fettsäuren)
0.5 Bund Frische Petersilie(gehackt)

Zubereitung

1

Linsen in der doppelten Menge Wasser ca. 20 Minuten bissfest kochen und anschließend abkühlen lassen.

2

Tomaten, Gurke und Avocado klein schneiden.

3

Linsen mit dem Gemüse und der Petersilie vermengen.

4

Aus Apfelessig, Leinöl, Salz und Pfeffer ein Dressing rühren und unter den Salat heben.

5

Mit Walnüssen bestreut servieren.

Nährwerte

ca. 480
kcal
ca. 22g
Protein
ca. 42g
Carbs
ca. 24g
Fett

Nährwertangaben sind Schätzwerte und können je nach Zutaten variieren.

ballaststoffreichveganclean-eating

Gesamtzeit: 30 Minuten

Unser Fazit

Plant Based ist weit mehr als nur ein hipper Begriff für Veganer, die auch mal eine Ausnahme machen. Es ist eine Lebenseinstellung, die deine Gesundheit in den Mittelpunkt stellt, ohne dabei dogmatisch zu sein. Durch den Fokus auf unverarbeitete, pflanzliche Lebensmittel schenkst du deinem Körper genau das, was er braucht: echte Nährstoffe statt leerer Kalorien. Unser Tipp: Versuche in der nächsten Woche einfach mal, bei jeder Mahlzeit den Gemüseanteil auf 50% zu schrauben. Du wirst den Unterschied in deinem Energielevel schneller spüren, als du denkst!

ℹ️

Wichtige Hinweise

Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Gesundheitsfragen immer einen qualifizierten Arzt. Ändern Sie niemals eigenständig Ihre Medikation oder Behandlung.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Weitere wichtige Informationen zum Thema

Die Bio-Verfügbarkeit beschreibt, wie effizient der Körper Proteine aus der Nahrung in körpereigenes Eiweiß umwandeln kann. Pflanzliche Proteinquellen wie Hülsenfrüchte, Getreide oder Nüsse weisen oft ein unvollständiges Aminosäureprofil auf, da meist eine der essenziellen Aminosäuren in geringerer Menge vorliegt. Um eine optimale Versorgung sicherzustellen, ist die geschickte Kombination verschiedener Lebensmittel entscheidend, da sich die Profile gegenseitig ergänzen können.

Ein klassisches Beispiel ist die Kombination von Reis und Bohnen oder Vollkornbrot mit Hummus. Durch diese Mischung erreicht die biologische Wertigkeit ein Niveau, das mit tierischen Proteinen vergleichbar ist. Zudem enthalten pflanzliche Quellen oft Ballaststoffe, die die Aufnahme leicht verzögern können. Wer auf Vielfalt setzt und über den Tag verteilt verschiedene Proteinquellen integriert, kann seinen Bedarf auch ohne Fleisch problemlos decken und profitiert gleichzeitig von den gesundheitlichen Vorteilen sekundärer Pflanzenstoffe.

Ein wesentlicher Vorteil der pflanzenbasierten Ernährung ist die hohe Zufuhr von Ballaststoffen, die als Präbiotika fungieren. Diese unverdaulichen Kohlenhydrate dienen den nützlichen Bakterien im Dickdarm als Nahrungsgrundlage. Studien deuten darauf hin, dass eine abwechslungsreiche Zufuhr von Obst, Gemüse und Vollkornprodukten die Diversität des Mikrobioms signifikant erhöhen kann, was wiederum mit einem allgemeinen Wohlbefinden und einer stabilen Barrierefunktion des Darms in Verbindung gebracht wird.

Besonders fermentierte pflanzliche Lebensmittel wie Sauerkraut, Kimchi oder Tempeh liefern zusätzlich probiotische Kulturen. Diese unterstützen das Gleichgewicht der Darmflora aktiv. Ein gesundes Mikrobiom gilt heute als Schlüssel für viele Stoffwechselprozesse und die Unterstützung der körpereigenen Abwehrkräfte. Es empfiehlt sich, die Ballaststoffmenge langsam zu steigern, damit sich das Verdauungssystem schrittweise an die neue Zusammensetzung der Nahrung gewöhnen kann, ohne dass unangenehme Blähungen entstehen.

Vitamin B12 wird von Mikroorganismen im Boden produziert und findet sich in nennenswerten Mengen fast ausschließlich in tierischen Lebensmitteln. Da bei einer stark pflanzenbasierten oder rein veganen Ernährung die Zufuhr über Fleisch und Milchprodukte wegfällt oder stark reduziert ist, sollte man den B12-Status regelmäßig ärztlich überprüfen lassen. Ein Mangel kann sich oft erst nach Jahren bemerkbar machen, da der Körper über große Speicherreserven in der Leber verfügt.

Es gibt verschiedene Formen der Supplementierung, wie Tropfen, Tabletten oder Sprays. Besonders Methylcobalamin und Adenosylcobalamin gelten als gut verwertbare, natürliche Formen. Wichtig ist, die Dosierung individuell abzustimmen, da die Aufnahmefähigkeit über die Mundschleimhaut oder den Intrinsic Factor im Magen begrenzt ist. Auch wenn einige Algenarten wie Chlorella als B12-Quelle beworben werden, enthalten sie oft nur inaktive Analoga, die für den menschlichen Stoffwechsel nicht nutzbar sind. Eine zuverlässige Supplementierung ist daher für die langfristige Gesundheit essenziell.

Sekundäre Pflanzenstoffe wie Polyphenole, Carotinoide oder Flavonoide sind Substanzen, die Pflanzen eigentlich zum Schutz vor Schädlingen oder UV-Strahlung bilden. Wenn wir diese über eine pflanzenbasierte Ernährung aufnehmen, können sie in unserem Körper vielfältige unterstützende Funktionen übernehmen. Sie wirken oft antioxidativ, was bedeutet, dass sie dabei helfen können, freie Radikale zu binden und so den oxidativen Stress in den Zellen zu reduzieren.

Ein praktischer Tipp für den Alltag ist das 'Regenbogen-Prinzip': Je bunter die Auswahl an Gemüse und Obst auf dem Teller, desto breiter ist das Spektrum an aufgenommenen Schutzstoffen. Lycopin aus Tomaten, Anthocyane aus Blaubeeren oder Sulforaphan aus Brokkoli haben jeweils spezifische Eigenschaften. Diese Stoffe sind oft hitzeempfindlich oder benötigen etwas Fett zur Aufnahme, weshalb eine Kombination aus Rohkost und schonend gegarten Speisen mit hochwertigen Ölen ideal ist, um die maximale Nährstoffkraft der Pflanzen für die eigene Vitalität zu nutzen.

Der Schlüssel zur Vermeidung von Heißhunger bei der Umstellung auf eine pflanzenbasierte Ernährung liegt in der Sättigung durch komplexe Kohlenhydrate und gesunde Fette. Viele Einsteiger machen den Fehler, tierische Produkte wegzulassen, ohne die Kaloriendichte durch adäquate pflanzliche Alternativen zu ersetzen. Da Gemüse oft ein großes Volumen bei geringer Kalorienzahl hat, muss man tendenziell größere Portionen essen, um satt zu werden.

Besonders Hülsenfrüchte wie Linsen und Kichererbsen sind hier wertvolle Verbündete, da sie durch die Kombination aus Protein und Ballaststoffen den Blutzuckerspiegel stabil halten. Dies verhindert die schnellen Insulinanstiege und -abfälle, die typischerweise zu Heißhunger führen. Zudem sollten gesunde Fettquellen wie Avocados, Nüsse oder Leinöl nicht fehlen, da Fette als Geschmacksträger fungieren und die Magenentleerung verzögern. Wer regelmäßig isst und auf eine ausreichende Energiezufuhr achtet, wird feststellen, dass der Körper sich schnell an die nährstoffreiche Kost gewöhnt und das Verlangen nach hochverarbeiteten Snacks nachlässt.

Quellen & Weiterführende Links

Dieser Artikel basiert auf 5 vertrauenswürdigen Quellen. Alle Fakten und Statistiken wurden neu formuliert und in eigenen Worten wiedergegeben.

1

Plant based – Alles über DEN Ernährungstrend

burgis.de

2

Was ist Plant Based Food? Der neue Ernährungstrend! | Miomente Entdeckermagazin

miomente.de

3

Plant based: So funktioniert der Ernährungstrend | Kaufland

filiale.kaufland.de

4

Ausgewählte Fragen und Antworten zur pflanzenbasierten Ernährung | DGE

dge.de

5

Was bedeutet eigentlich Plant-Based Food? | Foodlovin'

foodlovin.de

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Mario Wormuth
Mario Wormuth
RezeptentwicklungKlassische & Moderne KochtechnikenNachhaltige ErnährungKulinarische WarenkundeKochen

Gründer von eat-vegan.de & Experte für pflanzliche Kulinarik. Mario verbindet 4 Jahre Erfahrung in der veganen Küche mit der Leidenschaft für nachhaltigen Genuss. Als Rezeptentwickler und Food-Autor zeigt er, dass vegane Ernährung nicht Verzicht, sondern Vielfalt bedeutet. Sein Fokus liegt auf alltagstauglichen Rezepten, die auch ohne Ersatzprodukte überzeugen. Man muss aber auch sagen dass er auch gerne Rezepte über Fleisch und ähnliches erstellt. Siehe dafür seinen Blog www.pastaweb.de

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