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Letztes Update: 26. April 2026

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Was passt zu veganem Kartoffelgratin? Die leckersten Beilagen für dein Menü

28. Februar 2026•7 Min. Lesezeit
von Mario Wormuth
Was passt zu veganem Kartoffelgratin? Die leckersten Beilagen für dein Menü

Das Wichtigste auf einen Blick

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Hand aufs Herz: Es gibt kaum etwas Besseres als den Duft von frisch gebackenem Kartoffelgratin, der durch die Wohnung zieht. Die Kombination aus weichen Kartoffelscheiben, einer cremigen veganen Sahnesauce und dieser unwiderstehlichen, goldbraunen Kruste ist pures Seelenfutter. Aber stehst du auch oft vor dem Ofen und fragst dich: „Und was esse ich jetzt dazu?“ Ist das Gratin der Hauptdarsteller oder nur die Beilage? Die gute Nachricht ist: Es kann beides sein! Wir zeigen dir, wie du aus dem Klassiker ein rundes Menü zauberst, das selbst skeptische Schwiegereltern überzeugt.

Welche veganen Proteinquellen passen am besten zum cremigen Gratin?

Welche veganen Proteinquellen passen am besten zum cremigen Gratin?
Welche veganen Proteinquellen passen am besten zum cremigen Gratin?

Da ein Kartoffelgratin meist sehr cremig und weich ist (wir lieben es ja genau deswegen!), braucht dein Gaumen oft einen Kontrast. Hier kommt die Textur ins Spiel. Etwas mit Biss, etwas Knuspriges oder Herzhaftes ist der ideale Gegenspieler zur sanften Kartoffel.

Der Klassiker: Veganes Schnitzel und Frikadellen

Sind wir mal ehrlich: Die Kombination aus Kartoffelgratin und Schnitzel ist nicht ohne Grund ein Dauerbrenner in deutschen Küchen. Das gilt auch für die pflanzliche Variante. Ein knusprig paniertes Soja- oder Seitanschnitzel liefert genau den Crunch, der dem Gratin fehlt. Wenn du es lieber selbst machst, empfehlen wir dir Schnitzel auf Basis von Austernpilzen oder Selleriescheiben, die du doppelt panierst und in reichlich Öl goldgelb ausbäckst.

Auch Frikadellen sind eine hervorragende Wahl. Hier bieten sich Bratlinge auf Basis von grünen Linsen oder Kidneybohnen an. Der Vorteil: Die erdigen Noten der Hülsenfrüchte harmonieren fantastisch mit der Muskatnuss, die in keinem guten Gratin fehlen darf. Unser Tipp: Würze die Frikadellen kräftig mit Majoran und Senf, um gegen die Sahnesauce anzukommen.

Tofu und Tempeh richtig zubereiten

Naturtofu einfach nur anzubraten, wäre hier verschenktes Potenzial. Zu einem reichhaltigen Gratin passt Räuchertofu hervorragend, da er eine deftige Speck-Note imitiert, ohne dass ein Tier leiden musste. Schneide den Räuchertofu in feine Würfel, brate ihn extrem kross an und streue ihn direkt über das Gratin oder serviere ihn als „Speckwürfel“ zu Bohnen.

Tempeh hingegen bringt eine nussige Note mit. Marinierst du ihn in einer Mischung aus Sojasauce, Ahornsirup und Rauchpaprika, wird er zur Umami-Bombe, die das milde Kartoffelgericht perfekt ergänzt.

Welche Salate bringen die nötige Frische auf den Teller?

Ein Kartoffelgratin ist mächtig – im besten Sinne. Durch die pflanzliche Sahne (oft auf Hafer- oder Sojabasis) und den veganen Reibekäse hast du einen hohen Fettanteil auf dem Teller. Was hier als Ausgleich fehlt, ist Säure und Frische. Ein gut angemachter Salat wirkt wie ein „Gaumen-Reiniger“ und macht das Gericht bekömmlicher.

Feldsalat und Rucola: Die bitteren Gegenspieler

Im Herbst und Winter, der klassischen Gratin-Zeit, ist Feldsalat (in Österreich Vogerlsalat) dein bester Freund. Seine leicht nussige Note passt hervorragend zur Kartoffel. Wichtig ist hier das Dressing: Verzichte auf cremige Joghurtdressings – davon hast du im Gratin schon genug. Setze stattdessen auf eine klare Vinaigrette mit Himbeeressig oder Balsamico. Auch Rucola funktioniert super, da seine Schärfe und die Bitterstoffe die Schwere des Gratins durchbrechen.

Gurkensalat und Tomatensalat

Wenn es schnell gehen muss oder du das Gratin im Sommer servierst (ja, das ist erlaubt!), ist ein klassischer Gurkensalat mit Dill-Essig-Öl-Dressing unschlagbar. Die knackige Frische der Gurke ist der perfekte Kontrast zur weichen Kartoffel. Ein Tomatensalat mit vielen Zwiebeln bringt zudem eine Süße und Schärfe mit, die das Gericht lebendiger macht.

Gratin-Variante Perfekter Salat-Partner Warum es passt
Klassisch (Sahne, Muskat, Käse) Feldsalat mit Orangen-Vinaigrette Säure der Orange schneidet durch das Fett
Mediterran (mit Tomaten/Oliven) Rucola mit Pinienkernen Unterstützt das italienische Flair
Deftig (mit Räuchertofu & Zwiebeln) Krautsalat (Coleslaw, essigbasiert) Knackiger Biss und Säure

Welches Gemüse passt zu veganem Kartoffelgratin?

Welches Gemüse passt zu veganem Kartoffelgratin?
Welches Gemüse passt zu veganem Kartoffelgratin?

Vielleicht möchtest du das Gratin als Hauptdarsteller inszenieren und suchst nur nach einer leichten Gemüsebeilage. Hier gilt die Regel: Farbe bekennen! Da das Gratin meist hellgelb bis beige ist, isst das Auge bei grünem oder rotem Gemüse besonders gerne mit.

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Grüne Bohnen und Brokkoli

Der absolute Klassiker sind grüne Bohnen im Speckmantel – natürlich veganisiert. Verwende dafür Reispapier, das du in einer würzigen Marinade (Sojasauce, Liquid Smoke, Paprika) einweichst, um die Bohnenbündel wickelst und knusprig brätst. Aber auch einfach gedünstete Bohnen mit Bohnenkraut und etwas veganer Butter sind eine sichere Bank. Brokkoli oder Romanesco bieten ebenfalls einen tollen Farbkontrast und fangen mit ihren Röschen wunderbar ein wenig von der Gratin-Sauce auf.

Glasiertes Wurzelgemüse

Möchtest du es etwas raffinierter? Dann probiere glasierte Karotten. Schneide sie in Stifte und dünste sie in etwas Wasser, Zucker (oder Agavendicksaft) und einer Prise Salz, bis die Flüssigkeit verdampft und das Gemüse schön glänzt. Die Süße der Karotten harmoniert überraschend gut mit der salzigen Käsekruste des Gratins. Auch Rote Bete, im Ofen geröstet, passt durch ihre erdige Note perfekt.

Knusprige Austernpilz-Schnitzel

Rezept

Mittel

Knusprige Austernpilz-Schnitzel

Vorb.20 Min.
Kochen15 Min.
Gesamt35 Min.

Diese veganen Schnitzel bieten den perfekten knusprigen Kontrast zum cremigen Kartoffelgratin und überzeugen durch ihre fleischähnliche Textur.

Portionen
4
4

Zutaten

400 g Austernpilze(große Hüte)
100 g Mehl
150 ml Sojamilch(ungesüßt)
150 g Paniermehl oder Panko
1 EL Senf(mittelscharf)
1 Prise Salz und Pfeffer
1 TL Paprikapulver edelsüß
100 ml Pflanzenöl(zum Braten)

Zubereitung

1

Die Austernpilze vorsichtig putzen und die harten Stiele entfernen. Die Hüte flach drücken.

2

Drei tiefe Teller vorbereiten: Einen mit Mehl, einen mit einer Mischung aus Sojamilch, Senf, Salz, Pfeffer und Paprikapulver, und den dritten mit Paniermehl.

3

Die Pilze zuerst im Mehl wenden, dann durch die Sojamilch-Mischung ziehen und zuletzt im Paniermehl fest andrücken.

4

Reichlich Öl in einer Pfanne erhitzen und die Pilzschnitzel von beiden Seiten ca. 3-4 Minuten goldbraun und knusprig ausbacken.

Nährwerte

ca. 310
kcal
ca. 8g
Protein
ca. 35g
Carbs
ca. 15g
Fett

Nährwertangaben sind Schätzwerte und können je nach Zutaten variieren.

veganknusprigBeilage

Gesamtzeit: 35 Minuten

Ist Kartoffelgratin als Beilage für das Weihnachtsmenü geeignet?

Absolut! Kartoffelgratin ist sogar eine der stressfreiesten Beilagen für große Feste, da du es perfekt vorbereiten kannst. Während du dich um den Hauptgang kümmerst, brutzelt das Gratin friedlich im Ofen vor sich hin. Aber was ist dann der Hauptgang?

Der vegane Braten

Für Weihnachten oder Ostern empfehlen wir dir einen Nussbraten oder einen Linsenbraten im Blätterteigmantel (Wellington-Style). Diese Gerichte sind optisch ein Highlight und bringen komplexe Aromen mit, die das schlichte Gratin aufwerten. Achte darauf, dass der Braten eine dunkle, kräftige Sauce bekommt. Eine Rotwein-Jus (vegan) oder eine dunkle Pilzrahmsauce verbindet den Braten und das Gratin auf dem Teller zu einer Einheit.

Gefülltes Gemüse

Eine etwas leichtere, aber ebenso festliche Option sind gefüllte Portobello-Pilze oder ausgehöhlte Zucchini, gefüllt mit einer Mischung aus Quinoa, Kräutern und getrockneten Tomaten. Das wirkt elegant und liegt nicht ganz so schwer im Magen wie ein Nussbraten.

Welche Saucen und Dips runden das Gericht ab?

Welche Saucen und Dips runden das Gericht ab?
Welche Saucen und Dips runden das Gericht ab?

Man könnte meinen, ein Gratin sei saftig genug. Doch gerade wenn du Schnitzel oder Bratlinge dazu servierst, fehlt oft das verbindende Element. Niemand mag trockenes Essen.

  • Dunkle Bratensauce: Ein Muss, wenn es „wie bei Oma“ schmecken soll. Basis aus Röstgemüse, Rotwein und Pilzen.
  • Preiselbeeren: Besonders wenn du Wild-ähnliche Gerichte oder Nussbraten servierst, gibt ein Klecks Preiselbeeren den nötigen süß-säuerlichen Kick.
  • Kräuterquark (vegan): Klingt ungewöhnlich zum Gratin? Probier es aus! Ein Klecks kalter, frischer Soja-Quark mit Schnittlauch auf dem heißen Gratin ist ein Gedicht – besonders im Sommer.
  • Chutneys: Ein Zwiebel- oder Mango-Chutney kann einem schlichten Gratin eine exotische und moderne Note verleihen.
Feldsalat mit Orangen-Vinaigrette und Walnüssen

Rezept

Einfach

Feldsalat mit Orangen-Vinaigrette und Walnüssen

Vorb.15 Min.
Kochen0 Min.
Gesamt15 Min.

Ein frischer, säuerlicher Salat, der die Schwere des Gratins perfekt ausgleicht und den Gaumen erfrischt.

Portionen
4
4

Zutaten

200 g Feldsalat(geputzt)
1 Stück Orange(Saft davon)
2 EL Himbeeressig
3 EL Olivenöl
1 TL Ahornsirup
50 g Walnusskerne(grob gehackt)
1 Prise Salz und Pfeffer

Zubereitung

1

Den Feldsalat gründlich waschen und trocken schleudern.

2

Für das Dressing Orangensaft, Himbeeressig, Ahornsirup, Salz und Pfeffer verrühren. Das Olivenöl langsam unterschlagen.

3

Die Walnusskerne in einer Pfanne ohne Fett kurz anrösten, bis sie duften.

4

Den Salat erst kurz vor dem Servieren mit dem Dressing vermengen und mit den gerösteten Walnüssen bestreuen.

Nährwerte

ca. 185
kcal
ca. 3g
Protein
ca. 8g
Carbs
ca. 16g
Fett

Nährwertangaben sind Schätzwerte und können je nach Zutaten variieren.

veganfrischglutenfrei

Gesamtzeit: 15 Minuten

Unser Fazit: Erlaubt ist, was schmeckt!

Was passt zu veganem Kartoffelgratin? Die Antwort hängt ganz davon ab, worauf du Lust hast. Willst du Comfort Food pur? Dann greif zum veganen Schnitzel. Suchst du nach Balance? Dann ist ein Feldsalat mit Himbeer-Dressing deine Wahl. Für das Festtagsmenü darf der Nussbraten mit dunkler Sauce nicht fehlen.

Unser persönlicher Tipp: Unterschätze niemals die Macht der Textur. Da das Gratin weich ist, sorge immer für eine knusprige oder knackige Komponente auf dem Teller. Das macht den Unterschied zwischen „lecker“ und „wow“.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Weitere wichtige Informationen zum Thema

Die Wahl des richtigen Getränks kann das Geschmackserlebnis eines reichhaltigen veganen Kartoffelgratins maßgeblich beeinflussen. Um die Cremigkeit und den Fettgehalt des Gratins auszubalancieren, eignen sich Getränke mit einer gewissen Säure oder Frische. Ein trockener Weißwein wie ein Sauvignon Blanc oder ein deutscher Riesling ist eine exzellente Wahl. Ihre Säurestruktur schneidet förmlich durch die Reichhaltigkeit der Sahnesauce und reinigt den Gaumen, was jeden Bissen aufs Neue zu einem Genuss macht.

Wer lieber Bier trinkt, sollte zu einem spritzigen, eher herben Bier greifen. Ein kühles Pils oder ein helles Lagerbier wirkt mit seiner Kohlensäure und den leichten Bitterstoffen ebenfalls erfrischend und verhindert, dass das Gericht zu schwer im Magen liegt. Bei den alkoholfreien Optionen sind ein spritziges Mineralwasser mit einem Spritzer Zitrone oder Limette, eine ungesüßte Rhabarberschorle oder ein herber Kräutertee ideale Begleiter. Sie bieten die nötige Frische, ohne den Geschmack des Gratins mit zu viel eigener Süße zu überlagern.

Nach einem so üppigen und befriedigenden Hauptgericht wie einem veganen Kartoffelgratin sehnt sich der Gaumen nach einem leichten und erfrischenden Abschluss. Schwere, cremige Desserts wären hier fehl am Platz und würden das Völlegefühl nur verstärken. Die ideale Wahl ist daher ein Dessert, das auf Frucht und Säure setzt, um das Menü auszubalancieren und die Verdauung zu unterstützen.

Ein einfaches, aber elegantes Fruchtsorbet, beispielsweise aus Zitrone, Himbeere oder Mango, ist eine perfekte Option. Es reinigt den Gaumen und bringt eine willkommene Leichtigkeit. Alternativ bietet sich eine luftige Mousse auf Basis von Aquafaba (dem Kochwasser von Kichererbsen) an, etwa eine Schokoladen- oder Beerenmousse. Auch ein frischer Obstsalat, verfeinert mit Minze und einem Spritzer Limettensaft, oder ein Kompott aus saisonalen Früchten wie Äpfeln oder Pflaumen mit etwas Zimt sind wunderbare, nicht zu schwere Desserts, die das Menü harmonisch abrunden.

Ja, ein veganes Kartoffelgratin lässt sich hervorragend vorbereiten, was es zu einem idealen Gericht für Feste und Gäste macht. Die beste Methode ist, das Gratin komplett fertigzustellen, also die Kartoffeln mit der Sauce in die Form zu schichten und mit veganem Käse zu bestreuen. Anschließend deckst du die Form fest mit Folie ab und stellst sie für bis zu 24 Stunden in den Kühlschrank. So können die Aromen gut durchziehen. Am Tag des Servierens nimmst du es etwa 30 Minuten vor dem Backen aus dem Kühlschrank, damit es Raumtemperatur annehmen kann, und backst es dann nach Rezeptanleitung.

Zum Aufwärmen von bereits gebackenem Gratin ist der Backofen die beste Wahl, um die Textur zu erhalten. Heize den Ofen auf etwa 150°C vor, decke die Auflaufform mit Alufolie ab, damit die Oberfläche nicht verbrennt oder austrocknet, und wärme das Gratin für 20-30 Minuten auf. In den letzten 5 Minuten kannst du die Folie entfernen, um die Kruste wieder knusprig zu bekommen. Von der Mikrowelle ist eher abzuraten, da die Kartoffeln dort oft eine gummiartige Konsistenz bekommen und das Gratin ungleichmäßig erhitzt wird.

Die Wahl der richtigen veganen Sahne- und Käsealternative ist entscheidend für ein gelungenes Gratin. Bei der Sahne kommt es auf den gewünschten Geschmack und die Cremigkeit an. Hafersahne (Kochcreme auf Haferbasis) ist eine sehr beliebte Wahl, da sie relativ geschmacksneutral ist, eine schöne sämige Konsistenz erzeugt und nicht so leicht gerinnt. Sojasahne ist oft etwas reichhaltiger und proteinreicher, was zu einer noch cremigeren Sauce führen kann. Wer es besonders luxuriös mag, kann eine Kochcreme auf Cashewbasis verwenden, die eine unübertroffene Reichhaltigkeit und eine leicht nussige Note mitbringt.

Beim veganen Käse ist die Schmelzfähigkeit das A und O. Viele moderne vegane Reibekäse auf Basis von Kokosöl oder Kartoffelstärke schmelzen heutzutage exzellent und ziehen sogar Fäden. Es lohnt sich, auf der Verpackung nach Hinweisen wie „zum Überbacken“ oder „schmilzt perfekt“ zu suchen. Ein Geheimtipp ist die Kombination aus einem gut schmelzenden Reibekäse für die Cremigkeit und Hefeflocken oder einem veganen Parmesan-Ersatz, die für einen intensiveren, würzigen „Käse“-Geschmack sorgen und eine besonders knusprige Kruste bilden.

Ein Menü mit Kartoffelgratin lässt sich sehr gut komplett glutenfrei gestalten, da die Hauptkomponente, die Kartoffel, von Natur aus frei von Gluten ist. Bei der Zubereitung des Gratins selbst musst du lediglich darauf achten, dass die vegane Sahnesauce nicht mit Mehl angedickt wird, was bei den meisten Rezepten ohnehin nicht der Fall ist. Die Stärke aus den Kartoffeln sorgt in der Regel für ausreichend Bindung.

Für die Beilagen gibt es zahlreiche glutenfreie Optionen. Statt eines klassischen Seitanschnitzels, das aus Weizeneiweiß besteht, kannst du ein Schnitzel aus einer großen Selleriescheibe oder einem Kräuterseitling zubereiten. Die Panade lässt sich einfach mit glutenfreien Semmelbröseln, zerstoßenen Cornflakes oder einer Mischung aus Maismehl und Polenta herstellen. Linsen- oder Bohnenbratlinge sind ebenfalls eine tolle, proteinreiche Ergänzung. Hierbei solltest du darauf achten, glutenfreie Haferflocken oder Reismehl als Bindemittel zu verwenden. Auch marinierter Tofu oder Tempeh sind von Natur aus glutenfrei, achte bei der Marinade jedoch darauf, glutenfreie Tamari-Sojasauce anstelle von herkömmlicher Sojasauce zu nutzen.

Absolut! Ein Gratin muss nicht ausschließlich aus Kartoffeln bestehen. Die Kombination mit anderem Gemüse bringt nicht nur geschmackliche Abwechslung, sondern auch zusätzliche Nährstoffe und Farben auf den Teller. Eine beliebte Variante ist ein Süßkartoffel-Kartoffel-Gratin, das durch die Süße der Süßkartoffel eine spannende süß-salzige Note erhält. Auch Wurzelgemüse wie Pastinaken, Petersilienwurzel oder Knollensellerie harmonieren hervorragend und verleihen dem Gericht eine erdige, winterliche Tiefe.

Du kannst das Gemüse entweder abwechselnd mit den Kartoffelscheiben schichten oder es direkt mischen. Brokkoli- oder Blumenkohlröschen, kurz blanchiert und zwischen den Kartoffelschichten verteilt, machen das Gratin ebenfalls zu einer vollständigeren Mahlzeit. Wichtig ist, die unterschiedlichen Garzeiten zu beachten. Härteres Gemüse wie Karotten oder Sellerie sollte ebenso dünn wie die Kartoffeln gehobelt werden. Gemüse mit hohem Wassergehalt wie Zucchini oder Champignons sollte man vorab kurz anbraten, damit das Gratin nicht wässrig wird.

Mario Wormuth
Mario Wormuth
RezeptentwicklungKlassische & Moderne KochtechnikenNachhaltige ErnährungKulinarische WarenkundeKochen

Gründer von eat-vegan.de & Experte für pflanzliche Kulinarik. Mario verbindet 4 Jahre Erfahrung in der veganen Küche mit der Leidenschaft für nachhaltigen Genuss. Als Rezeptentwickler und Food-Autor zeigt er, dass vegane Ernährung nicht Verzicht, sondern Vielfalt bedeutet. Sein Fokus liegt auf alltagstauglichen Rezepten, die auch ohne Ersatzprodukte überzeugen. Man muss aber auch sagen dass er auch gerne Rezepte über Fleisch und ähnliches erstellt. Siehe dafür seinen Blog www.pastaweb.de

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