Mediterraner Kichererbsen-Süßkartoffel-Gratin – Aus dem Ofen mit Tomatensauce und Kalamata-Kräuter-Kruste

26. August 2026

Hauchfeine Süßkartoffelscheiben und nussige Kichererbsen in einer aromatischen Tomaten-Kräuter-Sauce, gekrönt von pikanten Oliven und frischen Kräutern.

Auf einen Blick

Gerichtsart
Hauptgericht
Herkunft
Mediterran
Schwierigkeit
Einfach
Gesamtzeit
1 Std. 15 Min.
Ernährungsform
Vegan
Saison
Ganzjährig
Anlass
Alltag
Besonderheiten
GlutenfreiLaktosefreiBallaststoffreichPflanzliche Proteinquelle
Mediterraner Kichererbsen-Süßkartoffel-Gratin – Aus dem Ofen mit Tomatensauce und Kalamata-Kräuter-Kruste

Dieser mediterrane Auflauf verbindet die natürliche Süße von Süßkartoffeln mit der herben Würze sonnenverwöhnter Kräuter, fruchtigen Tomaten und aromatischen Kalamata-Oliven. Die Kichererbsen sorgen dabei nicht nur für eine angenehme Textur und Sättigung, sondern nehmen beim Schmoren im Ofen die feinen Noten von Thymian und Knoblauch auf.

Zwei Millimeter Scheibendicke klingen nach zu wenig, ist es aber nicht: Schneidet man die Süßkartoffeln dicker, bleibt das Innere trotz 40 Minuten Backzeit bissfest. Durch das hauchdünne Hobeln garen die Scheiben gleichmäßig durch und verbinden sich Schicht für Schicht mit der sämigen Tomatensauce zu einem saftigen Ganzen.

Das Topping aus grob gehackten Oliven, frischer Petersilie und gerösteten Semmelbröseln bringt kurz vor Ende der Garzeit einen knusprig-würzigen Kontrast auf den Tisch, der das Gericht geschmacklich abrundet.

Mediterraner Kichererbsen-Süßkartoffel-Gratin – Aus dem Ofen mit Tomatensauce und Kalamata-Kräuter-Kruste

Rezept

Mediterraner Kichererbsen-Süßkartoffel-Gratin – Aus dem Ofen mit Tomatensauce und Kalamata-Kräuter-Kruste

Einfach
25 Min.
45 Min.
70 Min.
Portionen
4

Zutaten

Gratin-Basis

  • Süßkartoffeln
    750 g Süßkartoffeln, geschält und in ca. 2 mm dünne Scheiben gehobelt
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  • Kichererbsen
    480 g Kichererbsen, gegart (2 Dosen à 240 g Abtropfgewicht), abgespült und abgetropft
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Tomatensauce

Kräuter-Oliven-Topping

  • 100 g Schwarze Oliven, entsteint (z.B. Kalamata), grob gehackt
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  • Frische Petersilie
    20 g Frische Petersilie, glatt, Blätter fein gehackt
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  • 1 TL Frischer Rosmarin, Nadeln sehr fein gehackt
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  • 3 EL Semmelbrösel, paniermehlartig
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  • Hefeflocken
    2 EL Hefeflocken, edelhefe
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Zubereitung

  1. Schritt 1

    Vorbereitung und Ofen vorheizen

    Den Backofen auf 190 °C Ober-/Unterhitze (170 °C Umluft) vorheizen. Die Süßkartoffeln schälen und mit einem Gemüsehobel in gleichmäßige, ca. 2 mm dünne Scheiben schneiden. Die Kichererbsen in ein Sieb abgießen, gründlich mit kaltem Wasser abspülen und abtropfen lassen.

    10 Min.
    Tipp: Gleichmäßige Scheiben sind entscheidend, damit die Süßkartoffeln überall zur gleichen Zeit weich werden.
    Schritt 1: Vorbereitung und Ofen vorheizen
  2. Schritt 2

    Tomatensauce einkochen

    In einer großen Pfanne 2 EL Olivenöl erhitzen. Die gewürfelte Zwiebel darin bei mittlerer Hitze ca. 3–4 Minuten glasig dünsten. Den gehackten Knoblauch und das Tomatenmark hinzufügen und unter Rühren 1–2 Minuten anschwitzen. Das Tomatenmark muss am Pfannenboden dunkelrot anrösten, bis es intensiv duftet; nimmt man die Pfanne zu früh vom Herd, fehlt der Sauce die herbe Tiefe. Mit den gehackten Tomaten ablöschen, Thymian, Oregano, Salz und Pfeffer unterrühren und alles bei milder Hitze 5 Minuten sanft köcheln lassen.

    10 Min.
    Tipp: Wer die Sauce vor dem Einschichten probiert, kann jetzt nach Belieben mit einer Prise Salz nachjustieren.
    Schritt 2: Tomatensauce einkochen
  3. Schritt 3

    Gratin schichten und backen

    Etwa ein Drittel der Tomatensauce auf dem Boden einer Auflaufform (ca. 20x30 cm) verstreichen. Die Hälfte der Kichererbsen gleichmäßig darauf verteilen und mit einer Schicht überlappender Süßkartoffelscheiben belegen. Erneut ein Drittel Sauce, die restlichen Kichererbsen und die übrigen Süßkartoffeln einschichten. Mit der restlichen Tomatensauce abschließen, sodass alle Scheiben gut bedeckt sind. Die Form mit Alufolie oder einem passenden Deckel verschließen und für 30 Minuten auf mittlerer Schiene backen. Die Kanten der oberen Süßkartoffelscheiben biegen sich nach exakt 35 Minuten leicht nach oben und werden dunkelbraun – das ist das Zeichen, die Alufolie für die letzten Minuten abzunehmen.

    35 Min.
    Tipp: Durch das Abdecken in der ersten Backphase garen die Süßkartoffeln im eigenen Dampf zart durch.
    Schritt 3: Gratin schichten und backen
  4. Schritt 4

    Topping vorbereiten und überbacken

    Während das Gratin im Ofen gart, in einer kleinen Schüssel die gehackten Oliven, gehackte Petersilie, fein gehackten Rosmarin, Semmelbrösel, Hefeflocken und den verbleibenden 1 EL Olivenöl gründlich vermengen. Nach 30 Minuten Backzeit die Abdeckung von der Auflaufform entfernen, das Kräuter-Oliven-Topping gleichmäßig über der Oberfläche verteilen und das Gratin für weitere 10–12 Minuten unbedeckt goldbraun und knusprig fertigbacken. Vor dem Anschneiden 5 Minuten ruhen lassen.

    12 Min.
    Tipp: Die kurze Ruhezeit sorgt dafür, dass sich die Sauce bindet und der Gratin beim Portionieren sauber steht.
    Schritt 4: Topping vorbereiten und überbacken

Tipps vom Koch

Frische Kräuter verbrennen im heißen Ofen rasch, wenn man sie nicht gründlich mit etwas Olivenöl benetzt, bevor sie als Topping auf das Gratin wandern. Wer es noch nussiger mag, kann einen Esslöffel Pinienkerne oder gehackte Walnüsse unter die Bröselmischung heben.

Variationen

Statt Süßkartoffeln lässt sich eine Hälfte der Knollen problemlos durch festkochende Kartoffeln oder Hokkaido-Kürbis ersetzen; bei normalen Kartoffeln verlängert sich die Backzeit um etwa fünf Minuten. Für zusätzliche Würze passt ein halber Teelöffel geräuchertes Paprikapulver hervorragend in die Tomatensauce.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Reste halten sich im Kühlschrank in einem luftdicht verschlossenen Behälter bis zu 3 Tage frisch. Vor dem erneuten Erwärmen im Ofen bei 160 °C etwa zwei Esslöffel Wasser oder Tomatensaft über die Form träufeln, damit die Kichererbsen nicht austrocknen.

Gut zu wissen

Tipp für glutenfreie Ernährung: Die herkömmlichen Semmelbrösel im Topping können 1:1 durch glutenfreies Paniermehl, Maisgrieß (Polenta) oder fein gehackte Mandeln ausgetauscht werden.

Nährwerte

420
kcal
14g
Eiweiß
58g
KH
13g
Fett

Nährwertangaben sind Schätzwerte und können je nach Zutaten variieren.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Weitere wichtige Informationen zum Thema

Obwohl der Gratin dank der ballaststoffreichen Süßkartoffeln und Kichererbsen bereits eine vollwertige Hauptmahlzeit ist, lässt er sich wunderbar mit frischen Komponenten ergänzen. Ein knackiger, bunter Blattsalat mit Rucola, Gurke und einem leichten Zitronen-Senf-Dressing setzt einen herrlich erfrischenden Kontrast zu den warmen, herzhaften Aromen aus dem Ofen.

Wenn du es besonders gemütlich magst, empfehle ich dir ofenfrisches Knoblauch-Baguette, Focaccia oder warmes Fladenbrot. Damit kannst du die aromatische Tomatensauce bis auf den letzten Tropfen aufdippen. Auch ein Klecks cremiger veganer Tzatziki oder ein milder Kräuterquark auf Sojabasis runden das mediterrane Geschmackserlebnis perfekt ab und bringen zusätzliche Frische auf den Teller.

Zu den fruchtigen Tomaten, der sanften Süße der Kartoffeln und der würzigen Olivenkruste passt ein trockener, vegan zertifizierter Rotwein hervorragend. Ein mediterraner Primitivo, Nero d’Avola oder ein fruchtiger Chianti greifen die Kräuternoten wunderbar auf, ohne die delikaten Geschmacksnuancen des Gemüses zu überdecken. Achte beim Einkauf einfach auf das V-Label für garantiert vegane Klärung.

Falls du lieber Weißwein oder Rosé bevorzugst, ist ein spritziger veganer Pinot Grigio oder ein kühler provenzalischer Rosé eine fantastische Wahl. Für eine alkoholfreie Begleitung empfehle ich dir ein selbstgemachtes Infused Water mit frischem Rosmarin, Zitronenscheiben und Gurke oder einen ungesüßten, gekühlten Eistee aus wildem Thymian und Granatapfelsaft – das erfrischt ungemein und passt ideal zur mediterranen Küche.

Wenn du oder deine Gäste Kichererbsen nicht vertragen, lässt sich das Rezept ganz flexibel anpassen. Du kannst die Kichererbsen problemlos durch festkochende Kartoffelwürfel, vorgegarte weiße Bohnen (sofern verträglich) oder gewürfelten Räuchertofu austauschen. Auch geröstete Blumenkohlröschen oder gebratene Champignons bringen eine wunderbare Textur und herzhaften Biss in den Auflauf, ganz ohne klassische Hülsenfrüchte verwenden zu müssen.

Solltest du keine Oliven mögen oder vertragen, kannst du für die Kruste einfach getrocknete Tomaten und geröstete Kapern fein hacken. Kombiniert mit gemahlenen Sonnenblumenkernen oder Walnüssen entsteht so ebenfalls eine intensiv-würzige, aromatische Kruste. Das Gericht bleibt dadurch wunderbar nussig und aromatisch, passt sich aber ganz deinen persönlichen Ernährungsbedürfnissen an.

Reste dieses Gratins sind ein wahrer Schatz, denn durchgezogen schmeckt die Tomatensauce am Folgetag fast noch intensiver! Du kannst die Reste ganz unkompliziert in einer Pfanne mit etwas Olivenöl anbraten und als Füllung für herzhafte Wraps oder Pita-Taschen nutzen. Zusammen mit frischem Spinat und etwas veganem Feta entsteht so im Handumdrehen ein fantastisches Mittagessen fürs Büro.

Eine weitere köstliche Idee ist es, den Gratin mit etwas Gemüsebrühe zu pürieren. So zauberst du blitzschnell eine sämige, mediterrane Süßkartoffel-Tomaten-Suppe. Serviere sie mit knusprigen Croutons und frischem Basilikum – schon hast du ein komplett neues Geschmackserlebnis, ohne dass etwas weggeworfen werden muss. Guten Appetit beim veganen Resteschlemmen!

Dieser Gratin ist ein echter Allrounder, der das ganze Jahr über begeistert. Im Spätsommer und Herbst fängt er die letzten warmen Sonnenstrahlen mediterran ein, während er an ungemütlichen Wintertagen als wärmendes, farbenfrohes Soulfood die Seele streichelt. Die leuchtenden Farben und der verlockende Duft von Kräutern bringen sofort Urlaubsstimmung direkt an deinen Esstisch.

Durch die elegante Kalamata-Kruste eignet sich das Gericht nicht nur für ein entspanntes Familienessen am Sonntag, sondern macht auch bei Dinnerpartys mit Freunden mächtig Eindruck. Du kannst die Auflaufform direkt auf den Tisch stellen und jeder bedient sich selbst. Es ist das ideale Gericht für gesellige Runden, bei denen pflanzlicher Genuss im Mittelpunkt steht.

Marie Hoffmann
Geschrieben von

Marie Hoffmann

Food-Autorin auf eat-vegan.de mit Schwerpunkt pflanzliche Ernährung. Marie übersetzt Warenkunde und Studienlage in verständliche, ehrliche Ratgeber — und sagt auch, wo vegan nicht automatisch gesünder ist.

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