Vegane Pulled-Pork-Burger – Mit rauchiger Jackfruit und Süßkartoffel-Pommes

3. September 2026

Saftig gezupfte Jackfruit in würziger BBQ-Sauce, serviert auf knusprigen Burgerbrötchen mit cremigem Coleslaw und ofengebackenen Süßkartoffel-Pommes.

Auf einen Blick

Gerichtsart
Hauptgericht
Herkunft
Amerikanisch
Schwierigkeit
Einfach
Gesamtzeit
1 Std. 30 Min.
Ernährungsform
Vegan
Saison
Ganzjährig
Anlass
Party, Streetfood-Abend, Alltag
Besonderheiten
Laktosefrei100% PflanzlichBallaststoffreichSojafrei
Vegane Pulled-Pork-Burger – Mit rauchiger Jackfruit und Süßkartoffel-Pommes

Der Schlüssel zu einer faserigen, fleischähnlichen Textur bei pflanzlichem Pulled Pork liegt in der Verwendung von junger, grüner Jackfruit in Salzlake. Reife Jackfruit wäre süß und klebrig, während die unreife Frucht vollkommen geschmacksneutral ist und Gewürze wie ein Schwamm aufsaugt.

Die Vorbereitung der Süßkartoffeln erfordert etwas Aufmerksamkeit: Gründliches Wässern schwemmt überschüssige Stärke heraus, wodurch die Pommes im heißen Ofen wirklich kross werden, anstatt weich zusammenzufallen. Ein leichter Überzug aus Speisestärke vor dem Backen sorgt zusätzlich für eine stabile Kruste.

Kombiniert mit einem knackig-frischen Krautsalat auf pflanzlicher Mayonnaise-Basis entsteht ein harmonischer Kontrast zwischen rauchiger Süße, dezenter Säure und knusprigem Biss, der jedes traditionelle BBQ-Gericht vollwertig ersetzt.

Vegane Pulled-Pork-Burger – Mit rauchiger Jackfruit und Süßkartoffel-Pommes

Rezept

Vegane Pulled-Pork-Burger – Mit rauchiger Jackfruit und Süßkartoffel-Pommes

Mittel
25 Min.
35 Min.
60 Min.
Portionen
4

Benötigte Utensilien

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Zutaten

Jackfruit-Füllung

Süßkartoffel-Pommes

Coleslaw & Buns

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Zubereitung

  1. Schritt 1

    Süßkartoffel-Pommes wässern und vorbereiten

    Die geschälten Süßkartoffeln in gleichmäßige, etwa 1 cm dicke Stifte schneiden. Für mindestens 30 Minuten in eine Schüssel mit kaltem Wasser legen, um die freigesetzte Stärke abzuwaschen. Anschließend die Pommes gründlich auf einem sauberen Küchentuch trocken reiben. Den Backofen auf 210 °C Ober-/Unterhitze vorheizen.

    30 Min.
    Tipp: Restfeuchtigkeit an den Süßkartoffeln führt im Ofen zu Dampf statt Kruste – hier lohnt sich wirklich gründliches Abtupfen.
    Schritt 1: Süßkartoffel-Pommes wässern und vorbereiten
  2. Schritt 2

    Süßkartoffel-Pommes panieren und backen

    Die trockenen Süßkartoffelstifte in eine saubere Schüssel geben, mit der Speisestärke bestäuben und gut durchmengen, bis alle Stifte von einem dünnen, matten Film überzogen sind. Das Olivenöl und die Hälfte des Meersalzes dazugeben und erneut verteilen. Nebeneinander mit etwas Abstand auf zwei mit Backpapier ausgelegte Backbleche legen und für ca. 25 bis 30 Minuten backen, bis die Spitzen bräunen. Nach der Hälfte der Backzeit einmal wenden.

    25 Min.
    Tipp: Enges Beieinanderliegen verhindert die Knusprigkeit; lieber auf zwei Bleche verteilen.
    Schritt 2: Süßkartoffel-Pommes panieren und backen
  3. Schritt 3

    Krautsalat zubereiten

    Den gehobelten Spitzkohl und die geraspelte Karotte in einer Schüssel mit einer Prise Meersalz vermengen und mit den Händen 2 Minuten kräftig durchkneten, bis die Zellstruktur aufbricht und der Kohl weich wird. Vegane Mayonnaise, Apfelessig und Ahornsirup unterrühren. Den Salat bis zum Servieren ziehen lassen.

    5 Min.
    Tipp: Kräftiges Kneten macht den Kohl bekömmlicher und sorgt für eine saftige Konsistenz ohne langes Marinieren.
    Schritt 3: Krautsalat zubereiten
  4. Schritt 4

    Jackfruit vorbereiten und anbraten

    Die Jackfruitstücke gründlich unter fließendem Wasser abspülen und kräftig mit den Händen ausdrücken. Die harten Dreiecksspitzen mit einem scharfen Messer leicht einschneiden. Das Pflanzenöl in einer großen Pfanne erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch darin bei mittlerer Hitze 3 Minuten glasig dünsten. Die Jackfruitstücke und den geriebenen Räuchertofu hinzufügen und 5 Minuten kräftig anbraten, bis sie leichte Röststellen zeigen.

    8 Min.
    Tipp: Unzureichend ausgedrückte Jackfruit behält einen leicht säuerlichen Lakengeschmack und wird beim Braten eher matschig als faserig.
    Schritt 4: Jackfruit vorbereiten und anbraten
  5. Schritt 5

    Jackfruit zerkleinern und einkochen

    Geräuchertes Paprikapulver, Kreuzkümmel und Sojasauce einrühren. Mit zwei Gabeln oder einem Kartoffelstampfer direkt in der Pfanne auf die Jackfruit drücken, sodass die Stücke in typische Fleischfasern zerfallen. Die BBQ-Sauce und die heiße Gemüsebrühe angießen. Die Hitze reduzieren und die Mischung ohne Deckel unter gelegentlichem Rühren etwa 12 bis 15 Minuten einköcheln lassen, bis die Flüssigkeit fast vollständig absorbiert und die Masse klebrig-glänzend ist.

    15 Min.
    Tipp: Zu frühes Abschalten lässt die Sauce wässrig; die Pfanne ist bereit, wenn beim Durchziehen mit dem Kochlöffel der Pfannenboden kurz sichtbar bleibt.
    Schritt 5: Jackfruit zerkleinern und einkochen
  6. Schritt 6

    Burger zusammenbauen

    Die Burgerbrötchen halbieren und auf den Schnittflächen in einer trockenen Pfanne oder direkt im noch warmen Ofen kurz anrösten. Auf die unteren Hälften jeweils eine großzügige Portion Coleslaw setzen. Die warme, rauchige Pulled Jackfruit darauf verteilen, mit den oberen Brötchenhälften abdecken und zusammen mit den ofenfrischen Süßkartoffel-Pommes servieren.

    5 Min.
    Tipp: Der Coleslaw als unterste Schicht schützt das Brötchen vor dem Durchweichen durch die warme BBQ-Sauce.

Tipps vom Koch

Zwei Esslöffel Stärke klingen nach zu viel für 800 Gramm Süßkartoffeln, sind aber exakt die Menge, die für eine gleichmäßige, hauchdünne Barriere gegen Weichwerden sorgt. Wer die Jackfruit noch intensiver mag, lässt sie nach dem Einkochen abkühlen und wärmt sie erst kurz vor dem Servieren nochmals auf, da die Fasern beim Erkalten die Gewürze tiefer aufnehmen.

Variationen

Statt junger Jackfruit eignen sich auch in Streifen gezupfte Austernpilze hervorragend für diese Zubereitungsart. Fein geräucherter Tofu bringt zusätzlich Umami hinein, kann aber problemlos weggelassen oder durch Shiitake-Pulver ersetzt werden. Für eine fruchtigere Note lässt sich ein Esslöffel Ananassaft in die BBQ-Sauce einrühren.

Aufbewahrung & Haltbarkeit

Die zubereitete Jackfruit-Masse lässt sich in einem luftdichten Behälter im Kühlschrank bis zu 4 Tage aufbewahren und schmeckt aufgewärmt oft noch aromatischer. Süßkartoffel-Pommes und Burgerbrötchen sollten hingegen stets frisch zubereitet werden, da sie beim Lagern ihre Knusprigkeit vollständig verlieren.

Gut zu wissen

Rezept-Tipp: Unbedingt darauf achten, junge Jackfruit in Salzlake (grüne Dose) und nicht reife Jackfruit in Sirup zu kaufen.

Nährwerte

645
kcal
14g
Eiweiß
105g
KH
16g
Fett

Nährwertangaben sind Schätzwerte und können je nach Zutaten variieren.

Deftiger BBQ-Genuss: Vegane 'Pulled Pork'-Burger mit Süßkartoffel-Pommes

Wer sich für eine rein pflanzliche Ernährung entscheidet, muss keineswegs auf herzhaftes Comfort Food und tiefes Raucharoma verzichten. Vegane 'Pulled Pork'-Burger mit Süßkartoffel-Pommes beweisen eindrucksvoll, wie wandelbar und geschmacksintensiv die moderne Gemüseküche ist. Das Zusammenspiel aus saftig gezupfter Jackfruit, knusprigen Süßkartoffelspalten und einem erfrischend knackigen Krautsalat sorgt für ein ausgewogenes Mundgefühl, das Fleischesser und Pflanzenliebhaber gleichermaßen begeistert.

Dieses Gericht eignet sich ideal für gesellige Abende mit Freunden, unkomplizierte Familienessen am Wochenende oder als Vorbereitung für ein entspanntes Meal Prep unter der Woche. Durch die unkomplizierte Handhabung der Hauptzutaten gelingt das Rezept auch dann zuverlässig, wenn wenig Zeit für stundenlanges Marinieren bleibt.

Geschichte und Herkunft: Vom klassischen Barbecue zur modernen Pflanzenküche

Das klassische Pulled Pork hat seine Wurzeln in den traditionsreichen Barbecue-Regionen der US-amerikanischen Südstaaten, insbesondere in North und South Carolina. Dort wird Schweineschulter über viele Stunden bei niedriger Temperatur in gemauerten Smookern gegart, bis das Bindegewebe schmilzt und sich das Fleisch mühelos in feine Fasern zupfen lässt.

Die Verwendung von Jackfruit als pflanzliche Alternative hat ihren Ursprung hingegen in Süd- und Südostasien. In Ländern wie Indien, Sri Lanka und Thailand wird die unreife, grüne Jackfruit seit Jahrhunderten in herzhaften Currys verarbeitet. Ihre fleischähnliche Faserstruktur inspirierte die internationale vegane Food-Szene dazu, das traditionsreiche US-Barbecue neu zu interpretieren. Das Ergebnis ist eine tierleidfreie Variante, die den geschmacklichen Kern des Originals perfekt einfängt.

Die Zutaten im Detail: Qualität und Funktion

Für ein überzeugendes Geschmackserlebnis kommt es auf die richtige Auswahl und Vorbereitung der Komponenten an. Jede Zutat erfüllt eine gezielte Funktion im Aromengerüst.

Junge grüne Jackfruit in Salzlake

Entscheidend ist der Griff zur unreifen, grünen Jackfruit, die meist in Dosen im Asia-Markt oder gut sortierten Supermarkt erhältlich ist. Reife Früchte sind süß und aromatisch und eignen sich ausschließlich für Desserts. Die unreife Frucht zeichnet sich durch vollkommene Geschmacksneutralität und eine faserige Konsistenz aus, die Gewürze und Marinaden aufnimmt. Wer keine Jackfruit findet, kann austernpilze oder fein gerupfte Kräuterseitlinge als Alternative nutzen.

Räuchertofu

Jackfruit allein besitzt kaum nennenswerte Proteinmengen. Fein geriebener Räuchertofu liefert nicht nur eine solide Eiweißbasis, sondern verstärkt mit seiner holzigen Rauchnote das typische Barbecue-Aroma.

Süßkartoffeln

Frische, feste Süßkartoffeln mit glatter Schale eignen sich am besten für Backofen-Pommes. Ihr leicht süßlicher Geschmack harmoniert hervorragend mit den scharfen und rauchigen Nuancen des Burgers.

Gewürze und Barbecuesauce

Eine hochwertige Barbecuesauce bildet das aromatische Fundament. Ergänzt durch geräuchertes Paprikapulver (Pimentón de la Vera), Kreuzkümmel und Sojasauce entsteht eine tiefgründige Würzsauce mit kräftigem Umami-Charakter.

Spitzkohl und Karotte

Im Gegensatz zu zähem Weißkohl besitzt Spitzkohl zartere Blätter und einen milderen Geschmack. In Kombination mit geriebener Karotte, pflanzlicher Mayonnaise und einem Spritzer Apfelessig verleiht der Coleslaw dem Burger Frische und Knusprigkeit.

Min.Einfach
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