Vegane britische Scones – mit Clotted-Cream-Alternative auf Kokosbasis
Zarte vegane britische Scones mit goldener Kruste und einer sahnigen Clotted-Cream-Alternative aus Kokoscreme. Ein unkompliziertes Rezept für die klassische vegane Tea Time.
Auf einen Blick

Diese veganen britischen Scones sind außen leicht knusprig, innen locker und nur dezent süß – genau richtig für einen Cream Tea mit Konfitüre und einer reichhaltigen Clotted-Cream-Alternative. Der Teig wird bewusst nur kurz verarbeitet: Sobald er zu lange geknetet wird, werden die Scones eher fest als mürbe.
Für die Creme verwenden wir gekühlte Kokoscreme und vegane Butter. Sie schmeckt nicht exakt wie das Milchprodukt aus Devon oder Cornwall, bringt aber die gewünschte dichte, streichfähige Konsistenz mit. Bei uns wurde die Creme beim ersten Versuch zu weich, weil auch etwas Kokoswasser in die Schüssel geriet; wirklich nur den festen Anteil aus der Dose verwenden.
Vegane britische Scones: Cream-Tea-Genuss ohne Kompromisse
Frisch gebackene Scones, noch leicht warm, mit leuchtend roter Erdbeerkonfitüre und einer dicken, kühlen Creme: Genau dieser Moment macht eine britische Teatime so besonders. Diese veganen britischen Scones mit Clotted-Cream-Alternative sind außen zart gebräunt und leicht knusprig, innen dagegen locker, mürbe und nur zurückhaltend süß. Sie schmecken nach Buttergebäck, nicht nach Verzicht.
Das Rezept ist bewusst unkompliziert gehalten: Mehl, Backpulver, Haferdrink, vegane Butter und wenige weitere Zutaten aus dem Supermarkt genügen. Der entscheidende Punkt für die typische Textur ist kein aufwendiger Trick, sondern ein kurzer, behutsamer Umgang mit dem Teig. So gelingen die Scones auch dann zuverlässig, wenn du selten bäckst.
Die Kokoscreme-Alternative liefert die reichhaltige, streichfähige Begleitung, die zu einem Cream Tea gehört. Sie ist kein identischer Ersatz für traditionelle Clotted Cream aus Kuhmilch, kommt dem gewünschten Mundgefühl aber sehr nahe: voll, sanft süß und dicht. Die Scones sind ideal für einen Sonntagnachmittag mit der Familie, einen veganen Brunch, Gäste oder als vorbereitbares Gebäck für eine kleine Teerunde. Auch nicht vegane Gäste werden vor allem eines bemerken: wie gut ein klassischer Genuss vegan funktionieren kann.
Geschichte und Herkunft: Was britische Scones ausmacht
Scones gehören fest zur Backtradition des Vereinigten Königreichs und werden besonders mit England, Schottland sowie dem klassischen Cream Tea in Südwestengland verbunden. Die heute verbreitete Variante ist ein kleines, rund ausgestochenes Schnellgebäck, das durch Backpulver aufgeht. Anders als ein süßes Hefebrötchen sind britische Scones eher kompakt-mürbe, mit einer feinen, zart blättrigen Krume.
Zum Cream Tea werden Scones traditionell mit Konfitüre und Clotted Cream serviert. Letztere ist eine besonders fettreiche, erhitzte Milchcreme, die vor allem mit Devon und Cornwall verbunden ist. Bei der Reihenfolge scheiden sich die Geister: In Cornwall wird häufig erst Konfitüre und dann Creme aufgetragen, in Devon oft erst Creme und dann Konfitüre. Beide Varianten sind kulturell etabliert. Für vegane britische Scones mit Clotted-Cream-Alternative gilt deshalb ganz entspannt: Serviere sie so, wie sie dir am besten schmecken.
Zutaten im Detail: Einfach, verfügbar und entscheidend für die Textur
Die Basis für mürbe, hohe Scones
Weizenmehl ist hier die verlässlichste Wahl, weil sein moderater Klebergehalt den Scones genug Halt gibt, ohne sie brotig zu machen. Type 405 oder 550 funktioniert gut. Backpulver sorgt für den raschen Ofentrieb und damit für die typische Höhe. Achte darauf, ein frisches Backpulver zu verwenden: Ist es lange geöffnet oder abgelaufen, bleiben die Scones leicht flach und fest.
Brauner Zucker bringt eine dezente Karamellnote und unterstützt die goldene Oberfläche. Die kleine Menge ist Absicht: Britische Scones sind kein Kuchen, denn Konfitüre und Creme liefern beim Servieren bereits Süße. Eine Prise Salz schärft den Geschmack und lässt die butterige Note klarer hervortreten.
Vegane Butter sollte kalt verarbeitet werden. Sorten auf Basis von Raps-, Kokos- oder Shea-Fett funktionieren gleichermaßen, sofern sie streichfest aus dem Kühlschrank kommen. Beim Backen entstehen durch die kalten Fettstückchen kleine Zwischenräume im Teig. Das macht die Krume zart statt zäh. Haferdrink liefert Feuchtigkeit und eine angenehme, milde Getreidenote. Ein ungesüßter Drink ist die beste Wahl; Sojadrink ist eine geeignete Alternative.
Apfelessig reagiert mit dem Backpulver und unterstützt die Lockerung. Sein Geschmack bleibt nach dem Backen nicht wahrnehmbar. Wer keinen Apfelessig hat, verwendet die gleiche Menge Zitronensaft.
Die überzeugende Kokoscreme
Für die Clotted-Cream-Alternative zählt vor allem die Qualität der Kokoscreme. Verwende eine Dose mit hohem Kokosanteil, die mindestens über Nacht im Kühlschrank stand. Nur der feste, oben abgesetzte Teil kommt in die Schüssel. Das wässrige Kokoswasser bleibt in der Dose und kann für Smoothies oder Currys verwendet werden. Schon wenig Flüssigkeit macht die Creme zu weich.
Vegane Butter stabilisiert die Kokoscreme und verleiht ihr ein rundes, weniger rein kokosbetontes Aroma. Puderzucker löst sich schnell und sorgt für eine feine Struktur, Vanilleextrakt setzt eine warme Dessertnote. Erdbeerkonfitüre ist der zeitlose Klassiker; eine Fruchtkonfitüre mit hohem Fruchtanteil schmeckt besonders klar und weniger zuckrig.
Zwei vegane Clotted-Cream-Alternativen
Die Kokosvariante aus dem Rezept-Widget ist die unkomplizierte Lieblingsoption für eine authentisch wirkende, standfeste Teatime-Creme. Für Gäste, die Kokos weniger mögen, funktioniert die Frischkäse-Variante hervorragend. Sie schmeckt milder und erinnert durch ihre leicht säuerliche Note besonders überzeugend an eine sahnige Milchcreme.
Kokos-Butter-Creme, fest und streichfähig
- 160 g fester Anteil einer gekühlten Kokoscreme
- 25 g weiche vegane Butter
- 15 g Puderzucker
- 1 TL Vanilleextrakt
- Die feste Kokoscreme vorsichtig aus der gekühlten Dose heben. Flüssigkeit am Dosenboden nicht mitverwenden.
- Kokoscreme, vegane Butter, Puderzucker und Vanille in einer kalten Schüssel mit dem Handrührgerät etwa 1 bis 2 Minuten cremig aufschlagen.
- Die Creme vor dem Servieren 20 Minuten kalt stellen. Sie wird dabei deutlich streichfähiger und passt ideal auf halbierte Scones.
Milde Frischkäse-Clotted-Cream-Alternative
- 150 g veganer Frischkäse natur, gut gekühlt
- 40 g feste Kokoscreme, gut gekühlt
- 20 g weiche vegane Butter
- 10 g Puderzucker
- 1 TL Zitronensaft
- 1 Prise Salz
- Alle Zutaten in eine Schüssel geben und mit dem Handrührgerät nur so lange verrühren, bis eine glatte, dicke Creme entsteht.
- Die Creme 30 Minuten kühlen, damit sie sich auf den Scones sauber verstreichen lässt.
- Vor dem Servieren abschmecken. Ein Hauch mehr Zitronensaft bringt Frische, mehr Puderzucker macht die Creme dessertiger.
Als praktische Kaufbasis eignen sich vegane Frischkäsealternativen oder ungesüßte vegane Crème-fraîche-Produkte. Sie werden mit etwas veganer Butter und Puderzucker cremiger und deutlich reichhaltiger. Wichtig ist eine ungesüßte Naturvariante ohne Kräuter oder Knoblauch.
Rezept: Vegane britische Scones – mit Clotted-Cream-Alternative auf Kokosbasis
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