Vegane Zitronen-Mandel-Tarte – mit Cashewcreme und knusprigem Mürbeboden
Eine vegane Zitronen-Mandel-Tarte mit mürbem Mandelboden und einer klar säuerlichen, schnittfesten Cashewcreme. Sie wird kalt serviert und passt als feines Dessert ebenso gut wie auf die Kaffeetafel.
Auf einen Blick

Diese vegane Zitronen-Mandel-Tarte verbindet einen knusprig gebackenen Mürbeteig mit Mandeln und eine seidige Cashewcreme, die ihre Frische aus Zitronensaft und Zitronenabrieb bekommt. Die Creme wird mit Agar-Agar gebunden, bleibt dadurch stabil beim Anschneiden und schmeckt trotzdem leicht.
Kalte vegane Butter hält den Boden mürbe; wird sie weich, klebt der Teig beim Andrücken schnell an den Fingern. Die Tarte braucht nach dem Backen ausreichend Kühlzeit, denn erst dann lässt sich die Zitronen-Cashewcreme sauber in vier Stücke schneiden.
Vegane Zitronen-Mandel-Tarte – mit Cashewcreme und knusprigem Mürbeboden

Diese vegane Zitronen-Mandel-Tarte mit Cashewcreme bringt genau das zusammen, was ein gutes Dessert spannend macht: einen mürben, leicht nussigen Boden, eine helle und seidige Creme sowie die lebendige Säure frischer Zitrone. Obenauf setzen Blaubeeren und geröstete Mandelblättchen einen fruchtigen, knackigen Akzent. Beim Anschneiden bleibt die Füllung sauber stabil, schmeckt aber angenehm leicht und erfrischend.
Das Rezept ist für eine 18-cm-Tarteform und vier großzügige Stücke ausgelegt. Es passt zu einem entspannten Kaffeetisch, als Abschluss eines pflanzlichen Menüs oder zum Vorbereiten, wenn am nächsten Tag ein Dessert ohne Hektik auf dem Tisch stehen soll. Die aktive Arbeitszeit liegt bei rund 25 Minuten, die Backzeit bei 18 Minuten. Für das vollständige Festwerden braucht die Tarte anschließend Kühlzeit.
| Vorbereitung | Backzeit | Kühlzeit | Gesamtzeit |
|---|---|---|---|
| 25 Minuten | 18 Minuten | mindestens 3 Stunden | ca. 3 Stunden 43 Minuten |
Auch wenn Cashewcreme zunächst nach einem aufwendigen Baustein klingt, ist sie mit einem leistungsstarken Mixer unkompliziert. Ihre milde, leicht buttrige Nussigkeit trägt die Zitrone, statt mit ihr zu konkurrieren. Das Ergebnis ist eine Tarte, die nicht nur vegan überzeugt, sondern einfach nach frischem Zitronendessert schmeckt.
Geschichte und Einordnung der Zitronentarte
Die klassische Tarte au citron wird vor allem mit der französischen Patisserie verbunden: ein Mürbeteiggehäuse, gefüllt mit einer säuerlichen Zitronencreme, die traditionell meist Eier und Butter enthält. Tarteformen mit niedrigem Rand sind in der französischen Backkultur seit Langem verbreitet; Zitronenfüllungen gehören zu den bekannten Varianten süßer Obst- und Cremetartes.
Die vegane Zitronen-Mandel-Tarte ist keine historisch festgelegte Originalversion, sondern eine zeitgemäße pflanzliche Interpretation dieser Gebäckidee. Cashewkerne ersetzen hier nicht eins zu eins Sahne oder Ei, sondern schaffen durch ihr Fett und ihre fein gemixte Struktur eine eigenständige, cremige Basis. Agar-Agar, ein Geliermittel aus Rotalgen, sorgt für den Schnitt. Mandeln im Boden knüpfen zugleich an die verbreitete Kombination aus Zitrusfrüchten und Nüssen in europäischen Backrezepten an.
Zutaten im Detail: Geschmack und Funktion
Boden: mürb, nussig und stabil
- 120 g Weizenmehl Type 405
- 60 g gemahlene Mandeln
- 25 g brauner Zucker
- 50 g kalte vegane Butter
- 20 ml Eiswasser
Weizenmehl Type 405 ergibt einen feinen, zarten Mürbeteig. Die gemahlenen Mandeln geben Aroma und verhindern, dass der Boden nur trocken-mehlig wirkt. Brauner Zucker bringt eine dezente Karamellnote. Entscheidend ist kalte vegane Butter mit einem Fettgehalt, der sich zum Backen eignet: Sie soll in kleinen Stückchen in den Teig eingearbeitet werden und nicht vorher schmelzen. Fühlt sich der Teig beim Andrücken schmierig an, ist die Butter bereits zu warm; zehn Minuten Kühlschrank machen ihn wieder formbar.
Wer kein Weizen verwenden möchte, kann eine glutenfreie Mehlmischung für Mürbeteig testen. Dann hilft häufig ein zusätzliches bis zwei Teelöffel Eiswasser, weil glutenfreie Mischungen unterschiedlich viel Flüssigkeit aufnehmen. Mandeln lassen sich durch fein gemahlene Haselnüsse ersetzen, ihr Geschmack ist jedoch deutlich kräftiger.
Cashewcreme: die seidige Zitronenfüllung
- 100 g Cashewkerne
- 220 ml Wasser
- 50 g Ahornsirup
- 60 ml frisch gepresster Zitronensaft
- Abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone
- 20 g Kokosöl
- 4 g Agar-Agar
Unbehandelte Bio-Zitrone ist für den Abrieb wichtig, denn verwendet wird die äußere gelbe Schicht. Sie enthält die duftenden ätherischen Öle; die weiße Schicht darunter schmeckt bitter. Frisch gepresster Saft liefert eine klarere Säure als Zitronensaft aus der Flasche. Ahornsirup rundet die Säure ab, ohne die Zitrone mit einer schweren Süße zu überdecken.
Cashewkerne sollten möglichst naturbelassen und ungesalzen sein. Durch Einweichen werden sie weicher und lassen sich besonders glatt pürieren. Ein Mixer, der nach 60 Sekunden noch feine Punkte zeigt, braucht meist eine weitere Minute und eventuell 1 bis 2 Esslöffel Wasser. Kokosöl macht die Creme im kalten Zustand vollmundiger; raffiniertes Kokosöl ist sinnvoll, wenn kein Kokosgeschmack erwünscht ist. Agar-Agar muss rein pflanzlich sein und wird für die sichere Bindung aufgekocht.
Dekoration: Frucht und Biss
- 15 g Mandelblättchen
- 80 g Blaubeeren
Frische, pralle Blaubeeren bringen saftige Fruchtigkeit und sehen auf der hellen Creme besonders schön aus. Tiefgekühlte Beeren tauen dagegen aus und können Farbe sowie Flüssigkeit abgeben; sie eignen sich besser als Kompott zum Servieren. Mandelblättchen werden kurz geröstet und erst auf die kalte Tarte gegeben, damit sie knusprig bleiben.
Rezept: Vegane Zitronen-Mandel-Tarte mit Cashewcreme
Min.Einfach
Frühlingshafte Spargel-Bohnen-Pfanne mit Kartoffeln





















