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Letztes Update: 26. April 2026

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Tempeh-Frust? So kombinierst du den Protein-Booster für maximalen Geschmack

29. März 2026•9 Min. Lesezeit
von Mario Wormuth
Tempeh-Frust? So kombinierst du den Protein-Booster für maximalen Geschmack

Das Wichtigste auf einen Blick

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Hand aufs Herz: Hast du schon mal in ein Stück rohen Tempeh gebissen und dich gefragt, warum alle Welt diesen „festen Block“ so feiert? Keine Sorge, wir kennen das. Tempeh ist wie ein ungeschliffener Diamant – ohne die richtige Begleitung und Zubereitung schmeckt er eher nach... nun ja, Erde. Aber wenn du erst einmal weißt, welche Aromen und Beilagen diesen fermentierten Soja-Schatz zum Strahlen bringen, willst du nie wieder zurück zu fadem Tofu. Wir zeigen dir heute, wie du Tempeh so kombinierst, dass selbst Fleisch-Fans nach dem Rezept fragen.

Warum schmeckt Tempeh eigentlich so speziell?

Warum schmeckt Tempeh eigentlich so speziell?
Warum schmeckt Tempeh eigentlich so speziell?

Die nussige Note verstehen

Tempeh ist kein Tofu-Ersatz, sondern ein eigenständiges Kraftpaket. Durch die Fermentation ganzer Sojabohnen entsteht ein fester Biss und ein tiefes, nussiges Aroma. Das ist die perfekte Basis für kräftige Gewürze. Während Tofu oft nur an der Oberfläche Geschmack annimmt, zieht eine gute Marinade in die Struktur des Tempehs ein. Das macht ihn zum idealen Partner für alles, was ordentlich Wumms hat.

Ehrlich gesagt: Die Textur ist das Beste daran. Du hast richtig was zu kauen, was bei vielen veganen Gerichten oft fehlt. Wenn du ihn richtig anbrätst, wird er außen knusprig und bleibt innen zart. Das Geheimnis liegt darin, die erdigen Noten mit Säure, Süße oder Schärfe zu balancieren.

Der Protein-Check für Sportler

Wusstest du, dass Tempeh eine echte Eiweißbombe ist? In 100 Gramm stecken oft über 19 Gramm Protein. Das ist einer der Gründe, warum wir ihn so lieben. Er sättigt langanhaltend und liefert wertvolle Ballaststoffe, die dein Darm liebt. Wer also auf der Suche nach einer gesunden Alternative zu hochverarbeiteten Ersatzprodukten ist, landet früher oder später beim Tempeh.

ℹ️

Wissenswertes

Tempeh ist ein wahres Nährstoff-Kraftpaket und wird traditionell für seinen Beitrag zu einer bewussten Ernährung geschätzt. Durch den Fermentationsprozess mit dem Edelpilz Rhizopus oligosporus werden die Proteine der Sojabohne bereits teilweise aufgespalten, was zu einer guten Bekömmlichkeit beitragen kann. Mit über 19 Gramm Eiweiß pro 100 Gramm unterstützt Tempeh die normale Funktion des Körpers und passt hervorragend in einen aktiven Lebensstil. Zudem ist er reich an Ballaststoffen, die einen ausgeglichenen Stoffwechsel begünstigen können. Im Gegensatz zu vielen hochverarbeiteten Fleischalternativen handelt es sich bei Tempeh um ein naturbelassenes Produkt, das ohne künstliche Zusatzstoffe auskommt. Die feste Textur sorgt zudem für ein langanhaltendes Sättigungsgefühl, was ihn zur idealen Wahl für ausgewogene Bowls oder Hauptgerichte macht.

Welche Beilagen passen am besten zu Tempeh?

Getreide als Saucen-Fänger

Wenn wir Tempeh servieren, brauchen wir etwas, das die Aromen auffängt. Basmati Reis ist der Klassiker, besonders wenn du asiatisch kochst. Er ist leicht, duftig und lässt dem Tempeh den Vortritt. Wenn du es etwas kerniger magst, ist Quinoa eine fantastische Wahl. Die kleinen Körnchen ergänzen die nussige Note des Tempehs perfekt und liefern zusätzlich noch mehr Nährstoffe.

Für die mediterrane Schiene kannst du auch zu Couscous oder Bulgur greifen. Wichtig ist nur: Das Getreide sollte nicht zu stark gewürzt sein, damit es nicht mit dem marinierten Tempeh konkurriert. Ein Spritzer Limette im Reis wirkt oft Wunder!

Gemüse, das den Biss ergänzt

Beim Gemüse setzen wir auf Kontraste. Da Tempeh eher fest ist, passt knackiges Grünzeug hervorragend. Bok Choy (Senfkohl) kurz in der Pfanne geschwenkt, ist unser absoluter Favorit. Er bringt Frische und eine leichte Schärfe mit. Aber auch heimische Helden wie Grünkohl oder Spinat funktionieren super, wenn du sie mit etwas Knoblauch dünstest.

Hier ist eine kleine Übersicht, was wir am liebsten kombinieren:

Kategorie Unsere Empfehlung Warum es passt
Getreide Basmati Reis, Quinoa Neutraler Boden für starke Marinaden
Grünes Gemüse Bok Choy, Brokkoli Knackiger Kontrast zur festen Textur
Wurzelgemüse Süßkartoffeln, Möhren Natürliche Süße gleicht Herbe aus
💡

Fakt

Als Beilagen zu Tempeh eignen sich Getreidesorten wie Basmati Reis oder Quinoa sowie Gemüsesorten wie Bok Choy, Grünkohl oder Spinat.

Die Wahl der richtigen Beilage ist entscheidend, um die erdigen und nussigen Nuancen des Tempehs perfekt zu unterstreichen. Basmati Reis bietet eine neutrale, duftige Basis, während Quinoa durch sein eigenes Aroma die Textur des Gerichts bereichert. Besonders interessant ist die Kombination mit grünem Blattgemüse wie Bok Choy oder Spinat: Diese liefern nicht nur wichtige Mikronährstoffe, sondern bilden auch einen optischen und geschmacklichen Kontrast zur Dichte des fermentierten Sojas. Wenn Sie diese Komponenten geschickt kombinieren, kreieren Sie eine Mahlzeit, die alle Geschmackssinne anspricht und gleichzeitig eine hohe Nährstoffdichte aufweist. Achten Sie darauf, die Beilagen dezent zu salzen, da der Tempeh meist durch die Marinade bereits eine kräftige Würze mitbringt.

📍 Quelle: veganevibes.de

Wie mariniere ich Tempeh richtig?

Wie mariniere ich Tempeh richtig?
Wie mariniere ich Tempeh richtig?

Die ultimative Erdnuss-Kombination

Wenn du uns fragst, was die absolute Nummer 1 für Tempeh ist, dann ist es eine cremige Erdnusssauce. Wir mischen dafür Erdnussbutter, Tamari (Sojasauce), Limettensaft und einen Schuss Ahornsirup. Diese Mischung ist die perfekte Balance aus salzig, sauer, süß und fettig. Der Tempeh saugt diese Aromen förmlich auf.

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Pro-Tipp: Schneide den Tempeh in dünne Scheiben oder Würfel und lass ihn mindestens 20 Minuten in der Marinade ziehen. Noch besser wird es, wenn du ihn danach als Spieße in der Pfanne oder auf dem Grill röstest. Das dauert insgesamt nur etwa 30 Minuten und schmeckt wie im Urlaub in Indonesien.

Rauchig und herzhaft: Die BBQ-Variante

Du magst es eher deftig? Dann probier mal eine Marinade aus Liquid Smoke, Paprikapulver, Tomatenmark und etwas Senf. Das gibt dem Tempeh eine fast schon speckige Note. Das passt hervorragend in Bowls oder sogar auf ein veganes Sandwich. Wichtig ist hier: Brate den Tempeh scharf an, damit der Zucker in der Marinade leicht karamellisiert.

Indonesische Erdnuss-Tempeh-Spieße mit Bok Choy

Rezept

Einfach

Indonesische Erdnuss-Tempeh-Spieße mit Bok Choy

Vorb.20 Min.
Kochen15 Min.
Gesamt35 Min.

Ein herzhaftes Gericht, das die nussigen Noten des Tempehs mit einer cremigen, säuerlich-süßen Erdnusssauce und knackigem Gemüse kombiniert.

Portionen
2
2

Zutaten

200 g Tempeh(in Würfel geschnitten)
2 EL Erdnussbutter(cremig)
2 EL Tamari oder Sojasauce
1 EL Limettensaft
1 TL Ahornsirup
2 Stück Bok Choy(halbiert)
150 g Basmati Reis(trocken gewogen)
1 EL Sesamöl(zum Anbraten)

Zubereitung

1

Den Basmati Reis nach Packungsanweisung in Salzwasser garen.

2

Für die Marinade Erdnussbutter, Tamari, Limettensaft und Ahornsirup glatt rühren. Die Tempeh-Würfel darin mindestens 15 Minuten ziehen lassen.

3

Die marinierten Tempeh-Würfel auf Holzspieße stecken und in einer Pfanne mit etwas Sesamöl von allen Seiten knusprig anbraten.

4

Den Bok Choy in derselben Pfanne für ca. 3-4 Minuten mit anbraten, bis er bissfest ist.

5

Alles zusammen auf dem Reis anrichten und mit restlicher Marinade beträufeln.

Nährwerte

ca. 580
kcal
ca. 28g
Protein
ca. 62g
Carbs
ca. 24g
Fett

Nährwertangaben sind Schätzwerte und können je nach Zutaten variieren.

veganproteinreichasiatisch

Gesamtzeit: 35 Minuten

Welche Saucen runden das Gericht ab?

Cremig vs. Erfrischend

Neben der klassischen Erdnusssauce gibt es noch viele andere Möglichkeiten. Eine helle Tahini-Sauce mit viel Zitrone passt wunderbar, wenn du den Tempeh eher mediterran mit Ofengemüse servierst. Die Bitterstoffe des Sesams harmonieren überraschend gut mit dem fermentierten Soja.

Wenn es scharf sein darf, ist Sriracha-Mayo (natürlich vegan!) ein echter Gamechanger. Die Schärfe schneidet durch die Dichte des Tempehs und macht jeden Bissen spannend. Wir nutzen oft eine Basis aus ungesüßtem Sojajoghurt, um eine kühlende Komponente zu haben, falls die Marinade doch mal zu feurig ausgefallen ist.

Asiatische Glazes

Ein „Glaze“ ist eine dickflüssige Sauce, die du erst ganz am Ende über den Tempeh gibst. Eine Mischung aus Teriyaki-Sauce und etwas Ingwer sorgt für einen tollen Glanz und eine Geschmacksexplosion. Da Tempeh im Gegensatz zu Tofu eine gröbere Struktur hat, bleibt diese Glasur besonders gut in den Zwischenräumen hängen.

✅

Quick-Check

Für das perfekte Finish Ihres Tempeh-Gerichts sollten Sie folgende Saucen-Tipps beachten:

  • ✓Verwenden Sie cremige Basen wie Tahini oder ungesüßten Sojajoghurt, um die Intensität scharfer Marinaden abzumildern.
  • ✓Ein Glaze aus Teriyaki und Ingwer sollte erst in den letzten 2 Minuten des Bratvorgangs hinzugefügt werden, damit der Zucker nicht verbrennt.
  • ✓Achten Sie bei Sriracha-Mayo auf eine vegane Variante, um das Gericht rein pflanzlich zu halten.
  • ✓Zitrusnoten von Limette oder Zitrone in der Sauce helfen dabei, die schweren, erdigen Noten des Tempehs aufzubrechen.
  • ✓Experimentieren Sie mit frischen Kräutern wie Koriander oder Minze in der Sauce, um eine zusätzliche Frische-Ebene zu schaffen.
  • ✓Wenn die Sauce zu dickflüssig ist, nutzen Sie einen Schluck Wasser oder Kokosmilch, um die gewünschte Konsistenz zu erreichen.

Kann man Tempeh auch roh essen?

Kann man Tempeh auch roh essen?
Kann man Tempeh auch roh essen?

Sicherheit und Geschmack

Theoretisch kannst du Tempeh roh essen, da er bei der Herstellung bereits gedämpft wurde. Aber ganz ehrlich: Wir raten davon ab. Roher Tempeh hat oft einen sehr dominanten, fast schon hefigen Geschmack, der nicht jedermanns Sache ist. Außerdem entfaltet sich das volle Aroma erst durch Hitze.

Durch das Braten oder Backen werden zudem die letzten Reste der Fermentationsfeuchtigkeit entzogen, was die Textur deutlich verbessert. Wenn du es eilig hast, reichen schon 5-8 Minuten in der Pfanne mit etwas Öl aus, um einen riesigen Unterschied zu machen. Dein Magen wird es dir zudem danken, da erhitzter Tempeh oft noch leichter bekömmlich ist.

⚠️

Wichtig

Obwohl Tempeh technisch gesehen bereits vorgegart ist, raten Experten und erfahrene Köche dringend dazu, ihn vor dem Verzehr ausreichend zu erhitzen. Der rohe Verzehr kann aufgrund der aktiven Fermentationskulturen bei empfindlichen Personen zu Verdauungsbeschwerden führen. Zudem ist das Geschmackserlebnis im rohen Zustand oft enttäuschend: Der typische, leicht bittere und hefige Beigeschmack verschwindet erst durch das Braten, Backen oder Dämpfen. Durch die Hitzeeinwirkung findet zudem die Maillard-Reaktion statt, die für die beliebten Röstaromen und die knusprige Textur sorgt. Achten Sie beim Braten darauf, ausreichend Öl zu verwenden, da Tempeh dazu neigt, trocken zu werden, wenn er ohne Fettquelle erhitzt wird. Eine Kerntemperatur von mindestens 75 Grad Celsius stellt sicher, dass das Produkt nicht nur schmackhaft, sondern auch absolut sicher für den Verzehr ist.

Rauchige BBQ-Tempeh-Bowl mit Süßkartoffeln

Rezept

Mittel

Rauchige BBQ-Tempeh-Bowl mit Süßkartoffeln

Vorb.15 Min.
Kochen25 Min.
Gesamt40 Min.

Deftig marinierter Tempeh trifft auf die natürliche Süße gerösteter Süßkartoffeln und proteinreichen Quinoa.

Portionen
2
2

Zutaten

200 g Tempeh(in dünne Scheiben)
300 g Süßkartoffeln(gewürfelt)
100 g Quinoa
1 EL Tomatenmark
0.5 TL Liquid Smoke(oder geräuchertes Paprikapulver)
1 TL Senf(mittelscharf)
2 EL Olivenöl
100 g Frischer Spinat

Zubereitung

1

Süßkartoffelwürfel mit 1 EL Olivenöl und Salz mischen und bei 200°C im Ofen ca. 20 Minuten rösten.

2

Quinoa gründlich waschen und in der doppelten Menge Wasser ca. 15 Minuten köcheln lassen.

3

Aus Tomatenmark, Liquid Smoke, Senf und etwas Wasser eine BBQ-Marinade rühren. Den Tempeh darin wenden.

4

Tempeh in einer Pfanne scharf anbraten, bis er eine dunkle, würzige Kruste bekommt.

5

Spinat kurz in der Pfanne zusammenfallen lassen. Quinoa, Süßkartoffeln, Spinat und Tempeh in einer Schüssel anrichten.

Nährwerte

ca. 520
kcal
ca. 25g
Protein
ca. 55g
Carbs
ca. 18g
Fett

Nährwertangaben sind Schätzwerte und können je nach Zutaten variieren.

veganglutenfreifitness

Gesamtzeit: 40 Minuten

Unser Fazit

Tempeh ist ein absoluter Allrounder, wenn man weiß, wie man ihn anpackt. Die Kombination aus Basmati Reis, knackigem Bok Choy und einer cremigen Erdnusssauce ist für uns der ungeschlagene Favorit. Er ist nicht nur eine Proteinbombe, sondern bringt auch eine Textur auf den Teller, die in der veganen Küche ihresgleichen sucht. Trau dich ruhig an kräftige Marinaden heran – der Tempeh verträgt es! Unser persönlicher Tipp: Schneide ihn in ganz dünne Streifen und brate ihn kross an, fast wie Bacon. Das passt zu fast jedem Salat oder Bowl-Gericht.

ℹ️

Wichtige Hinweise

Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Gesundheitsfragen immer einen qualifizierten Arzt. Ändern Sie niemals eigenständig Ihre Medikation oder Behandlung.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Weitere wichtige Informationen zum Thema

Ein oft übersehener Profi-Tipp in der veganen Küche ist das Dämpfen von Tempeh vor dem eigentlichen Braten oder Marinieren. Da Tempeh durch Fermentation entsteht, besitzt er von Natur aus eine leicht bittere Note und eine sehr dichte, feste Struktur. Wenn Sie den Block für etwa 10 bis 15 Minuten über Wasserdampf erhitzen, öffnen sich die Poren des Produkts und die Zellstruktur lockert sich spürbar auf.

Durch diesen Prozess verliert der Tempeh seinen herben Beigeschmack und wird wesentlich aufnahmefähiger für Marinaden. Die Flüssigkeiten ziehen tiefer in den Kern ein, anstatt nur an der Oberfläche zu haften. Zudem sorgt das Dämpfen dafür, dass der Tempeh beim anschließenden Anbraten innen saftig bleibt, während er außen eine perfekte Kruste bildet. Dies ist besonders empfehlenswert, wenn Sie Tempeh in herzhaften Saucen oder als Fleischersatz in Ragouts verwenden möchten.

Säure ist der entscheidende Gegenspieler zu den tiefen, erdigen und fast pilzartigen Aromen des Tempehs. Während Salz und Schärfe oft im Vordergrund stehen, sorgt erst eine feine Säurekomponente für die nötige Frische und Balance im Gericht. Sie bricht die schwere Dichte des Sojablocks auf und hebt die nussigen Nuancen hervor, ohne sie zu überlagern. In der Praxis bedeutet das, dass jede gute Marinade ein Element wie Limettensaft, Reisessig oder Balsamico enthalten sollte.

Besonders in der indonesischen Küche, der Heimat des Tempehs, wird oft Tamarindenpaste verwendet, um eine komplexe, fruchtige Säure zu erzeugen. Wenn Sie Tempeh für mediterrane Gerichte zubereiten, kann auch ein Schuss Weißwein oder Zitronenabrieb Wunder wirken. Die Säure fungiert hierbei als Geschmacksverstärker, der die Geschmacksknospen sensibilisiert und dafür sorgt, dass der Tempeh nicht zu schwer im Magen liegt, sondern als lebendiger Teil einer Bowl oder eines Pfannengerichts wahrgenommen wird.

Obwohl der klassische Tempeh aus Sojabohnen besteht, lässt sich das Prinzip der Fermentation auf fast alle Hülsenfrüchte und Getreidesorten übertragen. Für Menschen mit einer Sojaallergie oder für Köche, die nach neuen Geschmackserlebnissen suchen, gibt es mittlerweile hervorragende Alternativen aus Lupinen, Kichererbsen, schwarzen Bohnen oder sogar Erbsen. Diese Varianten unterscheiden sich nicht nur im Nährstoffprofil, sondern bringen auch ganz eigene Texturen und Aromen mit in die Küche.

Lupinen-Tempeh beispielsweise ist oft etwas weicher und hat eine feine, süßliche Note, die hervorragend zu europäischen Kräutern passt. Kichererbsen-Tempeh hingegen überzeugt durch eine besonders knusprige Konsistenz nach dem Braten. Diese sojafreien Alternativen sind ebenso reich an Proteinen und Ballaststoffen wie das Original. Sie bieten eine wunderbare Möglichkeit, die Vielfalt pflanzlicher Proteinquellen auszuschöpfen und bringen Abwechslung in den Speiseplan, da sie jeweils unterschiedlich auf Gewürze und Garmethoden reagieren.

Die richtige Lagerung ist entscheidend, da Tempeh ein lebendiges, fermentiertes Produkt ist. Frischer Tempeh sollte immer im Kühlschrank aufbewahrt und innerhalb weniger Tage verbraucht werden. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist der weiße Edelschimmel, der die Bohnen fest zusammenhält. Dieser sollte kompakt und trocken aussehen. Gelegentliche schwarze oder graue Punkte auf der Oberfläche sind übrigens kein Zeichen von Verderb, sondern lediglich ein Hinweis darauf, dass der Pilz Sporen gebildet hat – dies ist völlig unbedenklich und beeinträchtigt den Geschmack nicht.

Sollte der Tempeh jedoch schleimig werden, einen stechenden Ammoniakgeruch entwickeln oder rötliche Verfärbungen aufweisen, ist er nicht mehr für den Verzehr geeignet. Um die Haltbarkeit zu verlängern, kann man Tempeh problemlos einfrieren. Nach dem Auftauen behält er seine feste Struktur bei und lässt sich wie gewohnt verarbeiten. Viele Experten behaupten sogar, dass die Textur nach dem Einfrieren und Auftauen noch etwas mürber und angenehmer wird, was die Aufnahme von Gewürzen zusätzlich begünstigt.

Da Tempeh eine relativ lange Garzeit benötigt, um wirklich knusprig zu werden, ist die Wahl des richtigen Fettes von großer Bedeutung. Es sollte ein Öl mit einem hohen Rauchpunkt verwendet werden, damit es bei den benötigten Temperaturen nicht verbrennt. Raffiniertes Kokosöl ist eine exzellente Wahl, da es hitzestabil ist und dezent mit dem nussigen Aroma des Tempehs harmoniert. Für asiatische Gerichte bietet sich zudem Erdnussöl an, das den Eigengeschmack der fermentierten Sojabohnen unterstreicht.

Ein Geheimtipp für maximalen Geschmack ist die Kombination von neutralem Öl zum Braten und einem aromatischen Öl zum Finish. Braten Sie den Tempeh zunächst in Rapsöl goldbraun an und geben Sie erst in den letzten zwei Minuten einen Teelöffel geröstetes Sesamöl oder eine kleine Menge vegane Butter hinzu. So verbrennen die empfindlichen Aromastoffe der Spezialöle nicht, aber der Tempeh wird mit einer glänzenden, geschmacksintensiven Schicht überzogen, die perfekt zu Beilagen wie Reis oder knackigem Gemüse passt.

Quellen & Weiterführende Links

Dieser Artikel basiert auf 1 vertrauenswürdigen Quellen. Alle Fakten und Statistiken wurden neu formuliert und in eigenen Worten wiedergegeben.

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Knusprige Tempeh Spieße mit Erdnussbuttersauce — VEGANE VIBES

veganevibes.de

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Mario Wormuth
Mario Wormuth
RezeptentwicklungKlassische & Moderne KochtechnikenNachhaltige ErnährungKulinarische WarenkundeKochen

Gründer von eat-vegan.de & Experte für pflanzliche Kulinarik. Mario verbindet 4 Jahre Erfahrung in der veganen Küche mit der Leidenschaft für nachhaltigen Genuss. Als Rezeptentwickler und Food-Autor zeigt er, dass vegane Ernährung nicht Verzicht, sondern Vielfalt bedeutet. Sein Fokus liegt auf alltagstauglichen Rezepten, die auch ohne Ersatzprodukte überzeugen. Man muss aber auch sagen dass er auch gerne Rezepte über Fleisch und ähnliches erstellt. Siehe dafür seinen Blog www.pastaweb.de

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