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Letztes Update: 25. April 2026

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Nutella vegan: Endlich da oder Mogelpackung? Der große Check 2025

30. Januar 2026•14 Min. Lesezeit
von Mario Wormuth
Nutella vegan: Endlich da oder Mogelpackung? Der große Check 2025

Das Wichtigste auf einen Blick

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Ist der Traum vom veganen Frühstücksklassiker endlich wahr?

Hand aufs Herz: Wer von uns hat nicht schon einmal sehnsüchtig vor dem Glas mit dem ikonischen roten Schriftzug gestanden, es umgedreht und dann enttäuscht wieder ins Regal gestellt? Jahrelang war der Blick auf die Zutatenliste für uns Veganer ein echter Dämpfer. Da stand es schwarz auf weiß: Magermilchpulver. Aus der Traum vom schokoladigen Frühstücksbrötchen – zumindest mit dem Original. Doch die Gerüchteküche brodelt nicht mehr nur, sie kocht über: Ferrero wagt den Schritt, auf den wir gefühlt eine Ewigkeit gewartet haben. Aber ist das neue "Nutella Plant Based" wirklich der heilige Gral für unseren Frühstückstisch oder nur ein cleverer Marketing-Schachzug? Wir haben uns die Fakten genau angesehen, die Zutaten unter die Lupe genommen und verraten dir, ob sich das Warten lohnt.

Warum war Nutella bisher eigentlich tabu für uns?

Bevor wir uns auf die Neuigkeiten stürzen, müssen wir kurz klären, woran es bisher eigentlich gescheitert ist. Viele von uns, die neu in der veganen Ernährung sind, fragen sich oft: "Ist da nicht eh nur Kakao und Zucker drin?" Leider nein. Das klassische Nutella ist ein Paradebeispiel dafür, wie tierische Produkte in Süßwaren versteckt sind, wo man sie gar nicht zwingend vermuten würde.

Das Problem ist das Magermilchpulver. Es sorgt im Original für die Bindung und einen Teil des cremigen Mundgefühls. Während der Anteil an Haselnüssen bei 13 Prozent liegt, macht Zucker den Löwenanteil aus – satte 56 Prozent stecken im klassischen Glas. Das Magermilchpulver macht das Produkt für Veganer ungenießbar und ist natürlich auch für Menschen mit Laktoseintoleranz ein No-Go. Bisher mussten wir also immer auf Alternativen ausweichen, die zwar oft lecker, aber eben nie "das Original" waren.

Die Zutaten-Falle im Original

Wenn du bisher dachtest, vielleicht "geht das schon mal" als Ausnahme: Neben dem Milchpulver ist oft auch die Frage nach Aromen und Emulgatoren relevant. Aber das Hauptproblem bleibt die Milch. Für uns bedeutet das: Das klassische Glas mit dem weißen Deckel bleibt im Regal stehen. Punkt.

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Wissenswertes

Das klassische Nutella ist ein Paradebeispiel dafür, wie tierische Inhaltsstoffe in vermeintlich simplen Süßwaren versteckt sind. Der Hauptgrund für die bisherige Unverträglichkeit mit einer veganen Ernährung ist das enthaltene Magermilchpulver. Es dient in der Rezeptur als Emulgator und Stabilisator, sorgt für eine homogene, cremige Textur und verhindert, dass sich das Öl von den festen Bestandteilen trennt. Zudem trägt es zum milchigen Geschmacksprofil bei. Doch die Zutatenliste offenbart noch mehr: Mit einem Zuckeranteil von über 56 % ist es primär eine Zuckercreme. Der namensgebende Haselnussanteil liegt im Vergleich dazu bei nur 13 %. Diese Zusammensetzung macht deutlich, warum das Original nicht nur für Veganer, sondern auch für Menschen mit Laktoseintoleranz ungeeignet ist und ernährungsphysiologisch eher als Süßigkeit denn als nahrhafter Brotaufstrich einzuordnen ist. Die Herausforderung für vegane Alternativen besteht darin, die funktionellen Eigenschaften des Milchpulvers ohne tierische Produkte zu replizieren.

Wann kommt das vegane Nutella endlich nach Deutschland?

Wann kommt das vegane Nutella endlich nach Deutschland?
Infografik: Wann kommt das vegane Nutella endlich nach Deutschland?

Jetzt wird es spannend. Wir haben gute Nachrichten für dich, die deinen Start ins neue Jahr versüßen könnten. Ferrero hat offiziell bestätigt: Die pflanzliche Variante kommt! Und wir müssen gar nicht mehr lange warten. Der Marktstart in Deutschland ist für Januar 2025 geplant. Das bedeutet, wir können uns schon fast den Countdown im Kalender markieren.

Du wirst das neue Glas übrigens sofort erkennen. Ferrero hat sich für ein Design entschieden, das Verwechslungen ausschließen soll. Achte einfach auf den Deckel: Statt des klassischen Weiß trägt die vegane Version einen grünen Schraubdeckel. Zudem wird das Glas deutlich mit dem Label "Plant Based" gekennzeichnet sein. Das finden wir super, denn nichts ist nerviger, als im Supermarkt erst minutenlang das Kleingedruckte studieren zu müssen, um sicherzugehen, dass man nicht versehentlich zum Milchprodukt greift.

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Quick-Check

Damit du im Supermarkt zielsicher zur neuen veganen Variante greifst, hat Ferrero für eine klare Kennzeichnung gesorgt. Halte Ausschau nach diesen Merkmalen:

  • ✓Der grüne Deckel: Das auffälligste Unterscheidungsmerkmal ist der Schraubdeckel. Statt des ikonischen Weiß wird die pflanzliche Version einen leuchtend grünen Deckel haben. Das ermöglicht eine schnelle Identifikation im Regal.
  • ✓Das 'Plant Based'-Label: Zusätzlich zum Deckel wird ein deutliches Siegel oder ein Schriftzug mit der Aufschrift 'Plant Based' auf dem Etikett prangen. So ist auf den ersten Blick ersichtlich, dass es sich um die milchfreie Variante handelt.
  • ✓Der offizielle Starttermin: Merke dir den Januar 2025 vor. Ab diesem Zeitpunkt soll das Produkt flächendeckend im deutschen Einzelhandel verfügbar sein. Vorherige Sichtungen sind unwahrscheinlich, es sei denn, es handelt sich um Testmärkte.
  • ✓Gleiche Glasform: Die typische, bauchige Glasform von Nutella wird beibehalten. Du musst also nicht nach einer völlig neuen Verpackung suchen, sondern nur auf die farblichen und textlichen Unterschiede achten.

Was steckt wirklich im neuen "Nutella Plant Based"?

Jetzt fragst du dich sicher: Wie ersetzen die das Milchpulver, ohne dass der Geschmack leidet? Das war wohl auch die größte Herausforderung für die Lebensmitteltechniker bei Ferrero. Was uns wirklich überrascht hat: Die Lösung liegt in der Kichererbse. Ja, richtig gelesen.

In der neuen Rezeptur wird das Magermilchpulver durch eine Kombination aus Kichererbsenmehl und Reissirup ersetzt. Klingt im ersten Moment vielleicht eher nach Hummus als nach Schokoaufstrich, aber keine Sorge: Kichererbsen sind in der veganen Backstube schon lange als Geheimwaffe bekannt (denk nur an Aquafaba als Eischnee-Ersatz). Sie haben hervorragende Bindeeigenschaften und sind geschmacklich neutral genug, um den Kakao- und Haselnussgeschmack nicht zu verfälschen.

  • Kichererbsenmehl: Sorgt für die Struktur und ersetzt die Proteine der Milch.
  • Reissirup: Bringt Süße und eine gewisse Klebrigkeit, die für die Textur wichtig ist.
  • Haselnüsse & Kakao: Bleiben natürlich die Stars der Show.

Ferrero verspricht, dass Geschmack und die legendäre Cremigkeit durch diese Änderung nicht beeinträchtigt werden. Ob das stimmt, werden wir natürlich im Januar 2025 sofort für euch testen.

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Wissenswertes

Die Wahl von Kichererbsenmehl als Milchersatz mag überraschen, ist aber lebensmitteltechnologisch ein cleverer Schachzug. Kichererbsen sind in der veganen Küche als wahre Alleskönner bekannt. Ihr Mehl besitzt hervorragende emulgierende und bindende Eigenschaften, die denen von Milchprotein ähneln. Es hilft, Fett (aus Nüssen und Öl) und Wasserphasen zu einer stabilen, cremigen Masse zu verbinden, was für die legendäre Nutella-Textur entscheidend ist. Geschmacklich ist Kichererbsenmehl relativ neutral und hat keinen starken Eigengeschmack, der das dominante Aroma von Haselnuss und Kakao überdecken würde. In Kombination mit Reissirup, der nicht nur Süße, sondern auch Volumen und eine geschmeidige Konsistenz liefert, entsteht eine Basis, die dem Original sehr nahekommen kann. Dieses Prinzip kennt man bereits von 'Aquafaba', dem Kochwasser von Kichererbsen, das sich wie Eischnee aufschlagen lässt. Ferrero nutzt hier also bewährte Prinzipien der veganen Lebensmitteltechnologie für ein Massenmarktprodukt.

Wie viel Aufwand steckt hinter der neuen Rezeptur?

Man könnte meinen, man tauscht einfach Milch gegen Soja und fertig. Aber so einfach machen es sich die großen Konzerne nicht – und das ist auch gut so. Ferrero hat laut Berichten 1,5 Jahre an der Entwicklung getüftelt, bis die Rezeptur final stand. Das zeigt uns, dass hier nicht einfach schnell auf einen Trend aufgesprungen wurde, sondern der Anspruch besteht, das Geschmackserlebnis 1:1 zu kopieren.

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Noch beeindruckender ist die Summe, die in dieses Projekt geflossen ist. Rund 10 Millionen Euro hat Ferrero investiert, um die vegane Variante marktreif zu machen. Das ist eine klare Ansage an den Markt: Pflanzliche Ernährung ist keine Nische mehr, sondern der neue Standard, an dem selbst Traditionsmarken nicht mehr vorbeikommen.

📊

Statistik

10 Millionen Euro

Ferrero investierte rund zehn Millionen Euro in die Entwicklung des neuen Produkts.

Die Investition von zehn Millionen Euro ist ein starkes Indiz dafür, dass es sich hierbei nicht um ein Nischenexperiment handelt. Diese Summe deckt nicht nur die reine Rezepturentwicklung ab, sondern auch umfangreiche Verbrauchertests, die Anpassung von Produktionslinien und die Entwicklung einer globalen Marketingstrategie. Für einen Konzern wie Ferrero bedeutet eine solche Produkteinführung eine enorme logistische Herausforderung. Die Investition signalisiert dem Markt und dem Wettbewerb, dass das Unternehmen den veganen Trend als strategisch wichtigen und umsatzrelevanten Zukunftsmarkt einstuft. Es zeigt auch den Anspruch, nicht nur irgendeine Alternative, sondern ein Produkt zu schaffen, das dem Geschmack und der Qualität des Originals in nichts nachsteht, um die Markentreue der Konsumenten nicht zu gefährden.

📍 Quelle: sueddeutsche.de

Ist die pflanzliche Variante automatisch gesünder?

Hier müssen wir ehrlich zu dir sein und ein bisschen auf die Euphorie-Bremse treten. Nur weil "vegan" oder "plant based" draufsteht, ist es noch lange kein Health-Food. Nutella bleibt eine Süßigkeit, egal ob mit oder ohne Kuhmilch. Wir haben uns die Nährwerte angesehen, die bisher bekannt sind.

Ein Teelöffel der neuen pflanzlichen Variante schlägt mit ungefähr 80 Kalorien zu Buche. Das ist vergleichbar mit dem Original. Auch der Zuckergehalt wird voraussichtlich hoch bleiben, da Reissirup ebenfalls Zucker ist. Wenn du also hoffst, mit dem grünen Deckel plötzlich kalorienfrei zu schlemmen, müssen wir dich enttäuschen. Es ist und bleibt ein Genussmittel für die Seele, nicht für den Diätplan – und das ist auch völlig okay so, solange man es in Maßen genießt.

Merkmal Klassisches Nutella Nutella Plant Based (2025)
Hauptbasis Zucker, Palmöl, Haselnüsse Zucker, Palmöl, Haselnüsse
Milchkomponente Magermilchpulver Kichererbsenmehl & Reissirup
Deckelfarbe Weiß Grün
Geeignet für Vegetarier Veganer, Laktoseintolerante
⚠️

Wichtig

Der Begriff 'plant based' oder 'vegan' wird oft fälschlicherweise mit 'gesund' oder 'kalorienarm' gleichgesetzt. Bei der neuen Nutella-Variante ist diese Annahme ein Trugschluss. Es handelt sich weiterhin um eine Süßigkeit, deren Hauptbestandteile Zucker, Fett und nur zu einem geringen Teil Nüsse sind. Die Kaloriendichte bleibt mit ca. 80 Kalorien pro Teelöffel (ca. 15g) auf dem gleichen hohen Niveau wie beim Original. Der Austausch von Magermilchpulver durch Kichererbsenmehl und Reissirup ändert nichts am Grundcharakter des Produkts. Reissirup ist ebenfalls eine Zuckerart. Ein übermäßiger Konsum kann, genau wie beim Original, zur Gewichtszunahme beitragen und ist für eine ausgewogene Ernährung nicht förderlich. Betrachte die vegane Variante als das, was sie ist: ein Genussmittel für besondere Momente, nicht als gesunden Alltags-Brotaufstrich.

Bleibt das umstrittene Palmöl in der veganen Version?

Das ist wohl der größte Kritikpunkt, den wir ansprechen müssen. Viele von uns leben nicht nur vegan wegen der Tiere, sondern auch aus ökologischen Gründen. Und hier kommt der Wermutstropfen: Trotz der Umstellung auf eine pflanzliche Basis bleibt Palmöl weiterhin ein Bestandteil der Rezeptur. Ferrero hält an diesem Fett fest, da es maßgeblich für die Streichfähigkeit bei Zimmertemperatur verantwortlich ist.

Das ist schade, denn es gibt mittlerweile viele Hersteller, die beweisen, dass eine leckere Schokocreme auch mit Sheabutter oder Sonnenblumenöl funktioniert. Wenn für dich der Verzicht auf Palmöl aus Regenwaldschutzgründen essenziell ist, wird das neue Nutella vielleicht nicht deine erste Wahl sein, auch wenn es vegan ist. Es richtet sich, wie Ferrero selbst sagt, an Personen mit Laktoseintoleranz und Konsumenten, die auf tierische Produkte verzichten wollen – der ökologische Aspekt beim Palmöl wurde hier leider (noch) nicht revolutioniert.

⚠️

Wichtig

Der Verbleib von Palmöl in der Rezeptur ist für viele umweltbewusste Verbraucher der größte Schwachpunkt des neuen Produkts. Die Kritik an Palmöl ist vielschichtig: Für den Anbau von Ölpalmen werden riesige Flächen tropischen Regenwaldes gerodet, was zum Verlust von Biodiversität und zur Zerstörung des Lebensraums bedrohter Arten wie Orang-Utans führt. Zudem werden bei der Brandrodung enorme Mengen CO2 freigesetzt. Ferrero argumentiert, dass Palmöl für die einzigartige Cremigkeit und Streichfähigkeit bei Raumtemperatur unerlässlich sei und verweist auf seine Zertifizierung durch den RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil). Kritiker bemängeln jedoch, dass auch RSPO-zertifiziertes Palmöl nicht zwangsläufig Entwaldung ausschließt. Für Konsumenten, deren Kaufentscheidung stark von ökologischen Kriterien geprägt ist, bleibt dies ein entscheidender Kompromiss, auch wenn das Produkt nun vegan ist. Es ist eine Abwägung zwischen Tierschutz (vegan) und Umweltschutz (palmölfrei).

Welche Alternativen gibt es schon heute?

Welche Alternativen gibt es schon heute?
Welche Alternativen gibt es schon heute?

Du willst nicht bis Januar 2025 warten oder suchst eine palmölfreie Alternative? Zum Glück ist der Markt für vegane Schokoaufstriche in den letzten Jahren explodiert. Wir haben uns durchprobiert und können dir sagen: Es gibt fantastische Optionen, die dem Original in nichts nachstehen.

Unsere Top-Favoriten aus dem Supermarkt

Viele Bio-Marken bieten Nuss-Nougat-Cremes an, die oft einen noch höheren Haselnussanteil haben als das große Vorbild. Achte beim Einkauf auf das V-Label. Besonders beliebt in der Community sind Aufstriche auf Basis von Mandeln oder mit einem extra hohen Kakaoanteil für die "Zartbitter-Fans" unter uns. Der Vorteil bei vielen dieser Alternativen: Sie setzen oft auf Sonnenblumenöl oder Kakaobutter statt Palmöl.

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Quick-Check

Der Markt für vegane Schokoaufstriche ist vielfältig. Mit dieser Checkliste findest du die für dich perfekte Alternative:

  • ✓Haselnussanteil prüfen: Echte Nuss-Fans sollten auf den prozentualen Anteil der Haselnüsse achten. Während das Original bei 13 % liegt, bieten viele Bio-Alternativen 30 %, 45 % oder sogar über 50 %. Das sorgt für einen intensiveren, nussigeren Geschmack.
  • ✓Auf Palmöl-Status achten: Wenn dir der Umweltaspekt wichtig ist, suche gezielt nach dem Hinweis 'ohne Palmöl' oder 'palmölfrei'. Viele Hersteller werben aktiv damit. Als alternative Fette werden oft Sonnenblumenöl, Sheabutter oder Kakaobutter verwendet.
  • ✓Zuckerquelle und -menge: Vergleiche die Nährwerttabellen. Einige Aufstriche sind mit Kokosblütenzucker, Datteln oder Erythrit gesüßt und haben einen geringeren Gesamtzuckergehalt.
  • ✓Bio- und Fairtrade-Siegel: Siegel wie das EU-Bio-Logo oder Fairtrade garantieren ökologische Anbaustandards und faire Handelsbedingungen, insbesondere beim Kakao.
  • ✓Zusätzliche Zutaten: Manche Cremes enthalten weitere Nüsse wie Mandeln, sind mit Bourbon-Vanille verfeinert oder als 'dunkle' Variante mit höherem Kakaoanteil erhältlich. Probiere dich durch!

Wie kannst du vegane Schokocreme selbst machen?

Wie kannst du vegane Schokocreme selbst machen?
Infografik: Wie kannst du vegane Schokocreme selbst machen?

Wenn du volle Kontrolle über die Zutaten haben willst, haben wir noch einen ultimativen Tipp für dich: Mach es einfach selbst! Es ist einfacher, als du denkst, und du brauchst dafür keinen Chemiebaukasten.

Alles, was du brauchst, ist ein guter Hochleistungsmixer. Röste Haselnüsse im Ofen, bis die Haut aufplatzt, rubbel die Haut ab und mixe die Nüsse, bis sie ölig und cremig werden (das braucht etwas Geduld!). Dann gibst du Kakaopulver, etwas Ahornsirup oder Dattelsüße und eine Prise Salz dazu. Für die Cremigkeit kannst du etwas geschmolzenes Kokosöl oder Kakaobutter hinzufügen. Das Ergebnis ist oft intensiver und nussiger als alles, was du kaufen kannst – und garantiert ohne versteckte Zusatzstoffe.

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Quick-Check

Mit einem Hochleistungsmixer kannst du eine unglaublich leckere und gesunde Schokocreme selbst herstellen. So geht's Schritt für Schritt:

  • ✓1. Nüsse rösten: Heize den Ofen auf 160 °C (Umluft) vor. Verteile 200g Haselnüsse auf einem Backblech und röste sie für 10-15 Minuten, bis sie duften und die Häutchen aufplatzen. Das Rösten intensiviert das Aroma enorm.
  • ✓2. Nüsse enthäuten: Gib die heißen Nüsse in ein sauberes Geschirrtuch, schlage es um und rubbel kräftig, bis sich die meisten Häutchen lösen. Die Häutchen können bitter schmecken.
  • ✓3. Nussmus herstellen: Gib die enthäuteten Nüsse in den Hochleistungsmixer. Mixe auf höchster Stufe. Halte alle 1-2 Minuten an, um die Masse von den Rändern zu schieben. Nach 5-10 Minuten tritt das Nussöl aus und es entsteht ein flüssiges, cremiges Nussmus.
  • ✓4. Restliche Zutaten hinzufügen: Gib nun 3-4 EL Kakaopulver, 3-4 EL Ahornsirup (oder andere Süße), 1 Prise Salz und optional 1 EL geschmolzenes Kokosöl (für mehr Cremigkeit) hinzu. Mixe alles kurz durch, bis eine homogene Creme entsteht.
  • ✓5. Abfüllen und genießen: Fülle die Creme in ein sauberes Schraubglas. Im Kühlschrank wird sie fester. Vor dem Verzehr kurz bei Raumtemperatur stehen lassen.

Unser Fazit: Top oder Flop?

Dass Ferrero nach 60 Jahren Firmengeschichte eine vegane Version seines Bestsellers herausbringt, ist ein riesiges Signal. Es zeigt, dass unsere Ernährungsweise in der Mitte der Gesellschaft angekommen ist. Die Investition von 10 Millionen Euro und die lange Entwicklungszeit lassen auf ein geschmacklich hochwertiges Produkt hoffen. Besonders die Verwendung von Kichererbsenmehl finden wir innovativ.

Unsere Empfehlung: Wenn du den klassischen Nutella-Geschmack aus deiner Kindheit vermisst und einfach nur eine leckere, vegane Sünde suchst, dann ist der Januar 2025 dein Monat. Freu dich auf den grünen Deckel! Wenn du jedoch streng auf Palmöl verzichtest oder eine gesündere Alternative suchst, bist du bei den bereits etablierten Bio-Marken oder der Do-it-yourself-Methode wahrscheinlich weiterhin besser aufgehoben. Wir werden uns das Glas auf jeden Fall holen – allein schon aus Nostalgie!

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Wichtige Hinweise

Medizinischer Hinweis: Die Inhalte dieses Artikels dienen ausschließlich der allgemeinen Information und ersetzen keine professionelle medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung. Konsultieren Sie bei Gesundheitsfragen immer einen qualifizierten Arzt. Ändern Sie niemals eigenständig Ihre Medikation oder Behandlung.

Unsere Bewertungskriterien: Bewertungen basieren auf sorgfältiger Recherche und verfügbaren Informationen. Bitte beachten Sie, dass Ergebnisse und Erfahrungen individuell variieren können und sich Produkteigenschaften ändern können.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Weitere wichtige Informationen zum Thema

Die Frage nach Palmöl ist bei Nutella zentral, da es für die cremige Textur sorgt und nicht ranzig wird. Ferrero, der Hersteller von Nutella, verwendet nach eigenen Angaben zu 100 % RSPO-zertifiziertes (Roundtable on Sustainable Palm Oil), segregiertes Palmöl. Das bedeutet, das nachhaltig angebaute Palmöl wird in der gesamten Lieferkette von nicht-zertifiziertem Öl getrennt gehalten. Dies ist ein deutlich höherer Standard als bei vielen anderen Herstellern, die oft nur Zertifikate kaufen, ohne das Öl physisch zu trennen.

Trotz dieser Zertifizierung bleibt der Palmölanbau für viele Veganer und Umweltschützer ein heikles Thema. Kritiker argumentieren, dass selbst RSPO-Standards nicht immer ausreichen, um die Abholzung von Regenwäldern und den Verlust von Lebensraum für Tiere wie Orang-Utans vollständig zu verhindern. Die Entscheidung, ob man ein Produkt mit zertifiziertem Palmöl konsumiert, ist daher oft eine persönliche Abwägung zwischen den Bemühungen eines Unternehmens und dem Wunsch, Palmöl komplett zu meiden.

Für Konsumenten, die auf Nummer sicher gehen wollen, gibt es zahlreiche Nuss-Nougat-Cremes von anderen Marken, die bewusst auf Palmöl verzichten und stattdessen auf Sonnenblumenöl, Kakaobutter oder Rapsöl setzen. Es lohnt sich also, die Zutatenliste genau zu prüfen, wenn Palmöl ein persönliches Ausschlusskriterium ist.

Das Ersetzen von Magermilchpulver ist die größte Herausforderung bei der Veganisierung von Nutella, da es maßgeblich zur cremigen Textur und dem leicht milchigen Geschmacksprofil des Originals beiträgt. Ferrero wird wahrscheinlich auf pflanzliche Alternativen wie Hafermehl, Soja-, Reis- oder Lupinenprotein zurückgreifen, um eine vergleichbare Konsistenz und ein angenehmes Mundgefühl zu erzeugen. Diese Zutaten können Emulsionen stabilisieren und für eine geschmeidige Textur sorgen.

Geschmacklich könnten sich dadurch feine Nuancen ändern. Eine Rezeptur auf Haferbasis könnte beispielsweise eine sehr subtile, getreidige Note einbringen, die aber gut mit dem nussigen Aroma harmoniert. Eine Sojabasis könnte den Proteingehalt leicht erhöhen, geschmacklich aber sehr neutral sein. Ferreros Ziel wird es sein, das ikonische Geschmackserlebnis so exakt wie möglich zu treffen. Die meisten Konsumenten werden wahrscheinlich kaum einen Unterschied bemerken, da der intensive Geschmack von gerösteten Haselnüssen, Kakao und Zucker dominant bleibt.

Letztendlich wird die größte Kunst darin bestehen, das komplexe Zusammenspiel aus Süße, Fett und Aroma ohne die Milchkomponente zu replizieren. Es ist wahrscheinlich, dass die vegane Version eine etwas andere Schmelzeigenschaft im Mund hat, aber die grundlegende Cremigkeit und der vertraute Geschmack werden mit hoher Wahrscheinlichkeit erhalten bleiben, um die Markenerwartungen zu erfüllen.

Die Annahme, dass „vegan“ automatisch „gesünder“ bedeutet, ist ein weit verbreiteter Trugschluss. Auch die pflanzliche Version von Nutella wird primär eine Süßigkeit bleiben. Die Hauptzutaten sind nach wie vor Zucker und Fett (in Form von Palmöl und Haselnülnüssen), die für den hohen Kaloriengehalt verantwortlich sind. Der Austausch von Magermilchpulver gegen eine pflanzliche Alternative wird am grundlegenden Nährwertprofil nur wenig ändern.

Ein möglicher, wenn auch geringfügiger Vorteil ist der Wegfall von Milchzucker (Laktose) und tierischem Cholesterin. Allerdings enthält das Original-Nutella ohnehin nur sehr wenig Cholesterin. Der hohe Gehalt an Zucker und gesättigten Fettsäuren aus dem Palmöl wird auch in der veganen Variante bestehen bleiben. Daher sollte auch die pflanzliche Nutella als Genussmittel betrachtet und in Maßen konsumiert werden, anstatt als gesunder Brotaufstrich.

Um eine fundierte Entscheidung zu treffen, ist es ratsam, die Nährwerttabelle der neuen „Nutella Plant Based“ zu prüfen, sobald sie verfügbar ist. Es ist jedoch sehr unwahrscheinlich, dass sie signifikant weniger Zucker oder Kalorien enthalten wird. Der Begriff „vegan“ beschreibt lediglich den Ursprung der Zutaten und ist kein Garant für einen gesundheitlichen Mehrwert.

Ja, absolut! Eine selbstgemachte vegane Nuss-Nougat-Creme ist nicht nur überraschend einfach zuzubereiten, sondern bietet auch die volle Kontrolle über die Qualität und Menge der Zutaten. Der größte Vorteil ist, dass man den Zuckergehalt drastisch reduzieren und den Nussanteil deutlich erhöhen kann, was zu einem intensiveren Geschmack und einem besseren Nährwertprofil führt.

Für eine einfache Basisversion benötigt man lediglich geröstete Haselnüsse, hochwertiges Kakaopulver, eine pflanzliche Milchalternative oder etwas neutrales Öl für die Cremigkeit und ein Süßungsmittel nach Wahl. Hier eignen sich Ahornsirup, Dattelsirup oder für eine zuckerfreie Variante Erythrit. Alles wird in einem Hochleistungsmixer so lange püriert, bis eine glatte, streichfähige Creme entsteht. Eine Prise Salz und etwas Vanilleextrakt runden den Geschmack perfekt ab.

Im Vergleich zum Original, das nur 13 % Haselnüsse enthält, kann man bei der eigenen Kreation problemlos einen Anteil von 40-50 % oder mehr erreichen. Dadurch wird die Creme reicher an Proteinen, Ballaststoffen und gesunden Fetten. Man kann zudem auf Palmöl verzichten und die Süße exakt an den eigenen Geschmack anpassen. So entsteht ein individueller und deutlich nährstoffreicherer Genuss.

Der Markt für vegane Nuss-Nougat-Cremes ist vielfältig, doch die Qualitätsunterschiede sind enorm. Ein entscheidendes Kriterium ist der Haselnussanteil. Während günstige Produkte oft nur bei 10-15 % liegen, bieten hochwertige Cremes einen Anteil von 30 %, 45 % oder sogar über 50 %. Ein höherer Nussanteil bedeutet in der Regel einen intensiveren, authentischeren Geschmack und eine bessere Nährstoffzusammensetzung mit mehr Protein und gesunden Fetten.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Art des verwendeten Fettes. Viele Veganer bevorzugen Produkte ohne Palmöl aus ökologischen Gründen. Als Alternativen werden oft Sonnenblumenöl, Kakaobutter oder Sheabutter verwendet, die eine andere Textur und ein anderes Schmelzverhalten haben können. Achte auch auf die Süßungsquelle: Statt raffiniertem weißen Zucker verwenden einige Bio-Marken Rohrohrzucker, Kokosblütenzucker oder Reissirup, was geschmackliche Nuancen mit sich bringt.

Zusätzlich kann ein Blick auf Bio-Siegel sinnvoll sein, da diese den Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide garantieren. Lies dir die Zutatenliste genau durch: Je kürzer und verständlicher sie ist, desto wahrscheinlicher handelt es sich um ein qualitativ hochwertiges Produkt. Vergleiche Nährwertangaben, um eine Creme zu finden, die nicht nur vegan ist, sondern auch deinen geschmacklichen und gesundheitlichen Vorstellungen entspricht.

Quellen & Weiterführende Links

Dieser Artikel basiert auf 1 vertrauenswürdigen Quellen. Alle Fakten und Statistiken wurden neu formuliert und in eigenen Worten wiedergegeben.

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Nutella mit neuem, veganem Rezept - wann es nach Deutschland kommt - Wirtschaft - SZ.de

sueddeutsche.de

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Mario Wormuth
Mario Wormuth
RezeptentwicklungKlassische & Moderne KochtechnikenNachhaltige ErnährungKulinarische WarenkundeKochen

Gründer von eat-vegan.de & Experte für pflanzliche Kulinarik. Mario verbindet 4 Jahre Erfahrung in der veganen Küche mit der Leidenschaft für nachhaltigen Genuss. Als Rezeptentwickler und Food-Autor zeigt er, dass vegane Ernährung nicht Verzicht, sondern Vielfalt bedeutet. Sein Fokus liegt auf alltagstauglichen Rezepten, die auch ohne Ersatzprodukte überzeugen. Man muss aber auch sagen dass er auch gerne Rezepte über Fleisch und ähnliches erstellt. Siehe dafür seinen Blog www.pastaweb.de

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